Meta und YouTube wegen suchterzeugendem Plattform-Design für fahrlässig befunden
Eine Jury in Los Angeles hat Meta und YouTube wegen der fahrlässigen Entwicklung suchterzeugender Funktionen wie Infinite Scroll, Autoplay und Push-Notifications verurteilt. Meta wurde mit 70 %, YouTube mit 30 % haftbar gemacht; der zugesprochene Schadensersatz beläuft sich auf 6 Millionen US-Dollar. Das Urteil stuft Social-Media-Plattformen als haftbare Produkte ein und umgeht Section 230, indem es auf das Produktdesign statt auf Inhalte abstellt. Aktuell sind über 6.000 Klagen anhängig, darunter ein Bußgeld von 375 Millionen US-Dollar gegen Meta in New Mexico sowie ein 27-Millionen-Dollar-Vergleich von Meta, YouTube, Snap und TikTok mit einem Schulbezirk in Kentucky. Für Werbetreibende birgt dies erhebliche Reputations- und Brand-Safety-Risiken, erschwert den Zugang zu jüngeren Zielgruppen und erzwingt eine Neuausrichtung etablierter Engagement-Metriken.
- •Eine Jury in Los Angeles sprach am 25. März 2026 Schadensersatz von 6 Mio. USD zu; Haftungsverteilung: 70 % Meta, 30 % YouTube.
- •Sowohl Meta als auch YouTube legten im Juli 2026 Berufung gegen das Urteil ein.
- •Mehr als 6.000 Klagen gegen Social-Media-Konzerne sind derzeit anhängig.
