Anthropic meidet Publisher-Lizenzdeals – und bleibt dennoch von Klagen verschont
Anthropic hat bislang keine öffentlichen Content-Lizenzvereinbarungen mit führenden digitalen Publishern geschlossen, bleibt jedoch im Gegensatz zu Wettbewerbern wie OpenAI weitgehend von Klagen der Medienbranche verschont. Das Unternehmen gibt an, sein LLM Claude mit öffentlich zugänglichen Daten, internen Datenbeständen sowie Daten aus spezifischen Partnerschaften zu trainieren, legt jedoch keine konkreten Lizenzverträge offen. Branchenbeobachter führen das Ausbleiben juristischer Schritte auf ein verzögertes Timing, Anthropic geschickte Markenkommunikation, den Fokus auf Enterprise-Kunden sowie die für viele Verlage prohibitiv hohen Prozesskosten zurück. Während Anthropic im Juli einen Rechtsstreit mit Buchautoren durch einen 1,5-Milliarden-Dollar-Vergleich beilegte, passte das Unternehmen im Februar seine interne Responsible Scaling Policy an, um die Modellentwicklung weiter zu beschleunigen.
- •Anthropic hat bislang keine öffentlichen Content-Lizenzabkommen mit großen Digital-Publishern bekannt gegeben.
- •Im Juli zahlte Anthropic 1,5 Milliarden US-Dollar zur Beilegung einer Sammelklage von Buchautoren.
- •Laut Anthropic basiert das Training von Claude auf öffentlich zugänglichen Daten, Eigenentwicklungen und Daten aus spezifischen Partnerschaften.
