Beobachtetes Signal · 19. März 2026 · Technical Release · Quelle: Digiday · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Cloudflare startet konformen Crawler und sorgt für Publisher-Spannungen
Cloudflare hat eine Crawl-API veröffentlicht, die Websites mit einer einzigen Anfrage scrapen und Inhalte in HTML, Markdown oder strukturiertem JSON ausgeben kann. Die Einführung führte zu Gegenwind von Publishern, da einige Webseiten den Crawler zunächst nicht blockieren konnten. Cloudflare-Produktleiter James Smith räumte Kommunikations- und Implementierungsprobleme ein und erklärte, diese seien behoben worden. Das Produkt positioniert sich als konformer Intermediär zwischen Publishern und KI-Entwicklern, um Publisher-Kontrollen zu respektieren, ineffizientes Massen-Crawling zu reduzieren und Monetarisierungsoptionen im aufkommenden Markt für lizenzierte KI-Inhalte zu schaffen. Publisher begrüßen Tools, die die Serverbelastung verringern und die Performance bewahren, bleiben jedoch skeptisch, ob zentralisierte Kontrollmechanismen die Machtverhältnisse verschieben. Cloudflare betont, das Ziel sei die Etablierung von Best Practices und die Unterstützung beider Marktseiten.
Der Cloudflare-Crawler verändert den Zugriff auf Web-Inhalte für Publisher und KI-Entwickler, führt Compliance- und Monetarisierungsmechanismen ein und beeinflusst Crawling-Standards, stellt jedoch keinen sofortigen, plattformweiten Richtlinienwechsel der Hyperscaler dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Cloudflare hat eine Crawl-API innerhalb seiner Browser-Rendering-API veröffentlicht, die gesamte Websites scrapen und Inhalte in HTML, Markdown oder JSON ausgeben kann.
- Einige Publisher berichteten anfangs, sie könnten den Cloudflare-Crawler nicht blockieren; Cloudflare erklärte, diese Anfangsprobleme seien inzwischen behoben.
- James Smith, Senior Director of Product bei Cloudflare, räumte Fehler bei Einführung und Kommunikation öffentlich ein und entschuldigte sich.
- Cloudflare positioniert den Crawler als konformen Intermediär, der Publisher-Präferenzen respektiert und Monetarisierungsoptionen unterstützt.
- Publisher beklagen, dass Massen-Crawling zu Serverlast und langsameren Ladezeiten führt, was das Interesse an konformen Crawlern und IAB Tech Lab-Initiativen erhöht.
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Cloudflare stellt neue KI-Crawling-Kontrollen und Monetarisierungswerkzeuge vor
Cloudflare hat neue Klassifizierungen, erweiterte Analysen und kommerzielle Partnerschaften angekündigt, um ein agentenbasiertes Internet zu unterstützen, in dem automatisierte Agents und KI-Bots unter klaren Regeln auf Web-Inhalte zugreifen. Das Unternehmen plant, bis September 2026 Standardeinstellungen einzuführen, die Suchanfragen erlauben, aber das KI-Training sowie die Nutzung durch Agents auf werbefinanzierten Seiten für neue Kunden und unveränderte Free-Tarife blockieren. Zu den Neuerungen gehören das Attribution Business Insights Dashboard, die Etablierung von Answer Engine Optimization sowie die Weiterentwicklung von Pay Per Crawl zu Pay Per Use, um Publisher fair zu entlohnen. Mit Partnern wie Ceramic.ai, You.com und Condé Nast zielt die Initiative darauf ab, die Entdeckbarkeit im Web zu verbessern, redundantes Crawling zu reduzieren und eine gerechte Monetarisierung für Content-Creator im Zeitalter von Connected TV und programmatischen Ökosystemen sicherzustellen.
Cloudflare blockiert KI-Crawler auf Werbeseiten standardmäßig ab 2026
Cloudflare hat eine richtungsweisende Richtlinienänderung angekündigt, die ab dem 15. September 2026 sogenannte Mixed-Use-Webcrawler standardmäßig von werbebespielten Seiten aussperrt. Die neuen Standards greifen für Neukunden, neue Websites bestehender Kunden sowie alle Free-Kunden, sofern diese ihre Einstellungen nicht manuell anpassen. Mit diesem Schritt will Cloudflare KI-Unternehmen dazu bringen, reine Suchcrawler von Trainings-Crawlern zu trennen. Gleichzeitig entwickelt das Unternehmen seinen Marktplatz von Pay Per Crawl zu einem Pay-Per-Use-Modell weiter, um Publishern neue Monetarisierungschancen zu eröffnen. Zu den ersten Partnern für Publisher-Zahlungen gehören Ceramic.ai und You.com. Interne Daten von Cloudflare zeigen zudem, dass über 50 Prozent des Traffic von KI-Crawlern für das wiederholte Abrufen unveränderter Seiten aufgewendet wird. Die Maßnahme schützt das geistige Eigentum sowie die Bandbreite von Publishern und definiert den Datenzugriff für Anbieter von KI-Modellen grundlegend neu.
Publisher distanzieren sich von Google AI Search, während Creator auf KI setzen
Publisher und Creator reagieren unterschiedlich auf den Aufstieg der KI-gesteuerten Suche: Zahlreiche Medienhäuser bereiten vor, Crawler für die Suchindexierung und das KI-Training zu blockieren, während einige Creator auf Sichtbarkeit durch AI Search setzen. Ab dem 15. September blockiert die Sicherheitssoftware von Cloudflare derartige Crawler für Neukunden und Free-Tier-Nutzer standardmäßig; zu den Cloudflare-Kunden zählen der Financial Times, Condé Nast und The Atlantic. USA Today und das Creator-Netzwerk Beehiiv gaben an, ebenfalls Schritte gegen Google vorzubereiten. Google treibt seine KI-Investitionen voran, während der Such- und AdTech-Bereich wächst, meldete jedoch einen negativen Free Cashflow von rund 5,9 Milliarden US-Dollar. Studien zeigen, dass Publisher nur einen geringen Anteil an AI-Referral Traffic erhalten, weshalb Unternehmen wie OpenAI und Microsoft zunehmend Publisher-Content lizenzieren.
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