Beobachtetes Signal · 2. Juli 2023 · Regulation · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Tech-Unicorns und VCs fordern Nachbesserung beim EU AI Act
Mehr als 100 Führungskräfte europäischer Tech-Unicorns, Venture-Capital-Firmen und Großkonzerne – darunter Vertreter von Atomico, Celonis, Mistral AI, Airbus und der Deutschen Telekom – haben in einem offenen Brief eine Überarbeitung des vom EU-Parlament verabschiedeten AI Act gefordert. Die Unterzeichner warnen vor massiven Schäden für die europäische Wettbewerbsfähigkeit, unverhältnismäßigen Compliance-Kosten für Foundation Models und einer Abwanderung von KI-Unternehmen und Investoren. Sie verweisen auf eine Stanford-Studie, wonach kein aktuelles Basismodell die strengen Anforderungen erfüllt. Gegenstimmen, wie die der Vizepräsidentin des European AI Forum Jeanette Gorzala, werten die Kritik hingegen als unbegründet und betonen, dass die Verordnung einen praktikablen Kompromiss darstellt. Diese Kontroverse verdeutlicht den anhaltenden Konflikt zwischen innovationsfördernder Flexibilität und strenger Regulierung im europäischen Raum, was weitreichende Konsequenzen für KI-gestützte Anwendungen in der gesamten Digitalwirtschaft haben wird.
Die EU-Regulierung für KI stellt einen systemischen Politikwandel dar, der sämtliche daten- und KI-basierten Technologien in Advertising und Marketing direkt beeinflusst; der offene Brief verdeutlicht den massiven Widerstand der Industrie gegen drohende Innovationshemmnisse.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Über 100 Führungskräfte aus Tech-Unicorns, VCs und Großkonzernen fordern in einem offenen Brief eine Aufweichung des EU AI Act.
- Das Europäische Parlament hat am 14. Juni 2023 über den AI Act abgestimmt.
- Eine zitierte Stanford-Studie belegt, dass kein aktuelles Foundation Model die strengen regulatorischen Anforderungen vollständig erfüllt.
- Jeanette Gorzala vom European AI Forum kritisiert die Forderungen als unbegründet und verteidigt den AI Act als tragfähigen Kompromiss.
- Zu den namhaften Unterzeichnern gehören unter anderem Spitzenkräfte von Atomico, Celonis, Mistral AI, Airbus, Siemens und der Deutschen Telekom.
Verknüpfte Unternehmen
13 verknüpfte Unternehmen“The open letter was signed by Niklas Zennström of Atomico....”
“The open letter was signed by Bastian Nominacher of Celonis....”
“The open letter was signed by the founders of Mistral AI....”
“The open letter was signed by the CEOs of Airbus, Deutsche Telekom, InstaDeep, Siemens, Peugeot, Renault, Burda, Merck, Schibsted and TUI....”
“The open letter was signed by the CEOs of Airbus, Deutsche Telekom, InstaDeep, Siemens, Peugeot, Renault, Burda, Merck, Schibsted and TUI....”
“The open letter was signed by Hanno Renner of Personio....”
“The open letter was signed by Nicolas Julia of Sorare....”
“The open letter was signed by the CEOs of Airbus, Deutsche Telekom, InstaDeep, Siemens, Peugeot, Renault, Burda, Merck, Schibsted and TUI....”
“The open letter was signed by the CEOs of Airbus, Deutsche Telekom, InstaDeep, Siemens, Peugeot, Renault, Burda, Merck, Schibsted and TUI....”
“The open letter was signed by the CEOs of Airbus, Deutsche Telekom, InstaDeep, Siemens, Peugeot, Renault, Burda, Merck, Schibsted and TUI....”
“Google did not release its AI chatbot Bard in EU countries over fears of legal problems under the AI Act....”
“The open letter was signed by Nicolas d’Audiffret of Ankorstore....”
