Beobachtetes Signal · 25. Jan. 2023 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
US-Justizministerium verklagt Google wegen Dominanz im AdTech-Markt
Das U.S. Department of Justice plant eine weitreichende Kartellrechtsklage gegen Google wegen des Verdachts auf missbräuchliche Marktmacht im digitalen Werbemarkt. Im Zentrum der Klage steht die Google Ad Manager Suite, die rund 12 Prozent des Unternehmensumsatzes ausmacht und als zentral für das gesamte AdTech-Geschäft gilt. Insiderinformationen von Bloomberg zufolge wurde die Einreichung der Klage im Januar 2023 vorbereitet. Google weist die Vorwürfe in einer offiziellen Pressemitteilung zurück und argumentiert, dass das Ökosystem hochgradig kompetitiv sei. Eine Zerschlagung würde demnach Innovationen bremsen und die Werbekosten für Tausende kleine Unternehmen und Publisher erhöhen. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund jahrelanger regulatorischer Prüfungen seit 2020, paralleler Verfahren wie der Klage des Attorney General von Texas sowie dem intensiven Wettbewerb mit Playern wie Meta, TikTok und Netflix.
Ein historischer regulatorischer Meilenstein im AdTech-Sektor mit potenziell disruptiven Auswirkungen auf die Marktmacht und Geschäftsmodelle etablierter Tech-Giganten.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das US-Justizministerium plant Kartellrechtsklage gegen Google wegen Dominanz im AdTech-Segment.
- Im Fokus steht die Google Ad Manager Suite, die etwa 12 Prozent zum Google-Umsatz beisteuert.
- Google weist die Vorwürfe zurück und warnt vor steigenden Werbegebühren und geringerer Innovation.
- Das Verfahren baut auf früheren Untersuchungen aus dem Jahr 2020 und einer Klage des Generalstaatsanwalts von Texas auf.
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Threads testet Gems und zeichnet täglich wertvolle Beiträge aus
Threads testet die neue Funktion Gems, die täglich bis zu 25 herausragende Unterhaltungen mit einem sichtbaren Diamant-Badge auszeichnet. Die Auswahl erfolgt algorithmenbasiert und berücksichtigt Originalität, Aktualität und authentische Diskussionen – unabhängig von der Followerzahl. Qualifiziert sind eigene Posts oder direkte Antworten, jedoch keine Reposts oder von Instagram übernommene Inhalte. Die Funktion ist vorerst auf öffentliche US-Accounts von Nutzern ab 18 Jahren beschränkt, die Auszeichnungen sind aber weltweit sichtbar, auch in Deutschland. Ausgezeichnete erhalten eine Benachrichtigung und können das Badge teilen. Nutzer können das Label auch ausblenden. Erste Hinweise gab es bereits im August durch App-Forscher Alessandro Paluzzi. Threads möchte so originelle und ansprechende Inhalte fördern; Nicht-Ausgezeichnete müssen keine negativen Auswirkungen auf die Reichweite befürchten.
Meta sperrt TikTok-Werbung auf Facebook und Instagram
Meta hat damit begonnen, Anzeigen und bezahlte Marketingbotschaften von TikTok-Mutterkonzern ByteDance auf seinen Plattformen in den USA, Kanada, Ägypten, Indonesien, Japan, Thailand und Vietnam zu sperren, mit Wirkung zum 8. Oktober 2026. Das Verbot gilt auch für Kampagnen Dritter, die auf TikTok oder andere ByteDance-Angebote in diesen Ländern verweisen. Meta-Sprecher Chris Sgro begründete den Schritt als übliche Praxis, um einen Konkurrenten nicht zu unterstützen, der Nutzer abwerben will. Diese Entscheidung verschärft die Rivalität zwischen den beiden Social-Media-Unternehmen und wirft Fragen zu den Regeln digitaler Plattformmärkte auf, insbesondere da beide als Gatekeeper unter dem EU-Digital Markets Act gelten. Das Verbot betrifft derzeit keine EU-Länder, könnte aber weitreichende Folgen für Werbetreibende und Agenturen haben, die plattformübergreifende Kampagnen planen.
TV-Quoten: '3-Millionen-Euro-Woche'-Finale erreicht 3 Millionen Zuschauer
Der TV-Quotenbericht für Donnerstag zeigt, dass das Finale der RTL-Quizshow '3-Millionen-Euro-Woche' 3,07 Millionen Zuschauer erreichte und einen Marktanteil von 18,3 Prozent erzielte. Der ARD-Krimi 'Tiroler Blut' führte die Primetime mit 5,14 Millionen Zuschauern und 24,7 Prozent an. Bei den 14- bis 49-Jährigen gewann die RTL-Show mit 21,4 Prozent. Der Artikel behandelt auch Streaming-Charts: Bei Netflix debütierte die Miniserie 'Below' auf Platz eins und verdrängte 'East of Eden'. Bei Prime Video übernahm Stephen Kings 'Carrie' die Spitze der Serien. Disney+-Rankings blieben stabil, mit Wiedereinstiegen von 'Modern Family' und 'Bluey'. Auf YouTube war der Livestream von Nius das meistgesehene Video, gefolgt von einem MrWissen2go-Video zu den US-Midterms. Diese Einblicke basieren auf AGF-Daten und offiziellen Streaming-Charts.
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