WPP streicht weitere 1.000 Stellen: KI transformiert das Agentur-Holding-Modell
WPP baut weltweit weitere 1.000 Stellen ab, womit sich der kumulierte Personalabbau seit Anfang 2025 auf fast 11.000 beläuft. Ende Juni lag die Mitarbeiterzahl bei 97.388 (minus 6,4 % im Jahresvergleich). Bis 2028 visiert die Holding annualisierte Einsparungen von 500 Mio. GBP an. Während CEO Cindy Rose verbesserte Win-Rates bei Neugeschäften (u. a. Huawei, Tesco, L'Oréal) hervorhob, belasten Verluste wie Mars, Coca-Cola North America und Paramount die Bilanz weiterhin. Laut Gartner führen stagnierende Marketingbudgets und KI-getriebene Effizienzgewinne dazu, dass Agenturhonorare bis 2030 auf ein historisches Tief von 15 % der Marketingbudgets sinken, was die traditionelle Personalpyramide umkehrt. Die Maßnahmen spiegeln einen breiteren Branchentrend wider: Omnicom plant nach der IPG-Übernahme rund 4.000 Stellenstreichungen, Dentsu rund 3.400 außerhalb Japans. Die WPP-Aktie verlor 3,7 %.
- •WPP plant den Abbau von rund 1.000 weiteren Stellen weltweit bis Ende 2026.
- •Der Personalbestand sank Ende Juni 2026 um 6,4 % auf 97.388; seit Anfang 2025 wurden fast 11.000 Stellen gestrichen.
- •WPP strebt bis 2028 jährliche Kosteneinsparungen von 500 Mio. GBP an.
