Beobachtetes Signal · 15. Juli 2026 · Research Release · Quelle: Meedia · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
Netflix und YouTube sind die sichtbarsten Apps auf Smart-TVs
Eine Plattformstudie der AGF Videoforschung in Deutschland hat untersucht, welche Apps direkt auf den Benutzeroberflächen von Smart-TVs sichtbar sind. Demnach ist Netflix mit rund 47 Prozent die sichtbarste App, gefolgt von YouTube mit etwa 41,9 Prozent und Prime Video mit rund 41,8 Prozent. Auch die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF gehören zu den prominent platziertesten Kacheln. Trotz der hohen App-Sichtbarkeit auf den Startbildschirmen sehen die meisten Zuschauer beim Einschalten ihres Geräts nach wie vor einen linearen TV-Sender: 68.2 Prozent treffen beim Einschalten auf Live-Programm, während 29.6 Prozent eine TV-Benutzeroberfläche sehen. Der Sport-Streamer DAZN taucht im AGF-Ranking nicht unter den 15 sichtbarsten Apps auf.
Die AGF-Daten zur Plattform-Sichtbarkeit unterstützen die Reichweiten- und Inventarplanung im Bereich Connected TV und verdeutlichen die anhaltende Relevanz des linearen Fernsehens beim Einschalten, was wertvolle Marktinformationen für Media-Buyer und Sender liefert.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- AGF Videoforschung untersuchte die Sichtbarkeit von Apps auf Smart-TV-Benutzeroberflächen in Deutschland.
- Netflix ist mit rund 47 Prozent die sichtbarste App auf Smart-TV-Oberflächen.
- YouTube erreicht eine Sichtbarkeit von rund 41,9 Prozent; Prime Video liegt bei etwa 41,8 Prozent.
- Beim Einschalten des Fernsehers sehen 68,2 Prozent lineares TV-Programm, während 29,6 Prozent eine Benutzeroberfläche vorfinden.
- Der Sport-Streamer DAZN ist im AGF-Ranking unter den Top-15-Apps nicht vertreten.
Verknüpfte Unternehmen
13 verknüpfte Unternehmen“Result: 47.7 percent of households with a Smart‑TV user interface see the Netflix app there....”
“The AGF Videoforschung has, as part of its regular platform study, also determined which apps on Smart TVs are 'directly visible' on the use...”
“YouTube appears on 41.9 percent of Smart‑TV user interfaces (YouTube is a Google service)....”
“Prime Video appears on about 41.8 percent of Smart‑TV user interfaces (Prime Video is an Amazon service)....”
“ARD follows with 36.7 percent visibility on Smart‑TV user interfaces....”
“ZDF follows with 32.2 percent visibility on Smart‑TV user interfaces....”
“Disney+ is listed with 26.7 percent visibility in the ranking of most visible Smart‑TV apps....”
“Joyn is listed in the ranking at 21.4 percent and ranks ahead of RTL+....”
“The sports streamer DAZN is completely missing from the top 15 places....”
“RTL+ is listed with 20.4 percent visibility, landing behind Joyn in the ranking....”
“Paramount+ appears in the ranking with 3.7 percent visibility....”
“The article was published on MEEDIA, which reports on the intersection of media and brands....”
“Zattoo appears in the ranking with 2.2 percent visibility....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Netflix ist die sichtbarste App auf Smart-TV-Oberflächen
Eine neue Plattformstudie der AGF Videoforschung verknüpft technische Smart-TV-Standardeinstellungen mit dem Nutzerverhalten, um TV-User-Journeys in Deutschland zu kartieren. Grundlage sind über 2.500 Kantar-Interviews von Februar bis April. Die Ergebnisse zeigen, dass das Einschalten des Fernsehers fast ausschliesslich über die Fernbedienung erfolgt (96,8 %). Nach dem Einschalten landet die Mehrheit direkt beim klassischen Live-TV (68,2 %), während 29,6 % eine Benutzeroberfläche sehen, die weiteres Handeln erfordert. Netflix erweist sich als die auf Smart-TV-Home-Screens am häufigsten sichtbare App (47,4 %). Zudem verfügen 54,0 % der Befragten über mindestens eine Direkttaste für Streaming-Dienste auf der Fernbedienung. Die Studie belegt ausserdem, dass jüngere Zuschauer häufiger direkt in Streaming-Diensten starten und der Zugriff auf Mediatheken zunehmend vom Red Button zu Internetmenüs oder App-Kacheln wandert.
Smart‑TV-Homescreen entwickelt sich zur zentralen CTV-Planungsgröße
Der „Behind the Screens 2026“-Report von Samsung Ads – basierend auf First-Party-Telemetriedaten von über 73 Millionen verbundenen Samsung TVs in Europa sowie einer Befragung von 15.000 Smart‑TV-Besitzern in Deutschland, UK, Frankreich, Italien und Spanien – zeigt, dass der Smart‑TV-Homescreen zum zentralen Einstiegspunkt für Zuschauer wird. Die Studie verzeichnet eine steigende App-Aktivität (deutsche App-Starts stiegen um 5 % auf 4,83 Milliarden; EU5-App-Starts legten um 8 % auf 18,4 Milliarden zu) und belegt, dass Nutzer Inhalte zunehmend nach Titeln statt nach Plattformen wählen. Wichtige Implikationen für Advertiser: Die Planung muss geräteübergreifende Nutzungskonvergenzen zwischen Linear-TV, Streaming, Gaming und App-Oberflächen berücksichtigen; AVOD wächst; jüngere Zielgruppen nutzen mehr Apps und wechseln flexibel zwischen Diensten; zudem entfällt ein Großteil des klassischen Linear-TV-Konsums weiterhin auf einen kleinen Haushaltsanteil.
AGF-Plattformstudie 2026-I: Discovery prägt die Zukunft des Fernsehens
Die AGF-Plattformstudie 2026-I zeigt, dass das lineare Fernsehen zwar das primäre Einsteigertor für den Videokonsum in Deutschland bleibt, Smart-TV-Benutzeroberflächen, Streaming-Apps und Direktwahltasten auf Fernbedienungen jedoch zunehmend steuern, welche Inhalte Zuschauer entdecken. Laut der Studie nutzen 56,2 Prozent der Deutschen Plattformtasten zumindest gelegentlich, während der Anteil der Intensivnutzer leicht zurückgegangen ist. Diese Ergebnisse verdeutlichen eine Verschiebung bei den Gatekeepern der Content Discovery, was direkte Auswirkungen auf Broadcaster, Streaming-Dienste und TV-Werbetreibende hat. Die veränderten Zugangswege beeinflussen maßgeblich die Sichtbarkeit von Inhalten, den Inventarzugang sowie die Monetarisierungsstrategien im deutschen Fernsehmarkt.
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