Beobachtetes Signal · 21. Jan. 2025 · Policy Update · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
X, Facebook und YouTube unterzeichnen überarbeiteten EU-Verhaltenskodex gegen Hassrede
Die Europäische Kommission hat einen überarbeiteten „Verhaltenskodex+“ zur Eindämmung illegaler Hetze im Netz veröffentlicht, der eng mit dem Digital Services Act (DSA) verzahnt ist. Zu den Unterzeichnern der freiwilligen Selbstverpflichtung gehören Meta, Google (YouTube), TikTok, Twitch, X, Snapchat, LinkedIn sowie weitere Plattformen. Die Tech-Konzerne verpflichten sich unter anderem, mindestens zwei Drittel der Meldungen von spezialisierten Monitoring-Stellen innerhalb von 24 Stunden zu prüfen, automatisierte Erkennungstools einzusetzen und enger mit DSA-zertifizierten Trusted Flaggers zusammenzuarbeiten. EU-Kommissar Michael McGrath betonte, dass Hass und Polarisierung europäische Werte gefährden. Bemerkenswert ist, dass X unter Elon Musk den Kodex unterzeichnet hat, obwohl das Unternehmen den Desinformations-Kodex von 2022 noch abgelehnt hatte. Die Maßnahme hat direkte Auswirkungen auf die Governance von Social-Media-Plattformen, das Nutzervertrauen und die Brand Safety im europäischen Programmatic- und Direktvertriebs-Ökosystem.
Die Unterzeichnung des EU-Verhaltenskodex+ durch alle großen ad-funded Social-Media-Plattformen im Rahmen des DSA erhöht den Druck auf die Content-Moderation und stärkt die Brand Safety für Werbetreibende im europäischen Raum maßgeblich.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die EU-Kommission hat den überarbeiteten Verhaltenskodex+ gegen illegale Hassrede im Rahmen des Digital Services Act (DSA) veröffentlicht.
- Zu den Unterzeichnern zählen Meta, Google (YouTube), TikTok, Twitch, X, Snapchat, LinkedIn, Dailymotion und Microsoft-Dienste.
- Plattformen verpflichten sich zur Prüfung von mindestens zwei Dritteln der Meldungen von Monitoring-Experten innerhalb von 24 Stunden.
- Der Verhaltenskodex+ basiert auf einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Technologiekonzerne.
- X-Eigentümer Elon Musk unterzeichnete den Kodex, obwohl er den EU-Kodex gegen Desinformation von 2022 zuvor abgelehnt hatte.
Verknüpfte Unternehmen
8 verknüpfte Unternehmen“Meta, Google, TikTok and X signed the Code of Conduct+; Facebook and Instagram are Meta platforms listed among the signatories....”
“Meta, Google, TikTok and X signed the Code of Conduct+; YouTube is listed among the signatories....”
“Meta, Google, TikTok and X signed the Code of Conduct+....”
“Elon Musk signed the voluntary commitment for X this time....”
“Signatories include the consumer services hosted by Microsoft....”
“Twitch is listed among the signatories of the Code of Conduct+....”
“Snapchat is listed among the signatories of the Code of Conduct+....”
“LinkedIn is listed among the signatories of the Code of Conduct+....”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Threads testet Gems und zeichnet täglich wertvolle Beiträge aus
Threads testet die neue Funktion Gems, die täglich bis zu 25 herausragende Unterhaltungen mit einem sichtbaren Diamant-Badge auszeichnet. Die Auswahl erfolgt algorithmenbasiert und berücksichtigt Originalität, Aktualität und authentische Diskussionen – unabhängig von der Followerzahl. Qualifiziert sind eigene Posts oder direkte Antworten, jedoch keine Reposts oder von Instagram übernommene Inhalte. Die Funktion ist vorerst auf öffentliche US-Accounts von Nutzern ab 18 Jahren beschränkt, die Auszeichnungen sind aber weltweit sichtbar, auch in Deutschland. Ausgezeichnete erhalten eine Benachrichtigung und können das Badge teilen. Nutzer können das Label auch ausblenden. Erste Hinweise gab es bereits im August durch App-Forscher Alessandro Paluzzi. Threads möchte so originelle und ansprechende Inhalte fördern; Nicht-Ausgezeichnete müssen keine negativen Auswirkungen auf die Reichweite befürchten.
Meta verbietet TikTok-Anzeigen auf eigenen Plattformen in mehreren Regionen
Meta hat Werbung für TikTok auf seinen Plattformen (Instagram, Facebook, WhatsApp) in mehreren Ländern untersagt, darunter USA, Japan, Vietnam, Kanada, Ägypten, Indonesien und Thailand. Diese Maßnahme, die von Meta-Sprecher Chris Sgro bestätigt wurde, verhindert sowohl ByteDance als auch Drittanbietern, TikTok innerhalb des Meta-Ökosystems zu bewerben. Das Verbot wird als Wettbewerbsmaßnahme angesichts der eskalierenden Rivalität zwischen Meta, ByteDance und YouTube gesehen. Es könnte auch mit Metas jüngstem Vergleich über 16,7 Milliarden US-Dollar mit US-Bundesstaaten zum Jugendschutz zusammenhängen, der Bedingungen enthält, die Wettbewerber wie TikTok und YouTube zur Umsetzung ähnlicher Schutzmaßnahmen verpflichten, was auf eine strategische Drucktaktik hindeutet, um die Kosten und Verantwortung für Kinderschutzinitiativen zu teilen.
Anthropic startet Claude Dashboards, Motion und KI-Wohlfahrtsrichtlinie
Anthropic hat zwei neue Beta-Funktionen für seinen KI-Assistenten Claude eingeführt: Claude Dashboards und Claude Motion. Dashboards ermöglichen es Nutzern, verbundene Unternehmensdatenplattformen wie BigQuery, Snowflake, Databricks und Amazon Redshift in natürlicher Sprache abzufragen und interaktive Dashboards mit Kennzahlen und Diagrammen zu erstellen. Claude Motion erlaubt es, per Textprompt animierte Videos zu erstellen, wobei Code geschrieben wird, um Texte, Bilder, Zahlen und Diagramme zu animieren. Beide Funktionen starten in der Beta, wobei Dashboards für alle kostenpflichtigen Abos verfügbar sind und Motion zunächst Team- und Enterprise-Kunden vorbehalten ist. Darüber hinaus hat Anthropic Claude Docs, Slides und Design für Free User freigeschaltet, wobei bereits über 45 Millionen Dokumente, Präsentationen und Designs erstellt wurden. Zudem wurden die Nutzungsrichtlinien aktualisiert, um anhaltendes, unnötiges und grausames Verhalten gegenüber KI-Modellen zu verbieten, was ab dem 12. November gilt. Dies wirft Fragen zum Bewusstsein und Wohlbefinden von KI auf, wobei CEO Dario Amodei die Möglichkeit nicht ausschließt, während Microsoft AI CEO Mustafa Suleyman davor warnt, KI menschenähnliche Rechte einzuräumen.
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