Beobachtetes Signal · 4. Aug. 2026 · Lawsuit · Quelle: Adweek · Relevanz: 5/5 · Sentiment: Negativ

Teads verklagt Google wegen anhaltender Ad-Auction-Missbräuche

Zusammenfassung des Signals

Teads hat beim U.S. District Court für den Southern District of New York eine 85-seitige Kartellrechtsklage gegen Google/Alphabet eingereicht. Demnach soll Google wettbewerbswidrige Ad-Tech-Praktiken nach versprochenen Reformen fortgeführt haben. Die Klage wirft Google vor, Google Ads an AdX zu binden, Auktionsmechaniken wie Last Look/First Look sowie das als Project Bernanke bekannte Bid-Rigging-Schema beizubehalten, wodurch rivalisierende Exchanges zwischen 2017 und 2023 schätzungsweise 6,88 Billionen Impressions verloren hätten. Teads fordert dreifache Schadensersatzzahlungen, Strafschadensersatz und weitere Restitutionen, während Google die Vorwürfe als unbegründet zurückweist und einen Antrag auf Abweisung gestellt hat. Die Klage reiht sich nach einem richtungsweisenden Bundesurteil im Eastern District of Virginia in eine Welle von Klagen anderer SSPs ein, während gleichzeitig die regulatorische Überprüfung in der EU und im UK anhält.

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Hohe Konfidenz

Dass eine führende SSP Google wegen mutmaßlich anhaltender Missbräuche bei Ad-Exchanges und Auktionsmechaniken verklagt, folgt auf ein wegweisendes US-Urteil und ist Teil einer breiteren Klagewelle, die strukturelle Veränderungen für Open-Web-Ad-Auctions erzwingen könnte.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Teads reichte eine 85-seitige Kartellrechtsklage im Southern District of New York ein und wirft Google/Alphabet wettbewerbswidrige Ad-Tech-Praktiken vor.
  • Die Klage beschuldigt Google der Kopplung von Google Ads an AdX, der Beibehaltung von Last Look/First Look sowie Project Bernanke und beziffert den Verlust für rivalisierende Exchanges auf 6,88 Billionen Impressions (2017–2023).
  • Teads fordert dreifachen Schadensersatz und Strafzahlungen; Google bezeichnet die Vorwürfe als unbegründet und strebt eine Abweisung an.
  • Die Klage folgt auf ein Urteil im Eastern District of Virginia zur Monopoliserung des Open-Web-Display-Exchange-Marktes und schließt an Klagen weiterer SSPs an.
  • Regulatorische Prüfungen dauern in der EU (möglicher Ansatzpunkt von 2,95 Milliarden Euro) und im UK an, während Teads die kommerziellen Beziehungen zu Google fortführt.

Verknüpfte Unternehmen

9 verknüpfte Unternehmen

“Teads, an adtech platform that helps web and mobile publishers monetize their digital content, is suing Google, claiming some anti-competiti...”

“A Google spokesperson called the allegations “meritless” in a statement to ADWEEK, adding, “Advertisers and publishers have many choices, an...”

“Teads is the fifth supply-side platform (SSP) to sue Google over the last year, joining a roster of litigants that includes Index Exchange, ...”

“Teads is the fifth supply-side platform (SSP) to sue Google over the last year, joining a roster of litigants that includes Index Exchange, ...”

“Teads is the fifth supply-side platform (SSP) to sue Google over the last year, joining a roster of litigants that includes Index Exchange, ...”

“Teads is the fifth supply-side platform (SSP) to sue Google over the last year, joining a roster of litigants that includes Index Exchange, ...”

““We believe Google’s practices artificially suppressed fair competition and hindered innovation,” Teads CEO David Kostman told ADWEEK....”

Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: Adweek•Veröffentlicht: 4. Aug. 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Teads Sues Google, Claiming Some Disputed Ad Practices Were Never Really Retired”

Verwandte Marktsignale & Trends

Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.

Regulation5. Aug. 2026

Teads Sues Google; Apple Challenges UK Encryption Demands

A digest covering three items: Teads has filed an 85-page lawsuit against Google alleging continued anti-competitive ad practices that cost rival exchanges an estimated 6.88 trillion impressions between 2017 and 2023; Teads is the fifth SSP to sue Google after an April 2025 ruling found some Google ad tech practices unlawful. Apple has renewed legal action against the UK government by filing a complaint with the Investigatory Powers Tribunal over a technical capability notice demanding access to encrypted iCloud backups for UK users. Separately, Guideline SMI data shows the Australian advertising market returned to growth in June (+0.3% year‑on‑year) with first-half calendar-year growth of 0.4%; notable sector moves include government advertising (+50.1%) and retail online digital (+44.1%).

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AdTech Platform15. Okt. 2025

Googles Buy-Side-Kartellproblem: Kartellrechtliche Risiken durch Third-Price Auctions

Der Artikel analysiert, dass sich kartellrechtliche Prüfungen bislang zu stark auf die Sell-Side von Google konzentriert haben, während Praktiken auf der Buy-Side vernachlässigt wurden. DV360 gilt zwar als grösster Demand-Side Platform, hält jedoch weniger als 50 % Marktanteil, und Google Ads konkurriert direkt mit Meta, Amazon und TikTok um Werbebudgets. Zivilklagen offenbaren jedoch wettbewerbswidriges Verhalten auf der Buy-Side, insbesondere durch sogenannte „Third-Price Auctions“ bei der Gebotsabgabe von AdWords in AdX. Das interne gTrade-Quant-Team von Google soll dabei niedrigen Wettbewerb ausgeglichen haben, indem die beiden höchsten AdWords-Gebote an AdX übermittelt wurden, wodurch der Zuschlagspreis knapp über dem zweiten Gebot lag. Über 90 % der AdWords-Ausgaben flossen in AdX, wobei schätzungsweise 6 Milliarden US-Dollar jährlich – und rund 30 Milliarden US-Dollar über ein Jahrzehnt hinweg – von diesen Praktiken betroffen waren. Dieser bis 2018 genutzte Mechanismus begründet erhebliche Haftungsrisiken für Google nach dem Sherman Act und verdeutlicht breitere Buy-Side-Risiken im gesamten AdTech-Ökosystem.

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Regulation2. Okt. 2025

OpenX verklagt Google wegen angeblich manipulierter Werbeauktionen

Das AdTech-Unternehmen OpenX hat eine Kartellrechtsklage gegen Google eingereicht und wirft dem Tech-Giganten vor, durch Programme wie „Project Poirot“ und manipulative Taktiken Werbeauktionen manipuliert zu haben. Dadurch sei das Ad-Server-Geschäft von OpenX zerstört worden, weshalb nun Schadensersatz in Höhe von Hunderte Millionen US-Dollar gefordert wird. Laut Klageschrift musste OpenX seine Ad-Server-Sparte im Jahr 2019 schließen und fast die Hälfte der Belegschaft entlassen. Die Klage folgt auf einen jüngsten Sieg des US-Justizministeriums (DOJ) gegen das AdTech-Geschäft von Google und bekräftigt Vorwürfe der Auktionsmanipulation sowie illegaler Kopplungsgeschäfte, die ein Bundesgericht in Virginia bereits als rechtswidrig eingestuft hatte. Der Rechtsstreit unterstreicht die anhaltenden juristischen Folgen des Google-Monopolurteils und könnte weitere private Schadensersatzklagen nach sich ziehen, auch wenn OpenX bei anderen Initiativen weiterhin mit Google Cloud partnerschaftlich zusammenarbeitet.

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