Beobachtetes Signal · 15. Apr. 2025 · Technical Release · Quelle: Marketecture · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
MFA-Skandal: Forbes-Werbedruck und Supply-Chain-Risiken im Fokus
Die Berichterstattung von Marketecture beleuchtet die anhaltende MFA-Kontroverse (Made For Advertising), ausgelöst durch einen Adalytics-Bericht über Forbes. Die Untersuchung wirft Forbes vor, eine parallele Website mit extrem hoher Werbebelastung betrieben zu haben, um programmatische Budgets auszuschöpfen, wobei ein einzelner Artikel angeblich in eine Slideshow mit Hunderten von Ads verwandelt wurde. Laut Adalytics stammten rund 70 Prozent des Traffics von www3.forbes.com über Outbrain und Taboola aus bezahlten Empfehlungen, was Fragen zur Integrität von MFA-Publishern aufwirft. Der Bericht kritisiert Verifizierer wie IAS und DV, da entsprechende Erkennungstools erst kürzlich eingeführt wurden und Ads trotz Domain-Laundering und falscher Prebid-Konfiguration ausspielbar waren. Zudem werden Auswirkungen auf die Supply-Chain, SSPs, Demand-Side Platform The Trade Desk sowie M&A-Aktivitäten wie die geplante Übernahme von AdTheorent durch Cadent analysiert. Dies verdeutlicht breitere Branchentrends hin zu Brand Safety, Messbarkeit und Betrugsprävention.
Der branchenrelevante MFA-Betrugsfall um Forbes hat weitreichende Implikationen für Verifizierer, die Definition von MFA und die Integrität von Measurement-Lösungen im programmatischen Ökosystem.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Forbes soll über www3.forbes.com eine drastisch erhöhte Werbebelastung mit bis zu 201 Ads pro Artikel betrieben haben.
- Laut Adalytics stammten etwa 70 Prozent des Traffics von www3 Forbes von Outbrain, Taboola und ähnlichen Netzwerken.
- Forbes soll die Prebid-Konfiguration falsch dargestellt haben; Verifizierer wie IAS und DV veröffentlichten MFA-Erkennungstools erst kürzlich.
- Vier SSPs monetarisierten den www3-Content, während Einkäufer The Trade Desk nutzten und Probleme beim Identity Management auftraten.
- Cadent plant die Übernahme von AdTheorent für 3,21 US-Dollar pro Aktie (ca. 2x Bruttoumsatz).
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Chrome CrUX-Admetriken zielen auf MFA-ähnliche Seitenqualität
In einer Meinungskolumne untersucht Shirley Marschall zwei Wege, wie Premium-Werbeinventar an Qualität verlieren kann: Kontamination (Bad Actors in der Lieferkette) und Konvergenz (unabhängige Publisher, die aufgrund wirtschaftlichen Drucks aggressive Monetarisierung übernehmen). Sie zitiert Adalytics' Forschung, die MFA-Inventar in PMP-Deals zeigt, sowie einen Fall von T-Mobiles Noam Gissis, bei dem eine Premium-News-Seite Browser zum Absturz brachte und Fragen aufwirft, ob MFA-Red Flags außerhalb von MFA-Seiten entstehen. Der Artikel hebt Googles neue experimentelle CrUX-Admetriken (Ad Count, Ad Density, Ad Weight by CPU, Ad Weight by Network) als browserbasierte Messebene für Inventarqualität hervor, die Werbetreibenden helfen könnte, die Nutzererfahrung über den Supply Path hinaus zu bewerten.
Open Web Werbung: Renaissance im Performance-Marketing
Der Artikel argumentiert, dass das Open Web nicht tot ist, sondern eine Renaissance erlebt, da performance-orientierte Werbetreibende günstigere Alternativen zu Walled Gardens suchen. Branchenvertreter wie Eric Tilbury von Inuvo und Cory Dobbin von Otherside heben den Wert von Display-Anzeigen und programmatischem Einkauf hervor, trotz Banner-Blindheit und steigender Kosten auf Plattformen wie Meta und Google. Die Definition des Open Web erweitert sich, um CTV und Streaming-Plattformen einzuschließen, wie bei The Trade Desks SP500+ zu sehen ist. Unternehmen wie Taboola konsolidieren das Inventarmanagement für Publisher wie Microsoft und NBC. Werbetreibende erkennen zunehmend den Preisvorteil und die ehrliche Messung des programmatischen Open Web an, obwohl die Kennzahlen aufgrund reduzierten Junk-Traffics schlechter aussehen können. Der Artikel deutet an, dass das Open Web sich zwar verändert hat, aber ein tragfähiger und unterbewerteter Kanal bleibt.
AdExchanger-Podcast: Infillion-Foursquare, Taboola-Dianomi, WarnerMount-Fusion
In dieser AdExchanger-Podcast-Folge werden zwei AdTech-Akquisitionen vom letzten Freitag besprochen: die Übernahme von Foursquare durch Infillion, die Standortdaten zum AdTech-Stack hinzufügt, und die Übernahme von Dianomi durch Taboola, die auf die Finanzvertikale abzielt. Chefredakteurin Allison Schiff erläutert die Beweggründe und mögliche Synergien. Zudem wird die Fusion von Warner Bros. und Paramount, inzwischen 'WarnerMount' genannt, behandelt, da das größte kartellrechtliche Hindernis ausgeräumt wurde: Kalifornien und elf weitere Bundesstaaten legten ihre Klage bei. Paramount hatte zuvor mit dem Verlassen Kaliforniens gedroht, was den Vergleich begünstigte. Eine neue rechtliche Herausforderung wird als weniger gewichtig eingestuft. Die Diskussion beleuchtet strategische Schritte in der AdTech-Konsolidierung und die erhebliche regulatorische Kontrolle von Medienfusionen.
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