Beobachtetes Signal · 25. Feb. 2026 · Rebrand · Quelle: State of Streaming · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
Paramount streicht Showtime-Zusatz: IP schlägt Markenloyalität im Streaming
Paramount hat den Untertitel „with Showtime“ aus seiner Premium-Tarifstruktur entfernt. Branchenbeobachter werten diesen Schritt als Teil einer breiteren Marktentwicklung weg von klassischen Markenidentitäten hin zur Aggregation von starker Content-IP. In einem Interview analysiert Tommy Shull, Executive Producer und Principal beim Kreativstudio STUCK IN MOTION, die Änderung als rein pragmatischen Schritt: Das Publikum folgt einzelnen Formaten und Serien anstatt Plattformmarken. Um die Abwanderungsrate zu senken, müssen Streaming-Dienste daher tiefgreifende Bibliotheken an Must-Watch-IP aufbauen. Shull warnt, dass Medienkonzerne unter Zugzwang stehen, wie Technologieunternehmen zu agieren. Dabei gelten User Experience und personalisierte Customer Journeys als entscheidende Hebel zur Nutzerbindung. Gleichzeitig kritisiert er unübersichtliche Inhaltspräsentationen, etwa wenn Erwachseneninhalte direkt neben Kindersendungen platziert werden. Das Rebranding verdeutlicht den anhaltenden strategischen Wandel hin zu IP-zentrierten Geschäftsmodellen im Connected TV.
Die Entfernung eines etablierten Sub-Brands durch einen Major-Streamer unterstreicht den strategischen Fokus auf IP-Bibliotheken, UX und langfristige Nutzerbindung im Connected-TV-Markt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Paramount hat den Markenzusatz „with Showtime“ aus dem Premium-Tarif entfernt.
- Das Branchenformat State of Streaming veröffentlichte am 25. Februar 2026 ein Interview mit Tommy Shull von STUCK IN MOTION.
- Shull argumentiert, dass das Publikum zielgerichtet Inhalten und IP statt klassischen Sub-Brands folgt, womit IP-Aggregation zur Kernstrategie wird.
- Zur Senkung der Churn-Rate empfiehlt Shull die gezielte Optimierung von UX und personalisierten Customer Journeys.
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Paramount+ lässt „Showtime“ fallen und benennt Premium-Tarif um
Paramount Global hat seinen Top-Streaming-Tarif von „Paramount+ with Showtime“ in „Paramount+ Premium“ umbenannt, um die Markenidentität des Dienstes zu vereinfachen. Die Änderung hat keine Auswirkungen auf den Preis, der weiterhin bei 13 US-Dollar pro Monat liegt, oder auf den Content-Zugriff: Abonnenten des werbefreien Premium-Tarifs behalten den vollständigen Zugriff auf die Showtime-Mediathek inklusive Serien wie Yellowjackets und Dexter. Die Umbenennung folgt auf die Integration von Showtime in Paramount+ im Jahr 2023 und die Abschaltung der eigenständigen Showtime-App. Während der Name Showtime beim linearen Kabelsender erhalten bleibt, setzt Paramount international auf unterschiedliche Tarifstrategien und rollt Premium- sowie werbeunterstützte Tarife in Märkten wie Deutschland, der Schweiz und Österreich aus. Dieser Schritt steht im Kontrast zu Konkurrenten wie Warner Bros. Discovery, die kürzlich den Namen HBO für ihren Streaming-Dienst wiederbelebt haben.
Showtime Streaming App: Profil und Integration bei Paramount+
Das Publisher-Profil von State of Streaming zu Showtime beleuchtet den Wandel des traditionsreichen Premium-Senders hin zu einer eigenständigen Streaming App, die mittlerweile als Showtime-Tarif in Connected TV- und Streaming-Strukturen von Paramount+ integriert ist. Neben grundlegenden Unternehmensdaten wie dem Hauptsitz in New York, der Konzernmutter Paramount Global und dem Gründungsjahr 1976 umfasst das Profil auch inhaltliche Beschreibungen zu bekannten Formaten wie Billions, Yellowjackets und Live-Boxkämpfen sowie Verknüpfungen zu Schwesterdiensten wie Pluto TV und BET+. Zudem verweist die Übersicht auf relevante Ressourcen und eine bevorstehende Berichterstattung über das Rebranding von Paramount+, bei dem der Markenname Showtime im Februar 2026 vollständig entfernt werden soll. Insgesamt dokumentiert die Seite die strategische Konsolidierung klassischer Premium-Inhalte innerhalb moderner Streaming-Ökosysteme.
Paramount setzt auf Streaming-Manager zur Neuausrichtung des Broadcast-Geschäfts
Paramount hat Führungskräfte aus dem Streaming-Bereich rekrutiert, um sein Broadcast-Werbegeschäft grundlegend zu modernisieren. Jay Askinasi, früherer Publicis-Einkäufer und Roku-Manager, wurde zum Chief Revenue Officer ernannt und hat eine „Streaming Fixed Unit“ eingeführt – eine garantierte Premium-Werbeplatzierung für die ersten sieben Tage nach der Premiere einer Episode. Seine erste externe Personalie war Danielle Carney, die zuvor das Sportwerbegeschäft bei Amazon Prime Video verantwortete. Die Massnahmen sind eine direkte Reaktion auf sinkende TV-Werbeumsätze und die wachsende Nachfrage nach Planungssicherheit seitens der Werbetreibenden. Der Schritt verdeutlicht einen breiteren Branchentrend, bei dem die Monetarisierung und Distribution von linearem Fernsehen und Streaming zunehmend verschmelzen, was Parallelen zu Entwicklungen bei Unternehmen wie Charter, Versant und Scripps aufweist.
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