Beobachtetes Signal · 21. Jan. 2025 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Meta behält Faktencheck in Deutschland und Europa vorerst bei
Meta hat angekündigt, das bestehende System zum Faktencheck auf seinen Plattformen außerhalb der USA vorerst beizuhalten. Damit gibt es vorerst keine globale Übernahme des US-Ansatzes, der auf Community Notes statt auf traditionelle Überprüfung setzt. Laut Meta-Managerin Nicola Mendelsohn ändert sich im Rest der Welt vorerst nichts. Im Gegensatz dazu erlegt der Digital Services Act der EU Plattformen strenge Transparenzpflichten bei der Moderation auf, einschließlich Berichten über automatisierte Prozesse und Fehlerraten. Zudem gilt ein EU-Verhaltenskodex gegen Hassrede, den große Plattformen wie Facebook, Instagram, X, YouTube und LinkedIn unterzeichnet haben. Diese regulatorische Spaltung verdeutlicht, wie stark Compliance-Vorgaben die regionale Produkt- und Moderationsstrategie von Tech-Giganten beeinflussen und welche potenziellen Auswirkungen dies auf das gesamte Ökosystem hat.
Ein wichtiges regulatorisches Signal von Meta mit direkten Auswirkungen auf die europäische Compliance, das Plattformverhalten und die AdTech-Moderationsstandards.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Meta bestätigt vorerst keine Änderungen beim Faktencheck außerhalb der USA.
- Nicola Mendelsohn, Head of Global Business bei Meta, betont, dass sich im Rest der Welt aktuell nichts ändert.
- Der EU Digital Services Act fordert strikte Transparenz bei Moderationsentscheidungen und automatisierten Prozessen.
- Ein EU-Verhaltenskodex gegen Hassrede wurde von Plattformen wie Facebook, Instagram, LinkedIn, X, YouTube und TikTok unterzeichnet.
- Metas Community Notes fungieren als freiwilliges Programm zur Kontextualisierung von Inhalten.
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Threads testet Gems und zeichnet täglich wertvolle Beiträge aus
Threads testet die neue Funktion Gems, die täglich bis zu 25 herausragende Unterhaltungen mit einem sichtbaren Diamant-Badge auszeichnet. Die Auswahl erfolgt algorithmenbasiert und berücksichtigt Originalität, Aktualität und authentische Diskussionen – unabhängig von der Followerzahl. Qualifiziert sind eigene Posts oder direkte Antworten, jedoch keine Reposts oder von Instagram übernommene Inhalte. Die Funktion ist vorerst auf öffentliche US-Accounts von Nutzern ab 18 Jahren beschränkt, die Auszeichnungen sind aber weltweit sichtbar, auch in Deutschland. Ausgezeichnete erhalten eine Benachrichtigung und können das Badge teilen. Nutzer können das Label auch ausblenden. Erste Hinweise gab es bereits im August durch App-Forscher Alessandro Paluzzi. Threads möchte so originelle und ansprechende Inhalte fördern; Nicht-Ausgezeichnete müssen keine negativen Auswirkungen auf die Reichweite befürchten.
Meta sperrt TikTok-Werbung auf Facebook und Instagram
Meta hat damit begonnen, Anzeigen und bezahlte Marketingbotschaften von TikTok-Mutterkonzern ByteDance auf seinen Plattformen in den USA, Kanada, Ägypten, Indonesien, Japan, Thailand und Vietnam zu sperren, mit Wirkung zum 8. Oktober 2026. Das Verbot gilt auch für Kampagnen Dritter, die auf TikTok oder andere ByteDance-Angebote in diesen Ländern verweisen. Meta-Sprecher Chris Sgro begründete den Schritt als übliche Praxis, um einen Konkurrenten nicht zu unterstützen, der Nutzer abwerben will. Diese Entscheidung verschärft die Rivalität zwischen den beiden Social-Media-Unternehmen und wirft Fragen zu den Regeln digitaler Plattformmärkte auf, insbesondere da beide als Gatekeeper unter dem EU-Digital Markets Act gelten. Das Verbot betrifft derzeit keine EU-Länder, könnte aber weitreichende Folgen für Werbetreibende und Agenturen haben, die plattformübergreifende Kampagnen planen.
TV-Quoten: '3-Millionen-Euro-Woche'-Finale erreicht 3 Millionen Zuschauer
Der TV-Quotenbericht für Donnerstag zeigt, dass das Finale der RTL-Quizshow '3-Millionen-Euro-Woche' 3,07 Millionen Zuschauer erreichte und einen Marktanteil von 18,3 Prozent erzielte. Der ARD-Krimi 'Tiroler Blut' führte die Primetime mit 5,14 Millionen Zuschauern und 24,7 Prozent an. Bei den 14- bis 49-Jährigen gewann die RTL-Show mit 21,4 Prozent. Der Artikel behandelt auch Streaming-Charts: Bei Netflix debütierte die Miniserie 'Below' auf Platz eins und verdrängte 'East of Eden'. Bei Prime Video übernahm Stephen Kings 'Carrie' die Spitze der Serien. Disney+-Rankings blieben stabil, mit Wiedereinstiegen von 'Modern Family' und 'Bluey'. Auf YouTube war der Livestream von Nius das meistgesehene Video, gefolgt von einem MrWissen2go-Video zu den US-Midterms. Diese Einblicke basieren auf AGF-Daten und offiziellen Streaming-Charts.
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