Beobachtetes Signal · 19. Aug. 2026 · Opinion / Interview · Quelle: AdExchanger · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Agentur-Blackbox bricht auf: Bob Lord von Horizon Media fordert Wandel
Bob Lord, President von Horizon Media, argumentiert, dass viele Agenturen sich zu stark auf reine Kostensenkungen durch KI konzentrieren, statt echtes Werbewachstum zu fördern. Laut Lord bestehen Intransparenzen in der Supply-Chain, isolierte Tech-Stacks und versteckte Programmatic-Kosten weiterhin fort. Mehr Transparenz, Open-Source-Ansätze und erfolgsbasierte Vergütungsmodelle sollen Agenturen zu echten Wachstumspartnern machen. Bei Horizon stellt das Management das Vergütungsmodell zunehmend auf direkte Geschäftsergebnisse der Kunden um und setzt auf transparente Verträge, die Publisher-Rabatte direkt weitergeben. Zudem fordert Lord Systeme, die Kunden den Self-Service-Zugriff auf Kampagnen-Insights ermöglichen, sowie eine engere Verzahnung von Kreation und Media, um messbare Geschäftserfolge zu erzielen. Diese Entwicklung deutet auf einen nachhaltigen Wandel in der Branche hin, der traditionelle Agenturmodelle und programmatische Praktiken grundlegend verändern könnte.
Die Branchenperspektive eines führenden Agenturmanagers signalisiert einen grundlegenden Wandel hin zu KI-gestützter Transparenz und performancebasierten Vergütungsmodellen, was branchenweite Agenturvereinbarungen und programmatische Praktiken nachhaltig beeinflussen dürfte.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Bob Lord ist President von Horizon Media, ehemaliger Global CEO von Razorfish und leitete zuvor die digitale Transformation bei IBM.
- Horizon Media stellt sein Geschäftsmodell auf erfolgsbasierte Vergütung um, bei der die Bezahlung an die Erreichung von Unternehmenszielen gekoppelt ist.
- Laut Lord beinhaltet die Vertragspraxis von Horizon Media unter CEO Bill Koenigsberg strenge Transparenzklauseln und die Weitergabe von Publisher-Rabatten.
- Lord argumentiert, dass KI und eine Open-Source-Tech-Kultur die Transparenz in der Media-Supply-Chain erhöhen und Mediabudgets direkt mit Geschäftsergebnissen verknüpfen können.
Verknüpfte Unternehmen
8 verknüpfte Unternehmen“Er war globaler CEO von Razorfish und leitete die digitale Transformation bei IBM, bevor er Anfang des vergangenen Jahres als President zu H...”
“Er war globaler CEO von Razorfish und leitete die digitale Transformation bei IBM, bevor er Anfang des vergangenen Jahres als President zu H...”
“Er war globaler CEO von Razorfish und leitete die digitale Transformation bei IBM, bevor er Anfang des vergangenen Jahres als President zu H...”
“Während seiner Zeit bei IBM wuchs das Unternehmen erst im geanten Maße, als Cloud- und Technologieangebote für Wettbewerber wie Microsoft un...”
“Während seiner Zeit bei IBM wuchs das Unternehmen erst im geanten Maße, als Cloud- und Technologieangebote für Wettbewerber wie Microsoft un...”
“Populäre KI-Modelle wie ChatGPT und Claude basieren ebenfalls auf Open-Source-Technologie.”
“Populäre KI-Modelle wie ChatGPT und Claude basieren ebenfalls auf Open-Source-Technologie.”
“Access Intelligence, LLC – Alle Rechte vorbehalten.”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Horizon-Präsident Bob Lord fordert Agenturtransparenz und KI-Neuaufstellung
Bob Lord, President von Horizon Media Holdings, kritisierte auf der Konferenz der Advertising Research Foundation traditionelle Agenturmodelle als veraltet und intransparent. Er forderte eine Ausrichtung auf Performance, Offenlegung von Plattform- und Datengebühren sowie mehr Explainability bei KI-Modellen. Horizon selbst weist Technologiegebühren transparent aus und berechnet eine Blu-Gebühr für seine eigene KI-Plattform. Jay Pattisall von Forrester warnte indessen, dass agentisches Media Buying die Intransparenz erhöhen könnte, selbst wenn es Zwischenschritte reduziert. Laut einer Studie von Keen Decision Systems planen 44 % der Werbetreibenden, mehr Media Planning ins Haus zu holen, während Marken Werbung in generativen KI-Schnittstellen testen. Zudem kündigte Dentsu einen Global Media Planner in Zusammenarbeit mit Lumen an, und die neue KI-native Agentur Multiply sammelte 9,5 Millionen US-Dollar an Funding ein. Diese Entwicklungen verdeutlichen den Druck auf klassische Geschäftsmodelle im programmatischen Ökosystem.
CMOs müssen im Zeitalter von KI absolute Kontrolle fordern
Ein zur Cannes Lions 2026 veröffentlichter Meinungsbeitrag fordert Chief Marketing Officers auf, angesichts der durch Künstliche Intelligenz transformierten Marketinglandschaft von Agenturpartnern strikte Transparenz, uneingeschränkte Datenhoheit und flexible Betriebsmodelle zu verlangen. Die Autoren Bob Lord (CEO) und Renata Spackova (COO) von Horizon Global kritisieren, dass viele Agenturplattformen intransparent geworden sind, Marken in unpassende Technologie- und Profitmodelle drängen und agenturinterne Walled Gardens errichten. Sie verweisen auf ein Whitepaper von 3C Ventures, dem zufolge vereinheitlichte Plattform-Sprachregelungen und schwache Governance zu Verwirrung bei Werbetreibenden führen. Horizon Global – ein Ende 2025 gegründetes Joint Venture zwischen Horizon Media und Havas Media Network – positioniert seine BluConverged-Plattform, eine transparente P&L-Struktur und garantierte Datenhoheit für Kunden als Gegenmittel. Der Artikel plädiert dafür, Agenturen als Wachstumstreiber zu begreifen, die die Kontrolle auf Kundenseite stärken, statt sie als Gatekeeper zu akzeptieren.
Horizon-CEO Bob Lord kritisiert FTE-Modelle der Holdinggesellschaften
Beim Advance-Event von Smartly in Lower Manhattan kritisierte Bob Lord, Präsident von Horizon Media Holdings, öffentlich die traditionellen auf Vollzeitäquivalenten (FTE) basierenden Preismodelle großer Agentur-Holdinggesellschaften. Er argumentierte, dass solche Modelle zusammen mit Principal-basiertem Einkauf veraltet seien und das Geschäftswachstum der Kunden behinderten. Lord betonte die Notwendigkeit 'komposabler Architekturen' und der Monetarisierung von Technologieinvestitionen statt der Abhängigkeit von veralteten headcount-basierten Preismodellen. Er prognostizierte, dass Kunden innerhalb von fünf Jahren aufhören werden, für FTE-Modelle zu zahlen. Seine Kommentare verdeutlichen eine wachsende Branchendebatte über Vergütungsstrukturen in Agenturen, da Technologie und KI die Agenturlandschaft verändern.
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