Beobachtetes Signal · 1. Sept. 2026 · Public Statement · Quelle: Gründerszene · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Jung von Matt Start kritisiert Startup-Verband mit Brandbrief auf Gehweg
Die Kreativagentur Jung von Matt Start hat mit einem Kreide-Brandbrief vor der Berliner Zentrale des Startup-Verbands deutliche Kritik an dessen Ausrichtung geübt. Der Verband priorisiere reine Gründerzahlen gegenüber Marktrelevanz, Kundennachfrage und Brand Building. Der Vorstoß flankiert das anstehende „Startup Brand Ranking 2026“ von Jung von Matt Start und Appinio, in dem die Kategorie „Top 5 Digital Consumer Services & AI Startups“ mangels relevanter Cases gestrichen werden musste; im E-Commerce qualifizierten sich lediglich vier Startups. Kritisiert wird insbesondere Verbandspräsidentin Verena Pausder für das Zelebrieren reiner Gründungszahlen ohne wirtschaftliche Substanz. Der Startup-Verband reagierte konstruktiv, räumte Defizite beim B2C-Branding ein und lud die Agentur zum Dialog ein, betonte jedoch zeitgleich bestehende Stärken im B2B- und Deep-Tech-Segment. Beide Seiten sind sich einig, dass Quantität allein keine starke Startup-Nation begründet.
Der Fall verdeutlicht das wachsende Bewusstsein für Defizite beim B2C-Brand-Building im deutschen Startup-Ökosystem, besitzt jedoch nur begrenzte Relevanz für globale AdTech-Infrastrukturen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Jung von Matt Start platzierte einen offenen Brandbrief aus Kreide vor dem Berliner Büro des Startup-Verbands.
- Die Aktion begleitet das kommende „Startup Brand Ranking 2026“ von Jung von Matt Start und Appinio.
- Die Kategorie „Digital Consumer Services & AI Startups“ wurde mangels relevanter B2C-Cases aus dem Ranking gestrichen.
- Verbandspräsidentin Verena Pausder wurde für die Fokussierung auf Gründerzahlen ohne Marktrelevanz kritisiert.
- Der Startup-Verband begrüßte den Impuls, gestand Schwächen im B2C-Branding ein und lud zum direkten Dialog.
Verknüpfte Unternehmen
5 verknüpfte Unternehmen“German creative agency that wrote a chalk open letter to the Startup-Verband and produces the Startup Brand Ranking 2026....”
“Co-producer of the Startup Brand Ranking 2026 with Jung von Matt Start....”
“Mentioned by the Startup-Verband as a successful German AI startup....”
“Mentioned by the Startup-Verband as a successful German AI startup....”
“Mentioned by the Startup-Verband as a successful German AI startup....”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Jung von Matt Tech verbindet Markenführung und Technologie
Die deutsche Agenturgruppe Jung von Matt hat die Gründung ihrer neuen Sub-Agentur Jung von Matt Tech angekündigt, die darauf abzielt, strategische Markenführung mit technologischer Implementierung zu verschmelzen. Die in Hamburg ansässige Einheit bietet ein umfassendes Leistungsspektrum von der strategischen Beratung bis hin zur Entwicklung und Integration technologischer Lösungen. Dabei deckt das Portfolio digitale Experiences, Plattformen, Marketing- und Content-Ökosysteme sowie Data, AI und Systemintegration ab. Die Agentur positioniert sich als strategischer Technologiepartner für CMOs und Unternehmen, die Marken- und Technologieentscheidungen als untrennbare Einheit betrachten. Geleitet wird das neue Unternehmen von einem Führungstrio bestehend aus Verena Schmelzle, Dirk Hibbeler und Max Lederer, der zugleich als CIO von Jung von Matt fungiert. Dieser Schritt unterstreicht die wachsende Bedeutung von Technologie bei der Gestaltung moderner Brand Experiences in der Werbe- und Marketingbranche.
Jung von Matt eröffnet neuer HQ in Zürich; CEO blickt auf Tech-Wandel
Die Agentur Jung von Matt hat am Zürcher Rigiplatz einen neuen Hauptsitz für 120 Mitarbeitende bezogen. In einem im April 2026 veröffentlichten Interview blickt CEO und Hauptaktionär Roman Hirsbrunner auf den rasanten technologischen Wandel in der Werbung zurück. Er skizziert zudem seinen beruflichen Werdegang, der vor rund 30 Jahren mit der Gründung der Digitalagentur Maxomedia an der Seite von Bernhard Herzig begann, bevor er 2014 zu Jung von Matt Limmat stoss und schliesslich Hauptanteilseigner wurde. Das Medienprojekt wird durch den ADC Switzerland-Jubiläumspodcast '50 Jahre ADC' ergänzt, der unter anderem mit Unterstützung der Migros Supermarkt AG realisiert wurde und auf gängigen Plattformen wie Spotify und Apple Podcasts verfügbar ist. Der Beitrag beleuchtet zudem Hirsbrunners prägende Rolle innerhalb der Schweizer Kommunikations- und Agenturlandschaft.
Anime und Manga erreichen Milliardenvolumen, Marken wenig präsent
Eine Studie von THE AMBITION, IKAI ZERO und Appinio zeigt, dass der Anime- und Manga-Markt in Deutschland ein jährliches Ausgabevolumen von rund 1,5 Milliarden Euro bei den 16- bis 45-Jährigen generiert. Fast die Hälfte der Gen Z und Millennials hat im letzten Jahr Anime oder Manga konsumiert, wobei 97% mindestens einen Titel erkennen. Trotz dieser großen Zielgruppe ist die Markenpräsenz gering: Die bekannteste Marke, Crunchyroll, erreicht nur etwa 5% Bekanntheit. Über 95% der aktiven Fans sind jedoch offen für Markenaktivitäten, und 91% bewerten Marken positiver, wenn sie sich glaubwürdig engagieren. Die Studie identifiziert elf verschiedene Communities innerhalb der Anime-/Manga-Fangemeinde und betont die Notwendigkeit maßgeschneiderter Marketingansätze.
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