Beobachtetes Signal · 29. Jan. 2026 · Policy Update · Quelle: ExchangeWire · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Großbritannien drängt Google auf KI-Opt-Out; YouTube-Messung gestoppt
Großbritannische Aufsichtsbehörden setzen Google unter Druck, Publishern und Nutzern mehr Kontrolle über generative KI-Funktionen zu geben. Die Competition and Markets Authority (CMA) schlägt vor, Verlegern ein Opt-Out für Googles AI Overviews und das KI-Modelltraining einzuräumen. Google prüft zusätzliche Optionen. Parallel stoppte Google durch eine Unterlassungserklärung an Kantar Media ein gemeinsames Projekt mit Barb zur Messung von YouTube-Konsum im Vergleich zu klassischem TV und Streaming, wobei Bedenken hinsichtlich Datenzugriff und Creator-Attribution genannt wurden. Marktdaten der Advertising Association und WARC belegen derweil ein starkes Wachstum der britischen Werbeausgaben im Q3 2025 um 11,4 Prozent auf 12,5 Milliarden Pfund, wobei Digitalkanäle 83 Prozent ausmachen. Für 2026 wird prognostiziert, dass TV VOD der am schnellsten wachsende Kanal sein wird.
Der regulatorische Druck auf Google bezüglich generativer KI und der Rechtsstreit um plattformübergreifende Messstandards beeinflussen die Publisher-Rechte, die Governance und die Werbeplanung im britischen Markt massiv.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die CMA schlägt vor, Publishern ein Opt-Out für Googles AI Overviews und das Training separater KI-Modelle zu ermöglichen.
- Google erklärt, bereits Kontrolloptionen bereitzustellen und weitere Opt-Out-Möglichkeiten für generative KI-Funktionen zu prüfen.
- Google stoppte per juristischer Unterlassungserklärung ein gemeinsames YouTube-Messprojekt von Kantar Media und Barb wegen angeblicher Verstöße gegen Nutzungsbedingungen.
- Der AA/WARC Expenditure Report verzeichnet im Q3 2025 einen Anstieg der britischen Werbeausgaben um 11,4 % auf 12,5 Mrd. £, mit einem Digitalanteil von 83 %.
- AA/WARC prognostiziert für 2026 ein Werbeausgabenwachstum von 7,5 % und ein starkes Plus von 13,8 % für TV VOD durch Großereignisse wie die FIFA Weltmeisterschaft.
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Google AI-Opt-out lässt Publisher vor unbrauchbarer Wahl zurück
Die britische Wettbewerbsbehörde CMA hat Google verpflichtet, Publishern mehr Kontrolle und Transparenz über die Nutzung ihrer Inhalte in AI-Suche zu geben – einschließlich Opt-outs für AI Overviews, AI Mode und AI-Zusammenfassungen in Discover sowie des Trainings von AI-Modellen. Google plant weltweite Steuerungsoptionen in der Search Console und hat neun Monate Zeit zur Umsetzung. Marktteilnehmer kritisieren den Mechanismus als praxisfern: Er setzt auf Standard-Opt-in, es fehlen essenzielle AI-spezifische Klickdaten zur Wirkungsanalyse, und Dienste sind womöglich unter einem einzigen Schalter gebündelt. Viele Publisher befürchten, aus Wettbewerbsdruck weiterhin teilnehmen zu müssen. Die CMA kündigte an, die Implementierung eng zu überwachen und bei Bedarf weitere Schritte einzuleiten.
Google ermöglicht Publishern Opt-out für AI Overviews
Nach Konsultationen mit der britischen Wettbewerbsbehörde CMA hat sich Google bereit erklärt, Steuerungselemente zu entwickeln, die es Publishern erlauben, sich von generativen KI-Funktionen in der Google Search abzumelden. Dies umfasst sowohl Zitate in 'AI Overviews' als auch die Nutzung für das Training breiterer KI-Modelle. Publisher wie die BBC, die Financial Times und die Guardian Media Group begrüßten die verbesserte Kontrolle, warnten jedoch vor Schwachstellen im Design. Sie fordern insbesondere die Trennung von KI-Crawlern und Standard-Suchcrawlern, granulare Opt-in- und Opt-out-Optionen nach Anwendungsfällen wie Grounding, Training und Fine-Tuning sowie Schutzmaßnahmen gegen den Zugriff über Drittanbieter-Datensätze. Während einige Verbände eine standardmäßige Deaktivierung (Opt-out by default) fordern, bestreitet Google, dass seine KI-Features Publishern schaden.
Großbritannien verpflichtet Google zu Opt-Out-Optionen für AI-Funktionen bei Publishern
Die britische Wettbewerbsbehörde CMA hat Google dazu verpflichtet, britischen Publishern die Möglichkeit zu geben, der Nutzung ihrer Inhalte in den AI-Suche-Funktionen von Google zu widersprechen, ohne ihre Websites aus der allgemeinen Google Search entfernen zu müssen. Das Mandat verlangt granulare Kontrollen, die das KI-Modelltraining inklusive Fine-Tuning sowie das Grounding von AI-Outputs separat abdecken und auf Domain- oder Seitenebene anwendbar sind. Es ist Google untersagt, Publisher wegen eines Opt-Outs bei den Such-Rankings zu benachteiligen. Das Unternehmen hat neun Monate Zeit, um diese Maßnahmen umzusetzen, und muss regelmäßige Compliance-Berichte vorlegen. Google gab an, bereits Grounding-Kontrollen mit einer Untergruppe britischer Website-Betreiber zu testen. Branchenverbände wie die Movement for an Open Web kritisierten die neuntägige Umsetzungsfrist als zu langsam.
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