Beobachtetes Signal · 17. Apr. 2026 · Market Update · Quelle: Digiday · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
ChatGPT-Werbung: CPM-Preise sinken drastisch im Zuge rascher Öffnung
Die Werbepreise für ChatGPT sind seit dem Start des Ad-Piloten vor neun Wochen stark eingebrochen: Die veröffentlichten Raten fielen von ursprünglich 60 US-Dollar CPM auf teils nur noch 25 US-Dollar, wobei vereinzelte Berichte sogar 15 US-Dollar nennen. Agenturen verzeichnen je nach Inventar und Buchungsweg unterschiedliche Durchschnittswerte, wobei Jellyfish Kurse um 45 US-Dollar und programmatische Käufe über Criteo Werte zwischen 35 und 25 US-Dollar melden. OpenAI hat zudem das Mindestbudget für den Piloten von 250.000 auf 50.000 US-Dollar gesenkt, einen Self-Service Ads Manager eingeführt, eine Partnerschaft mit Criteo geschlossen und David Dugan als Werbechef ernannt. Da Messung und Attribution noch unvollständig sind — Cost-per-Action-Modelle sowie Conversion-Tracking befinden sich in der Entwicklung —, erfolgt ein direkter Vergleich der CPMs mit etablierten Plattformen wie Facebook, Instagram, Google Display, TikTok und LinkedIn.
OpenAIs rasante kommerzielle Einführung mit Self-Service, Criteo-Partnerschaft, gesenkter Einstiegsschwelle und neuem Führungspersonal verändert Inventar, Preisdynamik und Nachfrage im Conversational-Advertising-Segment fundamental; anhaltende Defizite bei der Messbarkeit bestimmen maßgeblich die Akzeptanz bei Werbetreibenden.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die gemeldeten CPMs für ChatGPT-Werbung fielen innerhalb von neun Wochen von 60 US-Dollar zum Start auf bis zu 25 US-Dollar.
- OpenAI senkte das Mindestbudget für die Teilnahme am ChatGPT-Werbepiloten von 250.000 auf 50.000 US-Dollar.
- Jellyfish verzeichnet Durchschnittswerte nahe 45 US-Dollar CPM; anonyme Einkäufer berichten über 35 bis 25 US-Dollar CPM bei Buchung über Criteo, während Ad Age Kurse von bis zu 15 US-Dollar meldete.
- OpenAI hat einen Self-Service Ads Manager eingeführt, ist eine Partnerschaft mit Criteo eingegangen und hat David Dugan als dedizierten Werbechef eingesetzt.
- Zitierte Plattform-CPM-Benchmarks (Gupta Media): Facebook 4,82 US-Dollar, Instagram 7,63 US-Dollar, Google Display 10,33 US-Dollar, TikTok 3,02 US-Dollar, LinkedIn 39,19 US-Dollar.
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ChatGPT-Werbepilot zeigt hohe Interaktion, aber stark begrenzte Inventarmöglichkeiten
Der Werbepilot von OpenAI in ChatGPT erzielt laut Agenturaussagen starke Interaktionsraten und hohe Qualitätssignale, jedoch verhindern Inventarbeschränkungen, dass Werbetreibende Budgets im großen Stil ausschöpfen. OpenAI verfolgt ein Umsatzziel von rund 2,5 Milliarden US-Dollar, doch Käufer berichten, dass geringe Ad-Möglichkeiten zu einer Unterauslastung zugesagter Budgets führen – so wurden von zugesagten 200.000 US-Dollar bislang nur etwa 2.000 US-Dollar ausgegeben. Branchenbeobachter bewerten den Kanal als vielversprechend, sehen jedoch Bedarf an mehr Zeit und Inventar. Der Newsletter beleuchtet zudem weitere Marktentwicklungen: ANA-CEO Bob Liodice kündigt seinen Rücktritt nach drei Jahrzehnten an und betont, dass sein Nachfolger Medien- und Technologie-Expertise mitbringen muss. Darüber hinaus gewinnen datenschutzorientierte ‚Break Up With Google‘-Veranstaltungen an Zuspruch, während Magnite Veränderungen im Management verzeichnet.
ChatGPT-Werbeauslieferung stellt die Geduld von Advertisern auf die Probe
OpenAis Rollout von Werbung innerhalb von ChatGPT stößt auf Auslieferungs- und Performance-Herausforderungen, die frühe Advertiser frustrieren. Marketer hatten anfangs hohe Mindestbudgets von teils bis zu 250.000 US-Dollar zugesagt, berichten nun jedoch von massiver Unterauslieferung, bei der manche Bruchteile ihrer Commitments erhielten. Als Reaktion hat OpenAI die Mindestbudgets reduziert und mit dem Launch eines US-Self-Serve-Ads-Managers schließlich ganz abgeschafft, David Dugan als Werbechef verpflichtet sowie CPA-Ads und Ad-Measurement-Infrastruktur eingeführt. Während internationale Piloten und neue Formate getestet werden, bleiben schätzungsweise noch immer mindestens die Hälfte aller Werbeplätze ungenau besetzt. Advertiser kritisieren zudem weiterhin Reporting- und Leistungsfunktionen, während OpenAI kontinuierlich an Qualität und Skalierung arbeitet.
ChatGPT Ads: Vielversprechendes Potenzial oder risikoreiches Experiment?
Die sich entwickelnden ChatGPT Ads werden von Werbetreibenden kritisch geprüft, die einen neuen, ungetesteten Kanal bewerten. Erste Vorbehalte resultieren vor allem aus fehlenden Attributions-Pixeln und höheren Preisen. Nach ersten Plänen für Commitments unter einer Million US-Dollar verlangt OpenAI Berichten zufolge einen CPM von 60 US-Dollar, womit ChatGPT Ads im Premium-Segment und über den Raten von Meta liegen. Der Beitrag analysiert, wie OpenAI Einkäufer in einem wettbewerbsintensiven Markt von diesem Format überzeugen muss. Befürworter verweisen auf die kontextuelle Relevanz und die Memory-Funktion von ChatGPT, die zielgerichtete Werbung im Moment der Konversation ermöglichen sollen, während Kritiker vor Risiken für die User Experience und die Compliance in regulierten Branchen warnen. Analysten diskutieren, ob ChatGPT zu einer neuen Form der Suche werden oder Direktverkäufe über In-Chat-Shopping und Transaktionen antreiben kann. Zu den zentralen Hürden zählen weiterhin Markensicherheit, Relevanz und die Wirtschaftlichkeit von Tests in diesem neuen Umfeld.
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