Beobachtetes Signal · 14. Aug. 2026 · Commentary · Quelle: Meedia · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
Thomas Koch: Wird KI die Mediaplanung bis 2028 beenden?
Thomas Koch kommentiert eine Gartner-Prognose, wonach KI- und Self-Service-Werbeplattformen bis 2028 über 70 % der Werbebudgets steuern und drei von vier Mediaplanern den Job kosten könnten. Koch bewertet die Folgen für Network-Agenturen, Independent-Agenturen, Werbungtreibende und betroffene Fachkräfte differenziert: Während grosse Networks drastisch schrumpfen dürften, können sich Inhouse-Teams und Independents anpassen. Er sieht den Wandel als Disruption, die statt eines totalen Endes der Mediaplanung neue Chancen für Beratungsansätze, Inhousing und strategische Spezialisierung eröffnet.
Der Artikel analysiert die Gartner-Prognose zu KI-getriebenen Verschiebungen im Media Buying und drastischen Agentur-Personalabbau, was erhebliche operative und strategische Konsequenzen für Agenturen, Werbungtreibende und AdTech-Anbieter hat.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Gartner prognostiziert, dass bis 2028 über 70 % der globalen Werbebudgets (in den USA über 80 %) über Self-Service-Werbeplattformen laufen, auf denen KI Mediaplanung, Bidding und Kampagnenergebnisse massgeblich beeinflusst.
- Laut Gartner könnte dieser KI-Schub bis 2028 drei von vier Mediaplanern den Arbeitsplatz kosten.
- GroupM-CEO Brian Lesser erklärte 2025, dass innerhalb von fünf Jahren kein Mensch mehr einen Media-Plan berühren werde, was eine weitgehend automatisierte Zukunft bis ca. 2030 andeutet.
- Thomas Koch argumentiert in seinem Kommentar vom 14.08.2026, dass die prognostizierte Disruption eher Gewinner (Independents, Werbetreibende) und neue Geschäftsmodelle wie Beratungen oder Start-ups hervorbringt als einen universellen Kollaps.
Verknüpfte Unternehmen
11 verknüpfte Unternehmen“Gartner ('World Authority on AI') published a forecast predicting that by 2028 more than 70% of ad spend will run through self‑service adver...”
“GroupM's CEO Brian Lesser said in 2025: 'Within five years, there is no human that touches a media plan,' projecting the end of human media ...”
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Ontologie & Marktkonzepte
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Gartner: KI ersetzt drei von vier Mediaplanern bis 2028
Gartner prognostiziert, dass künstliche Intelligenz rund 70 Prozent der operativen Aufgaben in der Mediaplanung automatisieren wird. Bis 2028 sollen mehr als 70 Prozent der globalen digitalen Werbeausgaben – in den USA sogar rund 80 Prozent – über KI-gestützte Self-Serve-Werbeplattformen fließen. Der Bericht hebt hervor, dass insbesondere große Systeme wie Google, Meta und Amazon durch integrierte KI-Funktionen die Zielgruppenanalyse, das Targeting, die Budgetallokation, das Bidding und die Werbemittelauswahl automatisieren. Gartner warnt jedoch, dass diese Plattformeffizienzen die Abhängigkeit von den Plattformbetreibern erhöhen und weder zwangsläufig zu niedrigeren Kosten noch zu vollständig transparenten Kampagnenökonomien führen. Werbetreibende sollten daher konsequent auf First-Party-Data setzen, Plattformen bedacht auswählen und unabhängige Measurement-Lösungen nutzen, um die Kampagnenleistung und -wirtschaftlichkeit zu validieren, statt sich ausschließlich auf plattformeigene Attribution zu verlassen.
Mediaagenturen prognostizieren Zeitenwende durch KI-Werbung und Conversational Ads
Der Trendmonitor Mediaagenturen 2026 von BVDW und Die Mediaagenturen e.V. signalisiert einen fundamentalen Wandel im Werbemarkt. Aktuell verzeichnen 70 Prozent der Mediaagenturen eine starke Nachfrage nach Digitalwerbung (Vorjahr: 40 Prozent) und prognostizieren für 2027 ein Wachstum von acht Prozent. Während klassisches Search Engine Advertising (SEA) massiv an Bedeutung verlieren dürfte, gewinnen KI-gestützte Kampagnen und Conversational Ads rasant an Relevanz. Video bleibt kurzfristig führend, wird jedoch binnen fünf Jahren voraussichtlich hinter KI-Werbung sowie SEO/GEO auf Platz drei zurückfallen. Parallel dazu treiben Agenturen die Etablierung einheitlicher Identity-Management-Lösungen für die Kampagnensteuerung voran. Angesichts zunehmender Automatisierung von Routineprozessen verschiebt sich das Agenturgeschäft beschleunigt hin zu strategischer Beratung und agentischem Paid Media.
Verndale startet AI-Visibility- und Content-Supply-Chain-Services
Verndale, eine Digitalberatung, hat neue Services eingeführt, die Marketern helfen, die Sichtbarkeit ihrer Marke in KI-generierten Antworten zu messen und zu verbessern. Da KI-Assistenten wie ChatGPT und Google AI Overviews zunehmend Recherche- und Kaufentscheidungen beeinflussen, müssen Marken wissen, ob sie in diesen Antworten erwähnt, empfohlen und korrekt beschrieben werden. Verndales Services umfassen eine AI-Visibility-Analyse, die echte Publikumsfragen über große KI-Plattformen testet und Lücken bei Markenerwähnungen und Zitaten identifiziert. Zudem bieten sie eine AI-Ready Content Supply Chain Assessment zur Optimierung der Content-Operationen für die KI-Ära. Das Unternehmen zitiert Forschung von SparkToro, wonach 68% der Google-Suchen ohne Klick enden, und Gartner, wonach 45% der B2B-Käufer generative KI für Kaufrecherchen nutzen. Eine Fallstudie mit der Quinnipiac University zeigte deutliche Verbesserungen bei Content-Optimierung und KI-Bereitschaft durch gesteuerte Agenten-Workflows.
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