Beobachtetes Signal · 26. Mai 2026 · Policy Update · Quelle: AdExchanger · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
Microsoft fordert Publisher auf, KI-Crawler nicht zu blockieren
Auf dem Programmatic AI Event von AdExchanger in Las Vegas riet Nikhil Kolar, VP of Publisher Product bei Microsoft AI, Publishern und Retailern dazu, KI-Bots das Crawlen ihrer Websites zu erlauben und robots.txt-Dateien entsprechend anzupassen. Vier von fünf Websites blockieren derzeit KI-Crawler, was die Auffindbarkeit durch Agentic AI einschränkt. Microsoft positioniert seinen Publisher Content Marketplace als Lizenzierungsinstrument, um sicherzustellen, dass Publisher für das Model Grounding ihrer Inhalte vergütet werden. Im Gegensatz dazu verfolgt People Inc. einen restriktiven Ansatz: Das Unternehmen erlaubt rund 38 Crawler und blockiert täglich Zehntausende, um in Lizenzverhandlungen Druck auszuüben. Zudem betonte Microsoft, dass Echtzeit-Inferenzen mit Publisher-Daten auf Microsoft Azure laufen werden.
Die Handlungsempfehlungen und Lizenzierungsmodelle eines Major Players wie Microsoft beeinflussen die Content-Monetarisierung im Open Web, die Sichtbarkeit bei Agentic AI sowie die künftigen Standards für Model Grounding und Publisher-Vergütungen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Nikhil Kolar (Microsoft AI) riet Publishern auf dem Event, KI-Bots den Zugriff zu gestatten und robots.txt zu aktualisieren.
- Laut Kolar blockieren derzeit vier von fünf Websites den Traffic von KI-Bots und Crawlern.
- Der im Februar angekündigte Publisher Content Marketplace von Microsoft wurde für weitere KI-Unternehmen geöffnet, um die Lizenzierung zu erleichtern.
- People Inc. (Jonathan Roberts) erlaubt nur rund 38 Crawler und blockiert täglich bis zu 35.000 Crawler als Hebel in Lizenzverhandlungen.
- Microsoft unterscheidet zwischen dem 'Training' und 'Grounding' mit Publisher-Daten; Echtzeit-Inferenzen basieren auf lizenzierten Daten und laufen über Microsoft Azure.
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Publisher bewältigen KI-Herausforderungen bei sinkendem Traffic
Publisher stehen durch generative KI vor massiven Herausforderungen, da die Content Discovery nachlässt und die Zugriffszahlen sinken. Cloudflare hat vorgeschlagen, KI-Bots standardmäßig zu blockieren und ein Pay-per-crawl-Modell einzuführen, um Publisher für den Datenzugriff zu entlohnen. Amanda Martin, Chief Revenue Officer von Mediavine, begrüßt diesen Schritt zwar, warnt jedoch davor, dass der Ansatz langfristig möglicherweise nicht kommerziell tragfähig ist. Mediavine, das Ad-Management-Dienste zur Monetarisierung für Creator anbietet, schreibt keine Website-Regeln vor, empfiehlt Publishern jedoch eine sorgfältige Abwägung der KI-Nutzung und verantwortungsvolle Praktiken. Der Podcast beleuchtet zudem Missverständnisse zwischen Advertisern und Publishern sowie die Gründe, warum die Branche Made-for-Advertising-Sites kritisch überarbeitet. Insgesamt unterstreicht die Diskussion die gemischten Auswirkungen von KI auf die Auffindbarkeit von Inhalten und Umsätze sowie die Notwendigkeit, sich rasch an Richtlinien- und Technologieänderungen anzupassen.
Microsoft startet Publisher Content Marketplace für lizenzierte KI-Inhalte
Der AdExchanger Daily News Roundup beleuchtet makroökonomische Werbedruckfaktoren, eine neue Microsoft-Initiative zur Lizenzierung von Publisher-Inhalten für KI sowie Sicherheitsrisiken auf einer bot-fokussierten Social-Plattform. Ein Beitrag von The Economist bezweifelt die These der Big Tech, Werbeumsätze seien vom BIP entkoppelt, da kleinere Werbetreibende weiterhin anfällig für Budgetkürzungen sind. Microsoft Advertising kündigte den Publisher Content Marketplace (PCM) an, um KI-Entwickler mit rechtegeprüften Inhalten teilnehmender Publisher zu vernetzen; das Framework entstand in Zusammenarbeit mit Condé Nast, Hearst und Vox Media und bietet nutzungsbasierte Berichterstattung sowie publisher-definierte Lizensierungen. Unabhängig davon deckte Moltbook — eine Social-Site für KI-Bots — eine API-Schwachstelle auf, die rund 1,5 Millionen Bot-Passwörter und private Daten preisgab, während die OpenClaw-Software als Malware-Vektor diente. Kurzmeldungen behandeln Fubos Quartalsverlust von 19,1 Mio. USD, NBCUniversal KI-Werbetests, die xAI-Übernahmebewertung von SpaceX sowie Personalien bei Disney und Mediaocean.
Publisher distanzieren sich von Google AI Search, während Creator auf KI setzen
Publisher und Creator reagieren unterschiedlich auf den Aufstieg der KI-gesteuerten Suche: Zahlreiche Medienhäuser bereiten vor, Crawler für die Suchindexierung und das KI-Training zu blockieren, während einige Creator auf Sichtbarkeit durch AI Search setzen. Ab dem 15. September blockiert die Sicherheitssoftware von Cloudflare derartige Crawler für Neukunden und Free-Tier-Nutzer standardmäßig; zu den Cloudflare-Kunden zählen der Financial Times, Condé Nast und The Atlantic. USA Today und das Creator-Netzwerk Beehiiv gaben an, ebenfalls Schritte gegen Google vorzubereiten. Google treibt seine KI-Investitionen voran, während der Such- und AdTech-Bereich wächst, meldete jedoch einen negativen Free Cashflow von rund 5,9 Milliarden US-Dollar. Studien zeigen, dass Publisher nur einen geringen Anteil an AI-Referral Traffic erhalten, weshalb Unternehmen wie OpenAI und Microsoft zunehmend Publisher-Content lizenzieren.
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