Beobachtetes Signal · 19. Mai 2026 · Regulation · Quelle: t3n · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Warum verbotene Produkte trotz EU-Regulierung auf großen Marktplätzen verfügbar bleiben
Eine Analyse des vzbv zeigt, dass gefährliche und rechtlich unzulässige Produkte weiterhin auf führenden Online-Marktplätzen vertrieben werden. Gestützt auf die Transparenzdatenbank des DSA (Digital Services Act) ergab die Untersuchung, dass die fünf besuchstuchstärksten Marktplätze in Deutschland im November 2025 EU-weit knapp 70 Millionen Angebote löschten, darunter rund 30 Millionen als unsicher oder verboten eingestufte Artikel. Lediglich in 759 Fällen wurde explizit auf EU Safety Gate-Warnungen Bezug genommen. Im Durchschnitt lagen diese Warnungen vor dem Online-Angebot der Produkte bereits 338 Tage zurück. Zu den dokumentierten Beispielen gehört ein bleibelastetes Kuscheltier sowie ein Rasierer, der trotz Stromschlaggefahr über vier Jahre hinweg angeboten wurde. Der vzbv fordert strengere Vorab-Prüfungen und engmaschigere Kontrollen. Plattformen wie Amazon betonen hingegen die Einhaltung der DSA-Vorgaben.
Der Bericht offenbart gravierende Kontrolldefizite bei der Umsetzung von DSA-Vorgaben auf E-Commerce-Marktplätzen mit direkten Auswirkungen auf das Verbrauchervertrauen, die Produktsicherheit und die Plattform-Governance im Retail-Ökosystem.
Marktsignale zu Amazon in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Eine vzbv-Analyse basierend auf der DSA-Transparenzdatenbank ergab, dass die fünf besucherstärksten Marktplätze in Deutschland im November 2025 EU-weit fast 70 Millionen Angebote löschten.
- Etwa 30 Millionen dieser gelöschten Angebote waren als unsicher oder nach EU-Recht verboten eingestuft.
- Die Plattformen verwiesen bei rund 30 Millionen unsicheren oder verbotenen Produktangeboten in nur 759 Fällen explizit auf EU Safety Gate-Warnungen.
- Im Durchschnitt waren Safety Gate-Warnungen bereits 338 Tage vor dem Online-Vertrieb eines Produkts veröffentlicht worden; ein Rasierer wurde trotz Stromschlaggefahr über vier Jahre lang angeboten.
- Zu den genannten Marktplätzen gehören Amazon, Ebay, Temu, Otto und AliExpress, während der vzbv die Europäische Kommission zu verschärften gesetzlichen Vorgaben auffordert.
Verknüpfte Unternehmen
5 verknüpfte UnternehmenOntologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Gefährliche Produkte trotz EU-Verbot weiterhin auf Online-Marktplätzen verfügbar
Eine Verbraucheranalyse des vzbv zeigt, dass illegale und gefährliche Produkte trotz EU-Verboten weiterhin auf großen Online-Marktplätzen angeboten werden. Mithilfe der DSA-Transparenzdatenbank ermittelte der Verbraucherzentrale Bundesverband, dass die fünf besuchstärksten Marktplätze in Deutschland im November 2025 EU-weit fast 70 Millionen Angebote löschten, darunter rund 30 Millionen als unsicher oder verboten eingestufte Artikel. In nur 759 Fällen bezogen sich die Plattformen auf das EU-Warnsystem Safety Gate. Die Untersuchung ergab eine durchschnittliche Verzögerung von 338 Tagen zwischen offiziellen Warnungen und der tatsächlichen Marktbereinigung. So wurde beispielsweise ein bleibelastetes Plüschtier trotz einer fast drei Jahre alten Warnung angeboten; ein Rasierer war sogar über vier Jahre nach einem Safety Gate-Alarm weiter erhältlich. vzbv-Vorständin Ramona Pop forderte die Europäische Kommission auf, die rechtlichen Vorgaben zu verschärfen und verpflichtende Vorab-Prüfungen gegen offizielle Warnmeldungen einzuführen.
Handel und Verbraucherschützer fordern strengere EU-Importregeln
Der Handelsverband Deutschland (HDE), der Markenverband und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordern gemeinsam strengere EU-Vorschriften für Waren aus Nicht-EU-Staaten. Unter Verweis auf 5,9 Milliarden geringwertige E-Commerce-Sendungen im Jahr 2025 argumentieren sie, dass die derzeitigen Kontrollen nicht ausreichen. Die Organisationen schlagen vor, dass Hersteller und Händler ohne EU-Niederlassung einen registrierten Bevollmächtigten in der EU benennen müssen, und dass Online-Plattformen vor der Freischaltung eines Angebots die Registrierung überprüfen sollen. Zudem sollen Plattformen haftbar gemacht werden können, wenn sie dieser Prüfpflicht nicht nachkommen. Die Initiative zielt darauf ab, die Position der Bundesregierung bei den Beratungen zum European Product Act zu beeinflussen, um faire Wettbewerbsbedingungen für EU-Unternehmen zu schaffen und den Verbraucherschutz zu stärken.
Hyundai startet Ioniq 3 mit Multi-Channel-Kampagne
Hyundai bringt den Ioniq 3 mit einer umfassenden Kommunikationskampagne unter dem Claim 'Mehr als Freiheit' auf den Markt. Die Kampagne umfasst nationale TV-, Radio-, Connected-TV-, Social-Media-, Print- und Out-of-Home-Werbung, mit Sonderplatzierungen an stark frequentierten Standorten wie dem Flughafen Frankfurt, dem Kurfürstendamm in Berlin, dem Stachus in München und 'The Whale' in Hamburg. Ein zentrales Element ist das 'Hyundai Power Brunch' Händler-Event am 17. Oktober, dem Tag des Marktstarts, zu dem Händler bundesweit einladen. Das Fahrzeug ist außerdem in das UEFA-Champions-League-Sponsoring integriert, mit einem 30-sekündigen Werbespot auf Amazon Prime während der Spielübertragungen. Der Ioniq 3 zielt auf das wachsende B-Segment und wird als vollelektrisches Modell für verschiedene Lebenssituationen positioniert, mit Fokus auf individuelle Mobilität und Freiheit.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.
