Beobachtetes Signal · 15. Apr. 2025 · Partnership · Quelle: Marketecture · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
The Refresh: Cannes — Zeit für neue Prioritäten?
Die Cannes-Ausgabe des Newsletters „The Refresh“ analysiert fundamentale Verschiebungen in AdTech und Media, wobei Streaming-Ad-Dynamiken, Retail Media und Connected TV im Fokus stehen. Um im harten Upfront-Markt neue Werbebudgets zu sichern, senkt Disney+ die CPMs um 10 bis 15 Prozent, was den Preisdruck auf Wettbewerber erhöht. Target präsentiert Roundel als treibende Kraft im Retail Media mit rund 1,5 Milliarden US-Dollar Umsatzwert und einem Wachstum von 20 Prozent im Jahr 2023. Roundel generiert 35 Prozent des Werbeumsatzes über extern betriebene Plattformen und profitiert von einer Shopify-Partnerschaft sowie dem Roundel Media Studio für Self-Service-Ads. Netflix evaluiert werbefinanzierte Angebote mit Unterstützung von Microsoft, um das Ad Inventory zu skalieren, während konkrete US-Pläne noch ausstehen. Branchenweit sinkt das EBITDA drastisch von 37,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2018 auf 17,2 Milliarden im Jahr 2023, begleitet von rückläufigen Linear-TV-Gewinnen, anhaltenden Streaming-Verlusten und sinkenden US-Kinoumsätzen.
Ein branchenrelevanter Cannes-Rückblick mit klarem Fokus auf Retail Media, Connected TV und die aktuellen Profitabilitätskrisen traditioneller Medienkonzerne.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Disney+ senkt CPMs um 10-15 %, um im schwierigen Upfront-Markt neue Werbezusagen zu sichern.
- Targets Roundel erwirtschaftete 2023 einen Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar bei einem Wachstum von 20 %.
- Roundel ist das viertgrößte Retail Media Network und erzielt 35 % des Werbeumsatzes über nicht-eigene Plattformen.
- Target kündigte eine Partnerschaft mit Shopify an und launchte das Roundel Media Studio für Self-Service-Advertising.
- Netflix prüft werbefinanzierte Versionen mit Microsoft-Unterstützung; US-Pläne wurden bisher nicht kommuniziert.
- Rückläufige Profitabilität im Mediensektor: EBITDA fiel von 37,3 Mrd. $ (2018) auf 17,2 Mrd. $ (2023), Linear-TV-Gewinne sanken von 32,6 Mrd. $ auf 22,9 Mrd. $ und Streaming-Verluste beliefen sich 2023 auf 8,3 Mrd. $.
- Meme der Woche: „Time to move on“ im Kontext der Cannes-Diskussionen.
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9 verknüpfte UnternehmenOntologie & Marktkonzepte
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CTV-Highlights 2025: Netflix, Disney und anhaltende Datendilemmata
AdExchanger beleuchtet im Jahresrückblick vier der meistdiskutierten Connected TV-Themen des Jahres 2025. Erstens führte Netflix die Netflix Ad Suite (NAS) im Vorfeld des Launches eines eigenen Ad Servers ein, wobei Nicolle Pangis Käufererwartungen auf dem CTV Connect Event skizzierte und Amy Reinhard das Jahr 2025 als bisher grösstes Werbejahr für Netflix bezeichnete. Zweitens erklärte Jamie Power von Disney Advertising, dass das Streaming-Geschäft zunehmend auf dynamische, programmatische Werbeerlöse setzt – mit einem Anstieg von rund 30 Prozent von 2024 bis 2025 und 70 Prozent der Deals gekoppelt an Upfront-Zusagen. Drittens stieß Nielsens Big Data + Panel-Ansatz bei Messungen auf Kritik der Video Advertising Bureau trotz MRC-Akkreditierung. Viertens deckte eine Truthset-Studie für CIMM und Go Addressable niedrige IP-zu-E-Mail-Match-Raten bei sechs grossen Datenanbietern auf, was anhaltende Genauigkeitsprobleme im Identity Management unterstreicht.
Week in Charts: Netflix und Disney+ holen auf; PubMatic Buy-Side
Der Wochenrückblick von VideoWeek beleuchtet zentrale AdTech- und Streaming-Trends. Daten von Barb UK zeigen, dass die werbefinanzierten Tiers von Netflix und Disney+ 6,1 bzw. 2,3 Millionen britische Haushalte erreichen. Global meldet Netflix 190 Millionen werbeunterstützte monatlich aktive Nutzer (MAUs), während Amazon über 315 Millionen Ad-Tier-Zuschauer verzeichnet. Im Influencer-Marketing dominieren weiterhin Engagement-Metriken; Unilever plant, bis zu 50 % seines Werbebudgets in diesen Kanal zu investieren. Auf den AdTech-Märkten verzeichneten PubMatic und Viant starkes Connected TV-Wachstum in Q3, wobei PubMatic Ausgabenkürzungen eines führenden DSP-Partners über eigene Pipes kompensieren musste. Zudem belegen Daten von Croud, dass KI-gestützte Einkäufe die Gesamtausgaben in Großbritannien steigern – besonders im Einkommenssegment von 40.000 bis 74.999 GBP. Parallel belasten marktweite Vorsichtsmaßnahmen bezüglich hoher KI-Investitionen die Aktienkurse von Nvidia, Google, Amazon und Meta.
Ben Afflecks KI-Wissen geht viral
Ben Affleck, der Schauspieler, der sein KI-Filmmaking-Startup für angeblich 587 Millionen Dollar an Netflix verkauft hat, ging viral, weil er in Interviews tiefes Verständnis für KI-Technologie zeigte. Er sprach über maschinelles Lernen, neuronale Netze und gab zu, Python-Skripte zu schreiben. Affleck beschrieb seinen Weg vom analogen zum digitalen Film, seinen Einsatz von KI in der visuellen Effektproduktion und die Erstellung eines proprietären Datensatzes für ethische KI-Filmarbeit. Er besuchte auch OpenAI und nutzte seinen Promi-Status für Einblicke in neue Technologien. Affleck äußerte Bedenken über die Auswirkungen von KI auf Bildung und erlernte Hilflosigkeit, nicht über existenzielle Bedrohungen. Er nutzte KI in seinem Film 'Animals' und betonte die additive Natur von KI in der Filmbranche.
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