“The open letter was signed by the CEOs of Airbus, Deutsche Telekom, InstaDeep, Siemens, Peugeot, Renault, Burda, Merck, Schibsted and TUI....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Ecosia wechselt von Mistral zu chinesischen Open-Source-KI-Modellen
Die europäische Suchmaschine Ecosia hat ihren KI-Anbieter vom französischen Startup Mistral auf offene Modelle umgestellt, darunter chinesische wie Alibabas Qwen, Z.ais GLM und Moonshot AIs Kimi. CEO Christian Kroll zeigte sich enttäuscht von der Qualität der Mistral-Modelle, die etwa ein Jahr hinter der Konkurrenz zurückliegen sollen, sowie von häufigen Serverüberlastungen. Ecosia nutzt nun Modelle über die deutsche Plattform Melious, die offene KI-Modelle auf Servern in der EU betreibt, was die KI-Kosten halbierte und die Leistung verbesserte. Der Wechsel erfolgt, während Mistral Large 4 vorstellt, das stärkste Modell, das in Europa trainiert wurde und dessen Gewichte Ende Oktober veröffentlicht werden sollen. Trotz 38,4 Punkten im Intelligence Index belegt es Platz acht unter offenen Modellen, hinter sieben chinesischen Modellen. Der Fall verdeutlicht das Dilemma der europäischen KI-Souveränität: Top-Open-Modelle stammen überwiegend aus China, auch wenn sie auf europäischen Servern laufen. Mistral hostet selbst chinesische Modelle wie GLM auf seiner Neocloud-Plattform, während CEO Arthur Mensch die Stärken von Large 4 etwa bei der Cyberabwehr betont.
Ecosia wechselt von Mistral zu chinesischen KI-Modellen
Die Berliner Suchmaschine Ecosia hat den französischen KI-Anbieter Mistral fallen gelassen und setzt nun auf offene Modelle, darunter chinesische wie Qwen (Alibaba), GLM (Z.ai) und Kimi (Moonshot AI), wie Politico berichtet. Ecosia-Chef Christian Kroll zeigte sich Berichten zufolge enttäuscht von der Qualität der Mistral-Modelle, die der Konkurrenz rund ein Jahr hinterherhinken, und stellte auch Mistrals Souveränität wegen internationaler Investoren infrage. Die neuen Modelle bezieht Ecosia über die deutsche Plattform Melious, die offene KI-Modelle auf Servern in acht EU-Ländern betreibt; dadurch halbierten sich die KI-Kosten bei gestiegener Leistung. Mistral hat derweil Large 4 veröffentlicht, ein Modell mit einer Billion Parametern, das in europäischen Rechenzentren trainiert wurde, aber im Ranking offener Modelle nur Platz 8 erreicht – alle sieben Modelle davor stammen aus China. Dies verdeutlicht das Souveränitäts-Dilemma: Selbst Mistral hostet inzwischen chinesische Modelle wie GLM in seiner Neocloud.
Claude arbeitet jetzt direkt in Google Docs, Sheets und Slides
Anthropic hat eine neue Erweiterung angekündigt, die seinen KI-Assistenten Claude direkt in Google Workspace-Apps, insbesondere Google Docs, Sheets und Slides, integriert. Die Erweiterung ist im Google Workspace Marketplace erhältlich. In Google Docs kann Claude Sätze oder Passagen bearbeiten und dabei die Formatierung beibehalten; größere Änderungen können über Kommentare vorgeschlagen werden, die der Nutzer erst freigeben muss. In Sheets kann Claude Formeln umschreiben, neue Tabs hinzufügen und Tabellen bearbeiten. In Slides kann Claude neue Präsentationen basierend auf Vorlagen erstellen und schwer lesbare oder nicht sichtbare Elemente markieren. Die Nutzer haben die Kontrolle über den Autonomiegrad von Claude: Standardmäßig fragt die KI vor Änderungen nach, optional kann ein automatischer Bestätigungsmodus aktiviert werden. Diese Integration ist eine Alternative zu Googles eigenem KI-Assistenten Gemini.
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