Beobachtetes Signal · 30. Nov. 2025 · Research Report · Quelle: State of Streaming · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ

Studie belegt hohe Unzuverlässigkeit von IP-basiertem Ad-Targeting

Zusammenfassung des Signals

Eine von Truthset im Auftrag von CIMM und Go Addressable veröffentlichte Studie offenbart, dass IP-basiertes Ad-Targeting für Haushalts- und Zielgruppenwerbung extrem unzuverlässig ist. Demnach stimmen IP-Adressen nur in 13 Prozent der Fälle mit Postanschriften und zu 16 Prozent mit E-Mail-Adressen überein. Schätzungen zufolge erreichen lediglich drei Cent von jedem Werbeollar die gewünschte Zielgruppe. Häufig neu zugewiesene IP-Adressen durch ISPs und abweichende Daten von Anbietern untergraben das programmatische Targeting. Dies benachteiligt das Open Web und kostenlose, werbefinanzierte Streaming-Dienste gegenüber deterministischen, login-basierten Walled Gardens wie Google, Meta und Amazon. Die Untersuchung fordert einen Übergang zu deterministischen Identifikatoren und einer verbesserten Identity Infrastructure für Addressable TV und plattformübergreifende Measurement-Lösungen.

Polaris7 AgentStrategische Einordnung
Hohe Konfidenz

Die Studie stellt die Verlässlichkeit von IP-basiertem Targeting als weit verbreitetem Signal im Programmatic- und CTV-Ökosystem infrage. Dies könnte Measurement, Media Buying und das Valuations-Gefälle zwischen Open-Web-Inventar und Walled Gardens massiv beeinflussen.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Truthset veröffentlichte eine von CIMM und Go Addressable in Auftrag gegeben Studie zur Genauigkeit von IP-basiertem Ad-Targeting.
  • Der Report ergab, dass IP-Adressen nur in 13% der Fälle zur Postanschrift und in 16% der Fälle zur E-Mail-Adresse passen.
  • Schätzungen zufolge erreichen nur drei Cent jedes für IP-getargette Werbung ausgegebenen Dollars die beabsichtigte Zielgruppe.
  • Als Hauptursachen für die Ungenauigkeit nennt Truthset IP-Neuverteilungen durch ISPs sowie Diskrepanzen zwischen Datenanbietern.
  • Walled Gardens (Google, Meta, Amazon) sind laut Bericht weniger betroffen, da sie auf deterministische User-Logins setzen.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: State of Streaming•Veröffentlicht: 30. Nov. 2025
Ursprünglicher Berichttitel: “Pending Crawl”

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Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.

Identity15. Juli 2026

IP-basiertes CTV-Targeting schlägt in drei von vier Fällen fehl

Eine neue Untersuchung des Identity-Resolution-Anbieters Adstra und der unabhängigen Mediaagentur InterMedia Advertising offenbart erhebliche Ungenauigkeiten beim IP-basierten Connected TV (CTV) Targeting. Der Studie zufolge erreichten lediglich 23 % der Residential IP-Adressen ihr vorgesehenes geografisches Ziel. Zudem erwiesen sich gerätebasierte CTV-Identifier im Zeitverlauf als stabiler (71 %) als IP-Adressen (57 %). Die Verfasser kritisieren, dass intransparente IP-to-Household-Mapping-Methoden Media Spend verschwenden, und schlagen ein neues Zuverlässigkeitsmodell vor: den ID Connection Strength (ICS)-Framework, der Kennungen anhand von fünf Kriterien auf einer Skala von 1 bis 6 bewertet. ICS befindet sich seit Januar in einer Testphase mit ausgewählten Marken sowie Agenturen und soll im dritten Quartal 2026 breiter verfügbar sein.

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Identity6. Nov. 2025

IP-Adress-Match-Raten: Erschreckend geringe Genauigkeit aufgedeckt

Neue Untersuchungsergebnisse von Truthset, in Auftrag gegeben von der Coalition for Innovative Media Measurement (CIMM) und Go Addressable, offenbaren eine stark begrenzte Genauigkeit bei der Verknüpfung von Online-Identifizierern mit realen Haushalten. Im Durchschnitt liegt die Genauigkeit von IP-zu-E-Mail-Matches bei rund 16 Prozent, während IP-zu-Postanschrift-Matches nur etwa 13 Prozent erreichen. Die Studie analysierte Daten von sechs großen Datenanbietern, darunter rund 1 Milliarde E-Mail-Adressen, 250 Millionen IP-Adressen und 164 Millionen Postanschriften. Die Validierung erfolgte über einen 90-Tage-Zeitraum von Dezember 2024 bis Februar 2025 anhand von Datensätzen zweier Internet Service Provider sowie eines großen Multichannel Video Programming Distributors unter Einsatz von Bayes-Methoden und Machine Learning. Die Resultate belegen erhebliche Abweichungen zwischen den Anbietern – der präziseste Anbieter war bis zu 4,5-mal besser als der schwächste –, eine geringe Überschneidung (über 90 Prozent der Verknüpfungen waren exklusiv für einen Anbieter) sowie eine Unterrepräsentanz von IPv6. Diese Erkenntnisse unterstreichen die dringende Notwendigkeit von Standards und branchenweiter Zusammenarbeit anstelle der reinen Jagd nach maximalen Match-Raten.

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Identity8. Nov. 2025

APIs überzeugen im Programmatic Advertising, während IP-Targeting massiv enttäuscht

APIs bilden seit Langem das technische Fundament von AdTech, doch eine neue Studie entlarvt IP-basiertes Targeting als unzuverlässig für das Identity Management. Im Fokus stehen API-gestützte Self-Service-Plattformen von Roku und Comcast sowie die PDP API von The Trade Desk als Transaktionswerkzeug zur Automatisierung. Eine von CIMM und Go Addressable beauftragte und von Truthset durchgeführte Untersuchung belegt, dass IP-zu-E-Mail-Verknüpfungen nur zu 16 Prozent und IP-zu-Postanschrift-Abgleiche nur zu 13 Prozent korrekt sind, bei massiven Qualitätsunterschieden zwischen den Anbietern. Die Marktlage erfordert dringend Standardisierung, da die Jagd nach Quantität zu unübersichtlichen Daten führt. Dennoch bleiben APIs essenziell für programmatische Workflows, um die Interoperabilität zwischen Plattformen zu gewährleisten. Die PDP API gilt hierbei als wichtiger Schritt hin zu verbindlicheren, skalierbaren Deals in einem bislang stark manuell geprägten Markt.

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