Beobachtetes Signal · 19. Mai 2026 · Market Research · Quelle: VideoWeek · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Digitalvideo erreicht 2026 einen Anteil von 61% am US-TV-Werbebudget
Der aktuelle Branchenüberblick von VideoWeek zeigt einen anhaltenden strukturellen Wandel hin zu Digital Video und eine steigende Nutzung von generativer KI in der Produktion. Laut IAB wird Digitalvideo im Jahr 2026 rund 61% der US-TV- und Video-Werbebudgets ausmachen. iSpot-Untersuchungen belegen, dass Streaming-Partner zwar vermehrt Daten zu Reichweite, Frequenz und Demografie bereitstellen, jedoch Defizite bei Attribution, Programminformationen und der Überschneidung von Linear- und Streaming-Kanälen bestehen. EMARKETER und Admazing berichten, dass über 70% der US-Marketer Mobile Gaming im Mediaplan kaum berücksichtigen. Wistia-Daten verdeutlichen derweil die zunehmende Adoption von KI im Videobereich: 69% nutzen KI-Untertitel, 39% KI-Visuals und 25% KI-Avatare. An den Börsen sorgten unter anderem M&A-Gerküchte um LiveRamp und Publicis sowie starke Umsatzzahlen von Nexxen für Aufsehen.
Die Berichte verdeutlichen eine anhaltende Budgetverschiebung hin zu Digital- und Streaming-Video sowie den Vormarsch von generativer KI in der Produktion, was Media-Allokation und Messstandards im gesamten Ökosystem verändert. Die anhaltenden Transparenzlücken bei der Streaming-Messung dürften zudem die Nachfrage nach neuen Analytics-Lösungen antreiben.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das IAB prognostiziert, dass Digital Video im Jahr 2026 61 Prozent der TV- und Video-Werbebudgets in den USA ausmachen wird.
- iSpot berichtet, dass 84 Prozent der Marketer Streaming-Reichweiten- und Frequenzdaten erhalten (plus 80 Prozent in 2025); 67 Prozent erhalten demografische Daten, während die Transparenz bei Attribution (52 Prozent), Programmierung (50 Prozent) und Linear-Streaming-Overlap (45 Prozent) geringer ist.
- Eine Umfrage von EMARKETER und Admazing zeigt, dass über 70 Prozent der US-Marketer Mobile-Gaming-Werbung selten als Kernkanal priorisieren oder erst spät in die Planung einbeziehen.
- Wistia-Untersuchungen zeigen die Nutzung von generativen KI-Videofunktionen für 2025: KI-Untertitel bei 69 Prozent (Anstieg von 61 Prozent im Jahr 2024), KI-generierte Visuals bei 39 Prozent (Anstieg von 28 Prozent) und KI-Avatare bei 25 Prozent (Anstieg von 16 Prozent).
- Börsen-Highlights: LiveRamp legte nach Nachrichten über eine Übernahme durch Publicis zu; Nexxen verzeichnete den stärksten Kursanstieg im AdTech-Sektor nach einem Umsatzwachstum von 11 Prozent im Jahresvergleich im Q1.
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Digitales Video-Ad-Spend wächst durch KI und optimiertes Targeting
Der Interactive Advertising Bureau (IAB) zufolge soll das US-Werbebudget für Social Video im Jahr 2026 um 13 Prozent steigen und damit das Wachstum von Connected TV (11 Prozent) übertreffen, was eine Verschiebung hin zu Feed-basierten Plattformen verdeutlicht. Die IAB-Erhebung unter 360 US-Marketingverantwortlichen prognostiziert ein Gesamtvolumen der US-Digitalvideoausgaben von 80 Milliarden US-Dollar für 2026. Als Haupttreiber gelten sinkende Produktionskosten durch generative KI-Tools, verbesserte Targeting-Optionen für kleinere Werbetreibende sowie steigende Nutzerzahlen im Videobereich – so verzeichnete Meta im ersten Quartal 2026 ein um acht Prozent höheres Videokonsumvolumen, während die YouTube-Werbeumsätze um 10,7 Prozent auf 9,88 Milliarden US-Dollar stiegen. Programmatic CTV und qualitative Umfelder bleiben zwar weiterhin attraktiv, jedoch nannten fast 49 Prozent der befragten Marken das Targeting als wichtigstes Investitionskriterium, was einem Zuwachs von 23 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Branchenexperten betonen in diesem Zusammenhang die budgetäre Verschiebung von klassischem CTV hin zu Social Video.
Digitales Video tritt in eine neue Ära des Wettbewerbs ein
Der IAB-Report „2026 Digital Video Ad Spend & Strategy Report“ prognostiziert, dass die US-amerikanischen Werbeausgaben für digitales Video im Jahr 2026 ein Volumen von 81,9 Milliarden US-Dollar erreichen werden. Dies entspricht einem Wachstum von 11 Prozent in diesem Jahr und einem Anteil von 61 Prozent an den gesamten US-TV- und Video-Werbeausgaben. Der Bericht hebt drei zentrale Trends hervor: Targeting ist zur wichtigsten Priorität im Einkauf geworden, Social Video übertrifft Connected TV bei den Präferenzen der Einkäufer sowie der Dynamik der Budgets, und agentische KI wird als operatives Tool für Planung, Tests und Analysen eingesetzt, während ihr finanzielle Entscheidungen noch nicht anvertraut werden. Demnach prognostiziert das IAB Social-Video-Ausgaben von 31,9 Milliarden US-Dollar gegenüber 29,3 Milliarden US-Dollar für Connected TV. Die Ergebnisse basieren auf Guideline-Abrechnungs- und Buchungsdaten, Marktinitiativen, Brancheninterviews sowie einer Befragung von 360 Agentur- und Markenentscheidern.
CTV und KI als Wachstumstreiber; Publisher setzen auf Video gegen KI-Traffic-Verluste
Der aktuelle IAB Europe 'Attitudes to Digital Advertising'-Report identifiziert Connected TV und künstliche Intelligenz als primäre Wachstumsbereiche: 76 % der Agenturen, 54 % der Publisher und 81 % der AdTech-Anbieter nennen CTV, während 60 % der Werbetreibenden KI als Wachstumsmotor sehen. Laut Reuters Institute intensivieren Publisher ihre Video-Aktivitäten, um Traffic-Einbrüchen durch KI-generierte Suchergebnisse entgegenzuwirken. Parallel prognostiziert Ampere Analysis, dass die weltweiten Content-Investitionen 2026 um 2 % auf 255 Mrd. USD steigen werden. Dieses Wachstum wird maßgeblich vom Streaming-Sektor getrieben, dessen Ausgaben um 6 % auf 101 Mrd. USD zulegen, während traditionelle Broadcaster stagnieren oder Einbußen verzeichnen. 'CoComelon' dominierte derweil die Streaming-Charts zum Jahresende. An den Aktienmärkten verzeichnete unter anderem die New York Times ein Kursplus von rund 36 % im Jahresvergleich.
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