Beobachtetes Signal · 15. Juni 2023 · Market Research / Trend Analysis · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Nutzerinteresse: ChatGPT übertrifft das Metaverse und NFTs deutlich
Eine Analyse von Taboola-Daten zeigt, dass sich die Aufmerksamkeit von Nutzern stark auf ChatGPT konzentriert, während das Interesse an Metaverse und NFTs deutlich nachlässt. Im April 2023 verzeichnete ChatGPT 58 Millionen Seitenaufrufe und übertraf damit andere Technologietrends signifikant. Die Daten basieren auf Konsumdaten von über 500 Millionen täglich aktiven Nutzern bei Premium-Publishern. Der Aufschwung begann nach Googles Reaktion im Januar 2023 mit einem Leserschaftsanstieg von 325 Prozent sowie der Integration in Bing und Edge durch Microsoft mit plus 107 Prozent in drei Tagen. Regional zeigte sich nach der GPT-4-Ankündigung ein sprunghafter Anstieg in der DACH-Region um 750 Prozent. Zwischen Januar und Februar 2023 wuchs das Interesse an ChatGPT um 116 Prozent, während NFTs um 31 Prozent und das Metaverse um 15 Prozent zurückgingen. Adam Singolda von Taboola betont, dass KI-Technologien die Kampagnenerstellung und -optimierung für Werbetreibende grundlegend transformieren werden.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- ChatGPT verzeichnete im April 2023 laut Taboola-Analyse 58 Millionen Seitenaufrufe.
- Die Popularität von ChatGPT übertraf das Interesse an Metaverse und NFTs im Tech-Trend-Vergleich.
- Googles Reaktion auf ChatGPT im Januar 2023 steigerte die Leserschaft um 325 Prozent.
- Die Microsoft-Integration in Bing und Edge erhöhte die Leserschaft innerhalb von drei Tagen um 107 Prozent.
- Von Januar bis Februar 2023 stieg das ChatGPT-Interesse um 116 Prozent, während NFTs (minus 31 Prozent) und das Metaverse (minus 15 Prozent) verloren; in der DACH-Region sorgte die GPT-4-Ankündigung für einen Zuwachs von 750 Prozent.
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ChatGPT Ads: Taktische Wette statt plattformübergreifender Strategie
Diese Analyse vergleicht die Position von ChatGPT im KI-Assistenten-Markt mit historischen Browserkriegen und argumentiert, dass Googles Gemini von Distributionsvorteilen ähnlich wie Chrome profitiert, während das Nutzerwachstum von ChatGPT stagniert. Dennoch raten Experten Marketern zu taktischen Tests von ChatGPT Ads aufgrund geringer Konkurrenz und niedriger Kosten, gestützt auf BestMoneys Anzeigenanteil von 13,56 % und begrenztes Ad Inventory. OpenAIs Fokus zeigt, dass Werbung hinter dem B2B-Enterprise-Geschäft zurücksteht; für 2030 prognostizierter Umsatz liegt bei 280 Milliarden US-Dollar, davon 100 Milliarden durch Ads. Die Expansion in 31 europäische Länder im August 2026 bietet frühzeitige Chancen vor intensiverem Wettbewerb. Das Fazit: ChatGPT Ads bieten kurzfristige Gewinne, ersetzen jedoch keine langfristigen Plattformstrategien auf Google und Meta.
Report: ChatGPT-Nutzer zeigen andere Kaufabsichten als Google-Sucher
BFJ Digital hat einen Verhaltensbericht veröffentlicht, der signifikante Unterschiede in der Nutzerabsicht zwischen konversationeller KI (ChatGPT) und traditionellen Suchmaschinen aufzeigt. Die Studie belegt, dass ChatGPT primär für die explorative Recherche und Informationssynthese in der Customer Journey genutzt wird, während Suchmaschinen ihre Dominanz für unmittelbare Transaktionsabsichten und Checkout-Prozesse behalten. Der Bericht warnt davor, sämtlichen Digital Traffic mit identischer Kaufabsicht zu bewerten, da dies die Customer Acquisition Costs (CAC) erhöht. Es werden drei operative Anpassungen empfohlen: die Optimierung von Website-Daten für AI-Kontexte, die Aufteilung von Marketingbudgets nach Intent (Recherche versus Transaktion) sowie die Aktualisierung von Attributionsmodellen, um KI-gestützte Recherchen mit späteren, über die Suche gesteuerten Conversions zu verknüpfen. Der Artikel wurde am 12. Juni 2026 von MarTech Series veröffentlicht.
Similarweb: ChatGPT Ads gefährden Googles Suchmaschinenwerbung
OpenAI hat Anfang Februar 2026 ein Werbeprogramm für ChatGPT gestartet. Harel Amir, Product Chief beim Webanalyse-Unternehmen Similarweb, hat frühe ChatGPT-Werbeplatzierungen von Partnern wie Hubspot, Dick‘s Sporting Goods und Indeed analysiert. Amir argumentiert, dass ChatGPT-Ads Nutzer über konversationelle Intents ansprechen – abgeleitet aus laufenden Dialogen statt über Keywords –, was Werbeeinblendungen auch für Nutzer ohne vorherige Kaufabsicht ermöglicht. Laut Similarweb-Daten hatten 46 % der Nutzer, denen ChatGPT-Anzeigen ausgespielt wurden, keine initiale Kaufabsicht; 83 % der Suchanfragen, die Anzeigen auslösten, hätten zu keiner Google Shopping-Anzeige geführt. Die Monetarisierung wird auf einen CPM von rund 60 USD und einen CPC von rund 12 USD geschätzt, bei einer Click-Through-Rate von etwa 0,68 %. Amir betrachtet dieses konversationelle Werbemodell als potenzielle Bedrohung für Googles Dominanz bei der Suchmaschinenwerbung und als hochlukrativen neuen Umsatzkanal für OpenAI.
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