Beobachtetes Signal · 15. Juli 2026 · Research Study Release · Quelle: DWDL · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Netflix ist die sichtbarste App auf Smart-TV-Oberflächen
Eine neue Plattformstudie der AGF Videoforschung verknüpft technische Smart-TV-Standardeinstellungen mit dem Nutzerverhalten, um TV-User-Journeys in Deutschland zu kartieren. Grundlage sind über 2.500 Kantar-Interviews von Februar bis April. Die Ergebnisse zeigen, dass das Einschalten des Fernsehers fast ausschliesslich über die Fernbedienung erfolgt (96,8 %). Nach dem Einschalten landet die Mehrheit direkt beim klassischen Live-TV (68,2 %), während 29,6 % eine Benutzeroberfläche sehen, die weiteres Handeln erfordert. Netflix erweist sich als die auf Smart-TV-Home-Screens am häufigsten sichtbare App (47,4 %). Zudem verfügen 54,0 % der Befragten über mindestens eine Direkttaste für Streaming-Dienste auf der Fernbedienung. Die Studie belegt ausserdem, dass jüngere Zuschauer häufiger direkt in Streaming-Diensten starten und der Zugriff auf Mediatheken zunehmend vom Red Button zu Internetmenüs oder App-Kacheln wandert.
Die AGF-Plattformstudie liefert wertvolle Einblicke in Smart-TV-UX, App-Sichtbarkeit und Fernbedienungs-Tasten – entscheidend für CTV-Distribution, Publisher-Reichweitenplanung und Streaming-Ad-Strategien, wenngleich es sich um eine Marktforschung und keine technische Plattformänderung handelt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- AGF Videoforschung verknüpfte technische Smart-TV-Standards mit der User-Navigation; Kantar führte zwischen Februar und April über 2.500 Interviews durch.
- 96,8 % der Befragten schalten den Fernseher per klassischer Fernbedienung ein; Smartphone-Apps (1,0 %) und Sprachsteuerung (0,6 %) spielen eine untergeordnete Rolle.
- Netflix ist auf 47.4 % der Smart-TV-Benutzeroberflächen sichtbar; YouTube (41,9 %) und Prime Video (41,8 %) folgen auf den Plätzen.
- 54,0 % der Befragten haben mindestens eine Streaming-Direkttaste auf der Fernbedienung (zuvor 46,7 %); eine Netflix-Taste ist auf 52,3 % der Fernbedienungen vorhanden.
- 79,2 % starten gewöhnlich mit Live-TV nach dem Einschalten; 26,8 % starten direkt mit einem Streaming-Dienst (bei den 14- bis 29-Jährigen sind es 48,6 %).
Verknüpfte Unternehmen
11 verknüpfte Unternehmen“Most frequently, Netflix is visible on the user interface of Smart TVs (47.4 percent)....”
“For many years AGF Videoforschung has examined the development of television usage in Germany within its platform study; the latest study fi...”
“For the investigation the market research institute Kantar conducted more than 2,500 interviews between February and April....”
“YouTube is visible on 41.9 percent of Smart-TV surfaces, making it the second most-visible app....”
“Prime Video appears on 41.8 percent of Smart-TV user interfaces....”
“The ARD Mediathek is directly visible on 36.7 percent of Smart-TV surfaces....”
“The streaming portal of ZDF is directly visible on 32.2 percent of Smart-TV surfaces....”
“Joyn is directly visible on 21.4 percent of Smart-TV surfaces (lower than Netflix, YouTube, Prime Video, and Disney+)....”
“Disney+ is directly visible on 26.7 percent of Smart-TV surfaces, ahead of RTL+ and Joyn in that metric....”
“HBO Max, launched earlier this year, is visible on 1.7 percent of Smart-TV user interfaces according to this count....”
“HBO Max, launched earlier this year, is visible on 1.7 percent of Smart-TV user interfaces according to this count....”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Netflix und YouTube sind die sichtbarsten Apps auf Smart-TVs
Eine Plattformstudie der AGF Videoforschung in Deutschland hat untersucht, welche Apps direkt auf den Benutzeroberflächen von Smart-TVs sichtbar sind. Demnach ist Netflix mit rund 47 Prozent die sichtbarste App, gefolgt von YouTube mit etwa 41,9 Prozent und Prime Video mit rund 41,8 Prozent. Auch die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF gehören zu den prominent platziertesten Kacheln. Trotz der hohen App-Sichtbarkeit auf den Startbildschirmen sehen die meisten Zuschauer beim Einschalten ihres Geräts nach wie vor einen linearen TV-Sender: 68.2 Prozent treffen beim Einschalten auf Live-Programm, während 29.6 Prozent eine TV-Benutzeroberfläche sehen. Der Sport-Streamer DAZN taucht im AGF-Ranking nicht unter den 15 sichtbarsten Apps auf.
Smart‑TV-Homescreen entwickelt sich zur zentralen CTV-Planungsgröße
Der „Behind the Screens 2026“-Report von Samsung Ads – basierend auf First-Party-Telemetriedaten von über 73 Millionen verbundenen Samsung TVs in Europa sowie einer Befragung von 15.000 Smart‑TV-Besitzern in Deutschland, UK, Frankreich, Italien und Spanien – zeigt, dass der Smart‑TV-Homescreen zum zentralen Einstiegspunkt für Zuschauer wird. Die Studie verzeichnet eine steigende App-Aktivität (deutsche App-Starts stiegen um 5 % auf 4,83 Milliarden; EU5-App-Starts legten um 8 % auf 18,4 Milliarden zu) und belegt, dass Nutzer Inhalte zunehmend nach Titeln statt nach Plattformen wählen. Wichtige Implikationen für Advertiser: Die Planung muss geräteübergreifende Nutzungskonvergenzen zwischen Linear-TV, Streaming, Gaming und App-Oberflächen berücksichtigen; AVOD wächst; jüngere Zielgruppen nutzen mehr Apps und wechseln flexibel zwischen Diensten; zudem entfällt ein Großteil des klassischen Linear-TV-Konsums weiterhin auf einen kleinen Haushaltsanteil.
AGF-Plattformstudie 2026-I: Discovery prägt die Zukunft des Fernsehens
Die AGF-Plattformstudie 2026-I zeigt, dass das lineare Fernsehen zwar das primäre Einsteigertor für den Videokonsum in Deutschland bleibt, Smart-TV-Benutzeroberflächen, Streaming-Apps und Direktwahltasten auf Fernbedienungen jedoch zunehmend steuern, welche Inhalte Zuschauer entdecken. Laut der Studie nutzen 56,2 Prozent der Deutschen Plattformtasten zumindest gelegentlich, während der Anteil der Intensivnutzer leicht zurückgegangen ist. Diese Ergebnisse verdeutlichen eine Verschiebung bei den Gatekeepern der Content Discovery, was direkte Auswirkungen auf Broadcaster, Streaming-Dienste und TV-Werbetreibende hat. Die veränderten Zugangswege beeinflussen maßgeblich die Sichtbarkeit von Inhalten, den Inventarzugang sowie die Monetarisierungsstrategien im deutschen Fernsehmarkt.
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