Beobachtetes Signal · 2. Juli 2026 · Study Release / Market Research · Quelle: Meedia · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
KI treibt das Wachstum im Bereich Print-Mailings und Dialogmarketing voran
Der Dialogmarketing-Monitor 2026 der Deutschen Post belegt, dass Künstliche Intelligenz zu einem zentralen Wachstumstreiber für Print-Mailings und Dialogmarketing avanciert. Laut einer Befragung von 1.500 Marketingentscheidern setzen bereits 44 Prozent der Unternehmen KI für Briefwerbung ein, weitere 24 Prozent planen dies. Die Netto-Werbeinvestitionen beliefen sich 2025 auf 45,3 Milliarden Euro (+2,7 % im Jahresvergleich), während die Budgets für Dialogmedien auf 26,6 Milliarden Euro stiegen, was 59 Prozent des Werbemarktes ausmacht. Briefwerbung blieb mit 5,8 Milliarden Euro stabil. Von den Unternehmen, die KI für Print-Mailings nutzen, verwenden 81 Prozent sie für die Texterstellung und rund ein Drittel für Ideation und Kampagnenkonzeption. Verbraucher agieren hingegen zurückhaltend: Über ein Drittel bewertet KI-gestützte Werbung positiv, doch 82 Prozent fordern eine klare Kennzeichnung, und 65 Prozent stufen KI-generierte Inhalte als weniger vertrauenswürdig ein.
Eine bedeutende Branchenstudie dokumentiert eine spürbare KI-Adoption bei Print-Mailings sowie stabile Dialogmedien-Budgets, was signifikante Kanal- und Produktionsverschiebungen für Werbetreibende, Agenturen und Anbieter signalisiert.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Dialogmarketing-Monitor 2026: 44 % der Unternehmen nutzen KI für Briefwerbung, 24 % planen dies.
- Netto-Werbeinvestitionen 2025 bei 45,3 Milliarden Euro (+2,7 % im Jahresvergleich).
- Werbeausgaben für Dialogmedien stiegen auf 26,6 Milliarden Euro (59 % des Gesamtmarktes).
- Briefwerbung blieb bei 5,8 Milliarden Euro stabil; Online-Marketing war mit 19,9 Milliarden Euro grösster Einzelposten.
- 81 % der KI-nutzenden Unternehmen setzen auf Texterstellung; 82 % der Verbraucher fordern Kennzeichnung, 65 % sehen KI-Inhalte skeptisch.
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Studie: Dialogmarketing treibt den deutschen Werbemarkt auf Rekordniveau
Eine aktuelle Studie der Deutschen Post (Dialogmarketing-Monitor 2026) belegt ein Wachstum des deutschen Werbemarkts im Jahr 2025, wobei die Netto-Werbeausgaben um 2,7 % von 44,1 auf 45,3 Milliarden Euro stiegen. Haupttreiber waren Dialogmedien – primär Online-Marketing, adressierte Mailings und Telemarketing –, die um 1,4 Milliarden Euro auf 26,6 Milliarden Euro wuchsen und nun rund 59 % der Werbebudgets ausmachen. Allein das Online-Marketing kletterte auf 19,9 Milliarden Euro und fungiert branchenübergreifend als zentraler Wachstumsmotor. Klassische Medien (TV- und Print-/Display-Werbung) sanken hingegen auf 18,6 Milliarden Euro. Zudem beleuchtet der Report den steigenden KI-Einsatz im Marketing (vor allem bei der Texterstellung), dem Verbraucher jedoch skeptisch gegenüberstehen: 82 % fordern eine klare KI-Kennzeichnung in Werbetexten und -bildern, während 65 % KI-generierte Inhalte als weniger vertrauenswürdig einstufen. Für die Studie wurden 1.500 Marketingentscheider sowie 1.500 Verbraucher befragt; herausgegeben wird sie von der Deutschen Post in Zusammenarbeit mit Statista+.
KI im Marketingalltag fest verankert: Effizienz steigt, Sicherheitsbedenken bremsen
Eine nicht-repräsentative Umfrage der Zürcher Beraterin Monika Liechti unter 114 deutsch-schweizerischen Marketing-Experten zeigt, dass Künstliche Intelligenz in Marketing-Workflows flächendeckend etabliert ist. Lediglich eine befragte Person gab an, bewusst auf KI zu verzichten. Zu den häufigsten Anwendungsbereichen zählen Texterstellung (92%), Strategie- und Konzeptentwicklung (80%) sowie Bildgenerierung (71%). Als Hauptvorteil nennen 88% der Anwender die Zeitersparnis bei Routineaufgaben. Haupthemmnisse für eine intensivere Nutzung sind Sicherheitsbedenken (43%) und Datenschutzsorgen (39%), gefogt von fehlendem Know-how (31%) und knappen Budgets (12%). Mittelständische Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitern verzeichnen mit 65% überdurchschnittlich hohe Sicherheitsbedenken und nutzen Kampagnen-Automatisierung kaum (6%). Die Stichprobe ist stark zu größeren Unternehmen hin verzerrt, wobei Branchenzugehörigkeiten aufgrund technischer Fehler nicht analysiert werden konnten. Liechti & Co berät Marketing-Teams gezielt beim KI-Einsatz.
Mediaagenturen prognostizieren Zeitenwende durch KI-Werbung und Conversational Ads
Der Trendmonitor Mediaagenturen 2026 von BVDW und Die Mediaagenturen e.V. signalisiert einen fundamentalen Wandel im Werbemarkt. Aktuell verzeichnen 70 Prozent der Mediaagenturen eine starke Nachfrage nach Digitalwerbung (Vorjahr: 40 Prozent) und prognostizieren für 2027 ein Wachstum von acht Prozent. Während klassisches Search Engine Advertising (SEA) massiv an Bedeutung verlieren dürfte, gewinnen KI-gestützte Kampagnen und Conversational Ads rasant an Relevanz. Video bleibt kurzfristig führend, wird jedoch binnen fünf Jahren voraussichtlich hinter KI-Werbung sowie SEO/GEO auf Platz drei zurückfallen. Parallel dazu treiben Agenturen die Etablierung einheitlicher Identity-Management-Lösungen für die Kampagnensteuerung voran. Angesichts zunehmender Automatisierung von Routineprozessen verschiebt sich das Agenturgeschäft beschleunigt hin zu strategischer Beratung und agentischem Paid Media.
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