Beobachtetes Signal · 11. Aug. 2026 · Technical Release · Quelle: DWDL · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
AGF führt neue monatliche TV-Konvergenz-Hitliste für Fernsehen und Streaming ein
Die AGF (Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung) veröffentlicht künftig monatlich zwei zentrale Auswertungen: eine Top-50-Liste zur TV-Konvergenz sowie eine Plattform-Performance-Übersicht, die in der Regel um den 25. des Folgemonats erscheinen. Die Top-50 macht lineare und stationäre beziehungsweise digitale Nutzung vergleichbar, indem lineares Fernsehen (inklusive Drei-Tage-Time-Shift) und Streaming-Abrufe (14 Tage vor bis 13 Tage nach Ausstrahlung) zusammengeführt und 21 Tage nach Ausstrahlung berechnet werden. Das Ranking sortiert nach Streaming-Anteil, blendet jedoch reine Streaming-Formate sowie nicht von der AGF gemessene Plattformen wie Netflix aus. Die Plattformübersicht erfasst Nutzungsvolumen, kumulierte Monatsnettoreichweite und tägliche Nettoreichweite für gemessene Dienste wie RTL+, Joyn, Mediatheken von ARD und ZDF sowie Prime Video. Die Premiere für Juli 2026 zeigte eine Dominanz von RTL-Soaps (Gute Zeiten, schlechte Zeiten belegte die Ränge 1 bis 23 mit rund 2,01 Millionen konvergenten Zuschauern), während ARD und ZDF vor Prime Video lagen.
Die Veröffentlichung standardisierter Konvergenzmetriken und Plattformnutzungsdaten durch die AGF erhöht die Transparenz in der Bewegtbildmessung massiv und verändert die Werbe- sowie Mediaplanung bei der aggregierten Betrachtung von Linear- und Streaming-Reichweiten nachhaltig.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die AGF veröffentlicht monatlich zwei Berichte: eine Top-50-TV-Konvergenzliste und eine Plattform-Performance-Übersicht, meist am 25. des Folgemonats.
- Die Konvergenz verknüpft lineare Nutzung (inklusive Drei-Tage-Time-Shift) mit Streaming-Abrufen (14 Tage vor bis 13 Tage nach Ausstrahlung), berechnet 21 Tage post-airing.
- Das Top-50-Ranking erfolgt nach dem Streaming-Anteil; reine Streaming-Inhalte und Plattformen ohne AGF-Messung (z.B. Netflix) sind ausgeschlossen.
- Die Plattformübersicht weist Nutzungsvolumen, kumulierte Monatsreichweite und durchschnittliche Tagesreichweite für AGF-gemessene Dienste aus.
- Im Juli 2026 dominierten RTL-Soaps die ersten 23 Plätze (konvergenter Schnitt ~2,01 Mio.), während ARD/ZDF-Plattformen vor Prime Video landeten.
Verknüpfte Unternehmen
17 verknüpfte Unternehmen“A new analysis by AGF Videoforschung will from now on publish a monthly TV‑convergence hitlist that also takes streaming usage into account....”
“DAZN leads the ranking with the Champions League match between Bayern Munich and Real Madrid, which reached 1.239 million viewers in streami...”
“The ZDF program 'Traumschiff' achieves a total of 5.54 million viewers thanks to its strong linear usage....”
“The new performance overview will allow comparisons of usage intensity between RTL+ and Joyn and against public broadcasters and Prime Video...”
“The article mentions Prime Video; Prime Video is referenced as a streaming offering to be compared — Prime Video is a service of Amazon....”
“Henrik Pabst, Chief Content Officer of ProSiebenSat.1, supported the X+7 idea cited in the article....”
“The article reporting the change is published on DWDL.de....”
“RTL‑Deutschland CEO Stephan Schmitter had advocated switching to the market standard X+7 in a DWDL.de interview....”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
AGF-Daten: ARD- und ZDF-Mediatheken schlagen Prime Video bei Reichweite
Die AGF Videoforschung hat erstmals offizielle Reichweitendaten für die von ihr gemessenen technischen Plattformen veröffentlicht. Die monatlichen Auswertungen belegen, dass die Portale der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF die größte kumulierte Reichweite erzielen und damit vor kommerziellen Streaming-Anbietern wie Prime Video rangieren. Hinsichtlich des reinen Nutzungsvolumens liegt jedoch ein anderer, namentlich nicht genannter Dienst an der Spitze. Künftig wird die AGF die durchschnittliche tägliche Nettoreichweite sowie die kumulierte Nettoreichweite der Plattformen auf monatlicher Basis ausweisen. Dies sorgt für eine signifikante Erhöhung der Transparenz bei der TV- und Streaming-Zuschauermessung, was weitreichende Implikationen für die strategische Mediaplanung und Werbebudgets im deutschen Markt hat.
AGF verlängert HbbTV-Proof-of-Concept für die TV-Messung
Die AGF Videoforschung hat einen Proof-of-Concept zur Integration von HbbTV- und Set-Top-Box-Nutzungsdaten in die offizielle TV-Reichweitenmessung verlängert. Das im Mai 2025 angekündigte Testprojekt, das in Partnerschaft mit TV Insight Daten von Sky-Receivern und HbbTV-Geräten auf Basis aktiver Einwilligung verarbeitet, soll Null-Ratings reduzieren und die Messstabilität in fragmentierten Medienumgebungen erhöhen. Die AGF verzeichnet inzwischen Einwilligungen von über 17 Millionen Geräten und plant weitere Tests für das gesamte Jahr 2026, flankiert von parallelen Schritten hin zum regulären Produktionsbetrieb. In Österreich integriert die AGTT bereits seit September 2024 HbbTV-Nutzungsdaten von mehr als 1,1 Millionen Geräten in Kombination mit einem repräsentativen Panel. AGF-Chefin Kerstin Niederauer-Kopf betont, dass dieser Hybridansatz die größte Veränderung der TV-Messung darstellt, primär jedoch für methodische Stabilität statt für signifikante Reichweitensprünge sorgen wird.
AGF erneuert Messsystem mit HbbTV-Rückkanaldaten
Beim AGF Forum hat die AGF Videoforschung ein umfassendes Upgrade ihres Messsystems angekündigt. Der Umbau wird Rückkanaldaten von bis zu acht Millionen Geräten über HbbTV integrieren, was das Dreifache der Datenmenge anderer Erhebungen darstellt, und erstmals ein 'virtuelles Panel' mit synthetisch generierten Fällen einführen. CEO Kerstin Niederauer-Kopf warnte, dass neue EU-Datenschutzpläne die plattformübergreifende Reichweitenmessung gefährden könnten, obwohl sie Bürokratie abbauen sollen. Der Neubau zielt darauf ab, die Marktfragmentierung besser abzubilden. Die Ankündigung erfolgte in einem Video-Interview mit turi2 am Rande des AGF Forums in Frankfurt.
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