Beobachtetes Signal · 26. Juni 2026 · Interview · Quelle: Adzine · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv

TV benötigt eigene Performance-Metriken statt digitaler Blaupausen

Zusammenfassung des Signals

In einem Adzine-Interview plädiert Maria Riecke-Katsoulas dafür, Fernsehen mit medienspezifischen Messansätzen statt direkter digitaler Performance-Mechaniken zu bewerten. Lineares TV bleibt ein starkes Wirkungsmedium, das bei Kombination mit Connected TV und digitalen Kanälen sowohl kurzfristige Response als auch langfristige Markeffekte erzielt. Ihr Team verknüpft Spot-Ausstrahlungsdaten, Reichweitenmodelle und minutengenaue digitale Signals mit Partnern wie Spoteffect und CND Motion, um TV-getriebene Suchen, Website-Traffic und Conversions zu quantifizieren sowie Inkrementalitätsanalysen durchzuführen. Sie befürwortet kontextuelles, genre- und haushaltsbasiertes Targeting, First-Party-Data-Integrationen sowie Geo- und Zeitlogiken. Für die Optimierung empfiehlt sie Downstream-KPIs wie inkrementelle Reichweite, Search- und Direct-Traffic-Uplift, Conversion-Raten und Cost per Incremental Visit anstelle reiner Klicks.

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Hohe Konfidenz

Liefert praxisnahe, medienspezifische Messleitfäden für die Integration von linearem TV, Connected TV und digitalen Signalen. Dies ist wertvoll für Mediaplaner, Measurement-Anbieter und Sender, stellt jedoch Branchenkommentar statt einer Plattform-Richtlinienänderung dar.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Interviewpartnerin Maria Riecke-Katsoulas erläutert in Adzine AdTech-Ansätze zur Messung der TV-Performance.
  • Das Team verknüpft TV-Spot-Daten mit Reichweitenmodellen und digitalen Response-Signalen zur Nachfrageerkennung und für Inkrementalitätsanalysen.
  • Nutzung von Partnern wie Spoteffect und CND Motion zur Analyse minutengenauer Reaktionen wie Such- und Traffic-Spikes nach Spots.
  • Empfohlene Targeting-Ansätze für TV und Connected TV umfassen Kontext/Genre, Haushaltsdaten, First-Party-Data sowie Geo- und Zeitlogik.
  • Performance-KPIs für Big-Screen-Medien sollten auf Downstream-Effekte wie inkrementelle Reichweite, Search/Direct-Uplift und Cost per Incremental Visit fokussieren.

Verknüpfte Unternehmen

6 verknüpfte Unternehmen
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: Adzine•Veröffentlicht: 26. Juni 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Warum TV eigene Performance-Maßstäbe braucht”

Verwandte Marktsignale & Trends

Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.

CTV19. Nov. 2025

CTV-Messung muss Performance und Branding verbinden

Debbi Rosenthal, Senior Director of Product and Solutions bei MiQ, betont, dass die CTV-Messung Performance-Metriken harmonisch mit Brand-Metriken zusammenführen muss. In einem Interview mit VideoWeek auf dem TV Rise 2025 in Lissabon erläutert sie, dass Planer CTV aufgrund programmatic Targetings häufig über die Performance messen, während klassische TV-Teams Reichweite und Brand Impact priorisieren. Die Diskussion beleuchtet, wie Commerce-Daten mit CTV verschmelzen und welchen Mehrwert ACR-Daten für das Ökosystem stiften. Rosenthal unterstreicht die Notwendigkeit, diese Ansätze bei kampagnenübergreifenden Cross-Screen-Strategien in Einklang zu bringen und First-Party- sowie Retail-Signale zur Optimierung der Messung zu nutzen. Das Video verdeutlicht die wandelnde Rolle von CTV als Bindeglied zwischen harten Metriken und Markeninszenierung in einer konvergierenden Videolandschaft.

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CTV2. Okt. 2026

Agenturen sollen CTV als Performance-Kanal planen

Der Artikel argumentiert, dass CTV sich zu einem Performance-Kanal mit erweiterten Targeting-, Optimierungs- und Messfunktionen entwickelt hat, aber viele Agenturen es immer noch wie traditionelles Fernsehen planen und sich auf Reichweite, Frequenz und Video-View-Through-Rate konzentrieren. Er hebt Forschungsergebnisse hervor, die zeigen, dass über 70 % der Vermarkter ihre CTV-Investitionen erhöhen würden, wenn sie bessere Nachweise für Geschäftsergebnisse hätten. Der Beitrag präsentiert Fallstudien: Ein Streaming-Abonnement-Werbetreibender identifizierte 3.224 zusätzliche Abonnements mit 99,98 % Konfidenz und 365 % ROAS; ein Schuhhändler erzielte einen gemischten ROAS von 3,96x durch Einbeziehung von In-Store-Verkäufen; und ein anderer Werbetreibender senkte die Kundenakquisitionskosten von über 350 $ auf unter 150 $ durch Optimierung. Der Artikel fordert Agenturen auf, mit Geschäftsfragen zu beginnen, nach Kundengeografie (PLZ, Filialstandorte) zu planen und kontinuierlich wie Performance-Medien zu optimieren.

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Antitrust2. Sept. 2026

Urteil: Google entgeht Zerschlagung seines AdTech-Geschäfts

US-Bundesrichterin Leonie Brinkema stellte zwar eine illegale Monopolisierung bei Publisher-Ad-Servern und Ad Exchanges fest, lehnte jedoch die vom DOJ geforderte Zerschlagung von Google AdX und DFP ab. Stattdessen verhängte sie Verhaltensauflagen: Google muss AdX via API-Integrationen für Prebid öffnen, diskriminierungsfreies Bidding für Google Ads gewährleisten, Unified Pricing Rules (UPR) in den USA abschaffen sowie First/Last-Look-Vorteile beenden. Zudem muss Google Publishern Echtzeit-Gebotsdaten bereitstellen und verhindern, dass AdWords direkt in DFP bietet oder eigene Tools bevorzugt. Die global gültigen Auflagen klammern Video, In-App und Retail Media aus; auch die Offenlegung der Auktionslogik entfällt. Ein technischer Monitor wird die Einhaltung sechs Jahre lang überwachen. Google behält seinen integrierten Stack, plant jedoch Berufung. Das Urteil stärkt vor allem technisch versierte Publisher und große SSPs, während weitere Verfahren auf Bundes- und EU-Ebene andauern.

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