Beobachtetes Signal · 10. Juni 2026 · Technical Release · Quelle: onlinemarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Bing führt Opt-out-Funktion für Copilot-KI-Antworten ein
Microsoft hat eine Vorschau-Browsererweiterung für Chrome und Edge veröffentlicht, mit der Nutzer von Copilot generierte KI-Antworten in den Bing-Suchergebnissen ein- und ausschalten können. Die Funktion wurde vom Leiter der Microsoft-Suche, Jordi Ribas, auf X angekündigt. Sie ermöglicht es, KI-Antworten mit einem Klick zu verbergen, oder alternativ das Suffix „-ai“ an Suchanfragen anzuhängen, um diese zu unterdrücken. Die Erweiterung befindet sich derzeit in der Testphase; Microsoft hat noch nicht bekannt gegeben, ob die Option fest in Bing oder in die Kontoeinstellungen integriert wird. Dieser Schritt reagiert auf Nutzerfeedback, wonach viele Menschen keine KI-Zusammenfassungen für jede Suche wünschen. Eine Studie von Orbit Media zeigt, dass 23 Prozent der Befragten KI-Zusammenfassungen bewusst ignorieren und 7 Prozent diese bereits deaktiviert haben. Zudem verzeichnete DuckDuckGo nach den KI-Vorstößen der Konkurrenz eine Verdreifachung der Besuche auf seiner No-AI-Suchseite.
Die Einführung einer Opt-out-Option für KI-Antworten durch einen Major Player wie Microsoft zeigt, dass das Nutzerverhalten bei der Suche im Wandel ist, was die Wettbewerbsdynamik bei der Suchmaschinenmonetarisierung und Discovery nachhaltig beeinflussen kann.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Microsoft hat eine Vorschau-Browsererweiterung für Chrome und Edge zur Steuerung von Copilot-Antworten in Bing veröffentlicht.
- Die Ankündigung erfolgte durch den Microsoft-Suchchef Jordi Ribas auf X.
- Nutzer können zudem das Suffix „-ai“ an Suchanfragen anhängen, um Copilot-Antworten auch ohne Erweiterung auszublenden.
- Eine Orbit-Media-Studie zeigt: 23 Prozent ignorieren KI-Zusammenfassungen bewusst, 7 Prozent haben sie deaktiviert.
- DuckDuckGo meldete eine Verdreifachung der Besuche auf seiner No-AI-Suchseite nach Googles KI-Offensive.
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DuckDuckGo veröffentlicht Browser-Erweiterungen für KI-freie Suche
DuckDuckGo hat neue Browser-Erweiterungen für Chrome und Firefox veröffentlicht, mit denen Nutzer das KI-freie Sucherlebnis als Standard festlegen können. Die entsprechende Seite verzichtet auf KI-gestützte Antworten, Chat-Prompts und reduziert KI-generierte Bilder. DuckDuckGo verzeichnet seit Googles Umstellung auf KI-fokussierte Suche ein starkes Traffic-Wachstum: Die Besuche der KI-freien Seiten stiegen zeitweise um fast 30 Prozent im Wochenvergleich und verzeichneten am 28. Mai 2026 eine Verdreifachung. Zudem legten die US-App-Installationen im Wochenvergleich um 18,1 Prozent zu, während iOS-Installationen in den USA um bis zu 69,9 Prozent stiegen. Das Unternehmen plant, entsprechende Steuerungselemente für KI-Suche in weitere Privacy Essentials-Erweiterungen zu integrieren, bietet jedoch parallel weiterhin einen optionalen AI Chatbot sowie kostenpflichtige Abos an.
Microsoft Xbox gründet neue Sparte für Filme, Serien und Freizeitparks
Die Gaming-Sparte Xbox von Microsoft hat die Gründung einer neuen Geschäftseinheit für Filme, Serien und Themenpark-Attraktionen angekündigt. Dieser Schritt signalisiert eine Expansion in den Unterhaltungs- und Erlebnisbereich über Videospiele hinaus und nutzt das geistige Eigentum von Xbox. Diese strategische Diversifizierung ist Teil von Microsofts breiteren Ambitionen, seine Medien- und Unterhaltungsaktivitäten auszubauen, einem Branchentrend folgend. Die neue Sparte wird sich auf die Entwicklung und Produktion von Inhalten auf Basis von Xbox-Franchises konzentrieren und potenziell neue Einnahmequellen für das Unternehmen erschließen. Finanzielle Details oder ein Zeitplan für den Betrieb der Sparte wurden nicht bekannt gegeben.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
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