Beobachtetes Signal · 15. Sept. 2026 · Report Release · Quelle: techcrunch · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
US-Rechenzentren: Erdgasverbrauch übertrifft bis 2035 Deutschland und Japan zusammen
Ein neuer Bericht von BloombergNEF prognostiziert, dass US-Rechenzentren bis 2035 täglich rund 18 Milliarden Kubikfuß Erdgas verbrauchen werden – fast doppelt so viel wie zuvor erwartet und mehr als der kombinierte Bedarf von Deutschland und Japan. Dieser massive Nachfrageanstieg wird sowohl durch Onsite-Kraftwerke als auch durch netzgebundene Data Center getrieben, wobei Letztere bis 2035 voraussichtlich 15 Milliarden Kubikfuß pro Tag beitragen. Der Boom droht die Erdgaspreise in die Höhe zu treiben und die täglichen Treibhausgasemissionen um 1 Million Tonnen zu erhöhen. Um Engpässe im öffentlichen Stromnetz zu umgehen, planen Tech-Giganten wie Meta, Microsoft, Google und Amazon vermehrt eigene Gaskraftwerke. Analysten von Noreva warnen, dass die Annahme stabiler Gaspreise trügerisch sein könnte, was letztlich auch regulierte Endverbraucher belasten dürfte.
Die Entwicklung verdeutlicht die massiven Infrastruktur- und Energiekosten des Cloud- und KI-Booms, hat jedoch keine direkten Auswirkungen auf operative AdTech- oder MarTech-Prozesse.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- BloombergNEF prognostiziert für US-Rechenzentren bis 2035 einen täglichen Erdgasverbrauch von 18 Milliarden Kubikfuß.
- Onsite-Gaskraftwerke an Rechenzentren werden bis 2035 täglich 2,9 bis 3,4 Milliarden Kubikfuß Erdgas benötigen.
- Netzgebundene Rechenzentren treiben den Erdgasverbrauch bis 2035 um zusätzliche 15 Milliarden Kubikfuß pro Tag.
- Die Mehrnachfrage verursacht täglich 1 Million Tonnen zusätzliche Treibhausgasemissionen, was rund 12 % der aktuellen US-Emissionen entspricht.
- Meta, Microsoft, Google und Amazon haben Pläne für eigene Erdgaskraftwerke zur Versorgung ihrer Rechenzentren angekündigt.
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4 verknüpfte Unternehmen“Meta... announcing plans for new natural gas power plants...”
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Rechenzentrum-Boom lässt Kosten für Gaskraftwerke um 66 Prozent steigen
Der enorme Strombedarf von Technologieunternehmen für den Betrieb großer Rechenzentren führt zu drastischen Kostensteigerungen und längeren Bauzeiten bei Gaskraftwerken. Einem BloombergNEF-Bericht zufolge kletterten die Errichtungskosten für GuD-Kraftwerke (Combined-Cycle Gas Turbine) innerhalb von zwei Jahren um rund 66 Prozent von unter 1.500 US-Dollar pro Kilowatt im Jahr 2023 auf 2.157 US-Dollar, während sich die Projektdauer um etwa 23 Prozent verlängerte. Der Strombedarf von Rechenzentren soll von aktuell rund 40 Gigawatt auf 106 Gigawatt bis 2035 steigen. Lieferengpässe und Preissteigerungen bei Gasturbinen, die voraussichtlich 195 Prozent über dem Niveau von 2019 liegen, lassen die Wartelisten bis in die frühen 2030er Jahre wachsen. Als Alternative zu neuen Gaskraftwerken prüfen Tech-Konzerne wie Google zunehmend erneuerbare Energien in Kombination mit langfristigen Speichersystemen wie Eisen-Luft-Batterien.
Investitionen von Hyperscalern in Erdgas könnten sich rächen
Eine neue Prognose von Noreva warnt davor, dass die stark steigende Nachfrage von Hyperscalern nach gigawattgroßen Erdgas-Kraftwerken zur Versorgung von KI-Rechenzentren die US-Erdgaspreise drastisch in die Höhe treiben könnte. In einigen Regionen drohen Preise von über 10 US-Dollar pro MMBtu, da das inländische Angebotswachstum nachlässt und die Exporte steigen. Laut dem Bericht und Noreva-CEO Peter Gardett setzen sich Tech-Giganten wie Amazon, Google, Meta und Microsoft durch den Bau eigener Gaskraftwerke erheblich dem Risiko schwankender Brennstoffpreise aus. Höhere Gaspreise würden die Betriebskosten der Rechenzentren verteuern, zu potenziell höheren Stromrechnungen für Endverbraucher führen und strategische Entscheidungen der Hyperscaler – wie etwa den direkten Netzanschluss – beeinflussen. Der Bericht bewertet diese Entwicklung als potenzielles Geschäfts- und Reputationsrisiko für Cloud- und KI-Infrastrukturanbieter angesichts bereits angekündigter Grossprojekte in Texas und Louisiana.
Rechenzentren: US-Strombedarf soll bis 2035 vervierfachen
Eine Prognose von BloombergNEF zeigt, dass US-Rechenzentren bis 2035 voraussichtlich ein Fünftel des gesamten US-Stroms verbrauchen werden – rund viermal so viel wie heute. Getrieben wird diese Entwicklung durch den massiven Boom bei AI-Workloads und Compute. Die Kapazität von Rechenzentren soll im kommenden Jahrzehnt auf fast 200 Gigawatt steigen, wobei knapp die Hälfte auf AI-Training und -Inferenz entfällt. Bis 2033 dürften die USA 64 Prozent der weltweiten Leistungsnachfrage für AI-Chips ausmachen. Die aktualisierte Schätzung liegt 83 Prozent über der vorherigen Prognose; auch EPRI und S&P haben ihre Werte drastisch nach oben korrigiert. Große US-Stromnetze wie PJM und ERCOT stehen vor massiven Belastungsproben, was zu höheren Strompreisen, Engpässen bei Netzanschlüssen und neuen Herausforderungen für die Nachhaltigkeitsstrategien der gesamten Branche führt.
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