Beobachtetes Signal · 6. Juni 2026 · Programming Change · Quelle: DWDL · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ

SWR beendet „Immer wieder sonntags“: Droht jetzt Format-Wilderei?

Zusammenfassung des Signals

Der SWR hat die Einstellung seiner traditionsreichen Unterhaltungsshow „Immer wieder sonntags“ beschlossen. Dies ist Teil umfassender Programmkürzungen, die durch Kostendruck und die strategische Umschichtung von Ressourcen hin zu jüngeren, digitalen Zielgruppen motiviert sind. SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler hatte zuvor angekündigt, dass Einsparungen Einschnitte in Verwaltung, Infrastruktur und Formaten für ältere lineare Zuschauer erfordern. Private Sender stehen vor der entgegengesetzten Herausforderung: Sie verlagern zwar Jugendinhalte ins Streaming, benötigen aber stärkere lineare Angebote für verbleibende TV-Zuschauer. Dies nährt Spekulationen darüber, dass Privatsender beliebte Formate oder Talente übernehmen könnten – Moderator Stefan Mross bestätigte bereits Gespräche. Kritiker befürchten, dass der strikte Sparkurs zulasten der Programmqualität gehen könnte. Für die Medienbranche bedeutet dies eine Zunahme möglicher Formattransfers, bei denen abgesetzte öffentlich-rechtliche Inhalte von privaten Anbietern fortgeführt werden, was direkten Einfluss auf lineare TV-Inventare und die Zusammensetzung der Zielgruppen hat.

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Hohe Konfidenz

Programmänderungen bei öffentlich-rechtlichen Sendern und strategische Neuausrichtungen der Privaten beeinflussen das lineare TV-Inventar, die Publikumszusammensetzung sowie potenzielle Formattransfers. Dies ist für Medienhäuser und Werbetreibende relevant, verändert die Branche jedoch nicht grundlegend.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Der SWR kündigte die Einstellung der langlebigen Vormittagsshow „Immer wieder sonntags“ an.
  • SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler erklärte zuvor, dass Kosteneinsparungen Kürzungen bei Verwaltung, Infrastruktur und Programmen für ältere lineare Zielgruppen erfordern.
  • Der SWR hat zahlreiche Shows gestrichen oder beendet, darunter „Eisenbahn-Romantik“, „Menschen und Momente“, „Mathias Richling Show“, „Lesenswert“, „Spätschicht“, „Ich trage einen großen Namen“, „Meister des Alltags“ und „Die Beatrice-Egli-Show“; „Verstehen Sie Spaß?“ wurde von fünf auf drei Ausstrahlungen pro Jahr reduziert.
  • RTLzwei-CEO Thorsten Braun erklärte, dass der Sender Streaming und Fernsehen künftig stärker trennen und das lineare Programm für die verbleibenden TV-Zuschauer ausbauen will.
  • Moderator Stefan Mross gab bekannt, dass er nach der SWR-Entscheidung in Gesprächen mit privaten Sendern über eine Fortführung der Show steht.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: DWDL•Veröffentlicht: 6. Juni 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Der SWR, RTLzwei und die Verlockung der Format-Wilderei - DWDL.de”

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TV (linear)20. Mai 2026

Moderator Stefan Mross reagiert fassungslos auf Show-Aus bei der ARD

Stefan Mross, langjähriger Moderator der ARD/SWR-Sonntagsshow „Immer wieder sonntags“, hat sich gegenüber der Bild-Zeitung tief bestürzt über die Entscheidung des Senders gezeigt, das Format nach der Saison 2026 einzustellen. SWR und ARD hatten dies mit anhaltendem Kostendruck begründet und angekündigt, die freiwerdenden Mittel teilweise einzusparen und teilweise in neue digitale Entertainment-Formate zu investieren. Mross kritisierte, er sei erst Stunden vor der Öffentlichkeit informiert worden und sollte ein vorbereitetes Statement unterzeichnen, was er ablehnte. In einer früheren Pressemitteilung hatten Clemens Bratzler (SWR) und Christine Strobl (ARD) Mross für seinen jahrzehntelangen Einsatz gedankt. Die finale Staffel im Jahr 2026 umfasst noch zwölf reguläre Live-Episoden, ein großes Finale sowie eine Best-of-Sendung. Der Bericht wurde am 20. Mai 2026 von DWDL.de veröffentlicht.

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Broadcast production outsourcing14. Aug. 2026

Film Association Criticises SWR Outsourcing Productions

The Filmverband Südwest has warned that the broadcaster SWR's outsourcing of several TV productions endangers the film-production ecosystem in Baden-Württemberg. SWR is moving some formats to outside producers — e.g., the game show 'Sag die Wahrheit' to Leipzig and show/game elements of the 'Tigerenten-Club' to Riverside Entertainment in Cologne — prompting complaints that regional producers were passed over and that awarding criteria lacked transparency. Some production activity will remain in the region (live/quiz parts and children's reports for Tigerenten-Club; certain Tatort and Die Fallers productions remain in-house through 2028). Separately, Kimmig Entertainment (a Baden-Württemberg company) will produce 'Schlager-Spaß mit Andy Borg' from 2027 in a hall rented from Europa-Park in Mahlberg.

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Platform / Broadcaster Production Change16. Juli 2026

SWR lagert Show-Produktionen und Tatort-Filme nach Köln und Leipzig aus

Der Südwestrundfunk (SWR) verlagert im Zuge von Effizienzmaßnahmen und ARD-Synergien diverse Entertainment-Produktionen sowie Teile seiner Studioarbeit an externe Produktionsunternehmen und ARD-Partner. Betroffen sind unter anderem die Schwarzwald-Reihe des 'Tatort', die künftig von Giganten Film Ludwigsburg verantwortet wird, sowie die Musikshow 'Schlager-Spaß mit Andy Borg', die ab 2027 mit Kimmig Entertainment in Mahlberg produziert wird. Zudem wird die Quizshow 'Sag die Wahrheit' in Kooperation mit dem MDR am MCA-Standort in Leipzig realisiert. Große Show- und Spielelemente des 'Tigerenten-Club' produziert Riverside Entertainment künftig in den Bavaria Studios in Köln, wohingegen Live- und Quizteile sowie Kinderreportagen weiterhin in Stuttgart verbleiben. Der Sender begründet den Schritt mit wirtschaftlicher Effizienz und schlüssigen inhaltlichen Konzepten. Bestimmte regionale Formate wie die wöchentliche Serie 'Die Fallers' bleiben vorerst bis Ende 2028 hausintern.

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