Beobachtetes Signal · 19. Nov. 2025 · Report Release · Quelle: https://chiefmartec.com/feed/ · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Käuferseitige KI-Agenten: Die wahre Disruption im Marketing
Eine Vorschau auf den Martech-2026-Bericht zeigt eine hohe Durchdringung von KI-Agenten: 90,3 % der Befragten nutzen sie im Martech-Stack. Die fundamentale Disruption im Marketing geht jedoch von käuferseitigen KI-Agenten aus, die das Such-, Evaluierungs- und Transaktionsverhalten verändern. Diese Agenten untergraben die herkömmliche Sichtbarkeit von Marken und traditionelle SEO-Strategien. Beispiele wie OpenAI mit Instant Checkout (Etsy, Shopify, Walmart) und Googles agentische Checkout-Funktionen sowie Gemini-Features (inklusive Preistracking und Sprachrufen in Geschäften) ermöglichen es Käufern, Unternehmenswebsites zu umgehen. Während 63 % der Marketingteams diesen Wandel erkennen, haben erst 14 % entsprechende Anpassungen implementiert; für 2026 wird hierbei hohe Priorität erwartet.
Käuferseitige KI-Agenten und transaktionale Funktionen großer Plattformen verändern die Buyer Journey grundlegend und schwächen traditionelle SEO- sowie vermarktergesteuerte Kanäle ab, was Unternehmen zu kurzfristigen Strategieanpassungen zwingt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- 90,3 % der Studienteilnehmer nutzen KI-Agenten an irgendeiner Stelle in ihrem Martech-Stack.
- 63 % der Marketingteams erkennen veränderte Suchkanäle und Käuferverhaltensweisen, aber nur 14 % haben Reaktionen darauf implementiert.
- OpenAI hat eine Instant-Checkout-Funktion für Käufe über ChatGPT (u.a. Etsy, Shopify, Walmart) gestartet.
- Google hat transaktionale agentische Funktionen wie Checkout über Google Pay und Gemini-Funktionen für lokale Bestandsabfragen eingeführt.
- Der Martech-2026-Bericht erscheint am 2. Dezember mit Unterstützung von Sponsoren wie GrowthLoop, Hightouch, Intuit Mailchimp, MetaRouter, Progress, SAS und Treasure Data.
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2026er Shift: Agentic Commerce und KI-gestütztes Marketing
Diese Analyse zeigt, dass 2026 den entscheidenden Übergang zur „Agentic Economy“ markiert, in der autonome KI-Agenten die Produktsuche, -empfehlung und den Kaufabschluss übernehmen. Klassische Keywords verlieren durch intent-basierte KIs wie Google AI Max an Bedeutung. Statt klassischer Link-Rankings entscheidet künftig die Sichtbarkeit in Conversational-KI-Antworten (AI Mode). Marken- und Performance-Marketing müssen über den gesamten Funnel hinweg verschmelzen, während Unternehmen ihre Produktdaten maschinenlesbar aufbereiten müssen. Als neuer offener Standard für agentengetriebene Käufe wird das Universal Commerce Protocol (UCP) eingeführt. Ergänzt wird dies durch Google-Tools wie AI Max, Demand Gen und Performance Max sowie Praxisbeispiele von Bonprix (plus 44 Prozent Neukunden) und der Postbank (70 Prozent digitalisierte Abschlüsse, 71 Prozent gesunkene CPAs). Marketer müssen sich 2026 auf niedrige Latenzen, hochqualitative Echtzeit-Produktdaten und eine agenten-fitte Infrastruktur einstellen.
AI Shopping wird Mainstream: Wichtige Kennzahlen für 2026
Ein MarTech-Bericht aggregiert Marktdaten von 2026 und belegt die rapide Konsumentenadaption von KI-Tools bei der Kaufentscheidung. Zentrale Ergebnisse: 43 % der US-Verbraucher nutzen KI-Assistenten für die Produktrecherche, und 46 % beginnen ihre Customer Journey direkt auf KI-Plattformen. Der durch KI vermittelte Traffic auf Retail-Websites verzeichnete laut Adobe ein explosives Wachstum von 1.200 % im Jahresvergleich – bei gleichzeitig um 31 % höheren Conversion Rates. Zwar verifizieren 86 % der Nutzer KI-Empfehlungen über Drittquellen, doch Prognosen von NielsenIQ zeigen bereits ein enormes Marktpotenzial: Bis 2030 könnten autonome 'Agentic Shoppers' 190 bis 385 Milliarden US-Dollar des US-E-Commerce-Umsatzes ausmachen. Die branchenübergreifende Analyse von Product.ai, L.E.K. Consulting, Gartner und weiteren verdeutlicht den massiven Handlungsdruck für Marketing-, Traffic-, Attributions- und Customer-Experience-Strategien von Händlern und AdTech-Anbietern.
Agentic Commerce: Vorbereitung auf den Einkauf durch autonome KI-Agenten
Marcel Schöne, Gründer und Managing Director der Performance-Partnership-Agentur Uppr, analysiert in einem Gastbeitrag für HORIZONT die tiefgreifenden Auswirkungen von Agentic Commerce auf die Customer Journey. Der zunehmende Einsatz autonomer KI-Agenten für Produktsuche und Kaufentscheidungen erfordert eine fundamentale Neuausrichtung von Marketing- und E-Commerce-Strategien. Unternehmen müssen ihre Datenpraktiken sowie Produktinformationen gezielt optimieren, um für Machine-to-Machine-Interaktionen auffindbar und verwertbar zu sein. Schöne beschreibt diese Transformation als Paradigmenwechsel, der operative Anpassungen in den Bereichen Commerce, Search Visibility und Governance verlangt, anstatt lediglich bestehende Marketingtaktiken inkrementell weiterzuentwickeln. Marketingorganisationen stehen somit vor der Herausforderung, neben menschlichen Konsumenten künftig auch algorithmische Käufer als Zielgruppe zu adressieren.
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