Beobachtetes Signal · 11. Juni 2026 · Interview · Quelle: VideoWeek · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
C-Flight und Origin könnten Videoreichweiten übergreifend vereinen
In einem Interview betont Samantha Doughty, AV Investment Director bei Zenith, dass Reichweite und Frequenz weiterhin die wichtigsten Metriken für Video- und Connected TV-Werbung sind, während eine konsistente Messung im fragmentierten Video-Ökosystem nach wie vor fehlt. Sie fordert die Branche auf, audiovisuelle Medien als vernetzte Lösung statt in getrennten Silos wie BVOD, SVOD, FAST und linearem Fernsehen zu betrachten. Projekte wie C-Flight und Origin zielen darauf ab, die Reichweitenmessung über verschiedene Video-Umgebungen hinweg zu verknüpfen, was Doughty als massiven Fortschritt bezeichnet. Als zentrale AdTech-Lösung zur Vereinheitlichung von Anbieterzugängen und zur Steuerung von Reichweite und Frequenz mittels Identity Management nennt sie PMX Lift von Publicis. Zudem plädiert der Beitrag für eine klarere Branchensprache und ein stärkeres Broadcaster-Marketing.
Initiativen zur plattformübergreifenden Reichweitenmessung und Identity-Anbindung über Connected TV und Streaming (C-Flight, Origin, PMX Lift) adressieren eine zentrale Herausforderung des Marktes. Dies verbessert Mediaplanung und Einkauf erheblich, ist jedoch noch kein flächendeckender Industriestandard.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Samantha Doughty, AV Investment Director bei Zenith, sprach am 11. Juni 2026 mit VideoWeek.
- Laut Doughty sind Reichweite und Frequenz die wichtigsten Metriken im Video- und Connected TV-Bereich.
- Der Branchen fehlt eine konsistente, medienübergreifende Messung über BVOD, SVOD, FAST und lineares Fernsehen hinweg.
- Die Initiativen C-Flight und Origin arbeiten an der Vernetzung der Reichweitenmessung über verschiedene Video-Kanäle.
- PMX Lift von Publicis bündelt den Zugang zu BVOD/ASVOD-Anbietern und nutzt Identity Management zur Steuerung von Reichweite und Frequenz.
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CTV-Konsolidierungswelle trifft bei Measurement auf strategische Grenzen
Alex Yip, Director of Product Strategy bei AppsFlyer, analysiert die Konsolidierung im Connected TV (CTV)-Ökosystem: Während Unternehmen zunehmend die Kontrolle über Bildschirme, Infrastruktur (Pipes), Checkout und Measurement anstreben, folgt die Erfolgsmessung einer anderen ökonomischen Logik. Während Inventar, Supply-Pfade und First-Party-Commerce-Daten durch proprietären Besitz an Wert gewinnen, erfordert Measurement inhärent Neutralität, Interoperabilität und plattformübergreifende Visibilität. Jüngste M&A-Aktivitäten wie Walmart/Vizio/Vibe, Mediaocean/Innovid, DoubleVerify/Rockerbox oder iSpot/605 verdeutlichen den Aufbau integrierter CTV-Stacks. Dennoch konsolidiert sich das Measurement primär auf einer eigenen, unabhängigen Ebene. Das Spannungsfeld zwischen geschlossenen Closed-Loop-Plattformen und der steigenden Nachfrage der Advertiser nach neutraler Omnichannel-Attribution bleibt der zentrale strategische Konflikt dieses Konsolidierungszyklus.
Viant-TVision-Deal verstärkt Forderung nach einheitlicher Connected TV-Messung
Ein von ADWEEK und Viant veranstaltetes Panel im Rahmen von House Possible beleuchtete zentrale Fragen zu Messung, Transparenz und Einkaufspraktiken im Bereich Connected TV. Viants Chris Vanderhook betonte den Wunsch von Vermarktern nach einem einheitlichen, unabhängigen Messsystem und verwies auf die jüngstige Übernahme von TVision, einem Anbieter für Aufmerksamkeits- und Publikumsanalysen mittels Kamera- und Eye-Tracking-Technologie. Neben TVision-CEO Yan Liu diskutierten Führungskräfte von Agenturen und Marken wie Spark Foundry, Marriott International, Molson Coors und Chobani über Inventartransparenz, präzisere Angebotsdaten im programmatischen Einkauf sowie die unveränderte Relevanz starker Werbemittel zur Ansprache abgelenkter Zuschauer. Die Runde unterstrich die Intransparenz bei App- und Sendungs-Placements und forderte sowohl Einkäufer als auch Publisher zu mehr Datentransparenz auf, um Connected TV effizient zu skalieren.
Ganzheitliche Bewegtbild-Strategien: Antworten auf die zunehmende Video-Fragmentierung
Der Bewegtbildmarkt fragmentiert zunehmend über lineares TV, Connected TV (CTV), Social Video, Digital Out-of-Home und Programmatic Cinema hinweg. Im Vorfeld der ADZINE CONNECT VIDEO rückt die Abkehr von kanalzentrierter Planung hin zu holistischen, nutzerzentrierten Strategien in den Fokus. Führende Agenturvertreter wie Publicis Media, Carat Deutschland und Unbound Media betonen die Notwendigkeit, Formate entlang der gesamten Customer Journey aufeinander abzustimmen. Da traditionelle Metriken wie die Nettoreichweite isoliert nicht mehr ausreichen, gewinnt die crossmediale Datenintegration massiv an Bedeutung. Agenturen kombinieren Messdaten der AGF, ACR-Technologien (Samsung, Samba TV) sowie Telekommunikationsdaten mit Lösungen von Nielsen oder AudienceProject für deduplizierte Reichweiten. Der datenschutzkonforme Abgleich erfolgt zunehmend über Data Clean Rooms. Branchenexperten fordern einheitliche Industriestandards und eine verlässliche Single Source of Truth, da skalierbare programmatische Automatisierung ohne harmonisierte Metriken in ineffizienter Komplexität erstickt.
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