Beobachtetes Signal · 2. Juni 2026 · Earnings Report · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
SWI swissinfo.ch: Nachfrage wächst 2025 um zehn Prozent
Das internationale Angebot von SWI swissinfo.ch verzeichnete im Jahr 2025 über 48 Millionen Views, was einem Anstieg von 10,2 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Rund 70 Prozent der Nutzung entfielen auf das Ausland bei Zugriffen aus 195 Ländern. Die Inhalte des Mediums wurden in 49 Sprachen und über 60 Ländern insgesamt 3.544 Mal zitiert. SWI swissinfo.ch publiziert in zehn Sprachen und erreicht über 838.000 Auslandschweizer. Direktorin Larissa M. Bieler verwies darauf, dass die Nachfrage nach verlässlichem globalen Kontext angesichts geopolitischer Spannungen gestiegen sei. Die Veröffentlichung der Reichweitenzahlen erfolgte parallel zur SRG-Finanzierungsdebatte: Im März 2026 lehnte das Schweizer Parlament geplante Bundeskürzungen beim SRG-Auslandsmandat ab und votierte mit 104 zu 84 Stimmen gegen eine jährliche Reduktion von rund 19 Millionen CHF.
Das Reichweiten- und Zitationswachstum eines internationalen Public-Media-Anbieters untermauert das Argument für eine fortgesetzte öffentliche Finanzierung. Die Entwicklung ist jedoch medienspezifisch und stellt keinen branchenweiten Trend für AdTech oder MarTech dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- SWI swissinfo.ch verzeichnete 2025 weltweit über 48 Millionen Views (plus 10,2 Prozent zum Vorjahr).
- Etwa 70 Prozent der Nutzung stammten aus dem Ausland, verteilt auf 195 Länder.
- Inhalte wurden 2025 in 49 Sprachen und über 60 Ländern 3.544 Mal zitiert.
- Das Schweizer Parlament lehnte im März 2026 Kürzungen beim SRG-Auslandsmandat von jährlich rund 19 Millionen CHF mit 104 zu 84 Stimmen ab.
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SRF erreicht Rekord-Marktanteil im ersten Halbjahr 2026
Mediapulse hat die Nutzungszahlen für das erste Halbjahr 2026 in der Schweiz vorgelegt. Die tägliche TV-Reichweite lag bei 4,6 Millionen Personen (59 Prozent), bei einer durchschnittlichen Sehdauer von 175 Minuten pro Tag und einem zeitversetzten Konsum von 31 Prozent. Der öffentlich-rechtliche Sender SRF verzeichnete einen Halbjahresmarktanteil von 36,3 Prozent – den höchsten Wert seit der Umstellung der Messung im Jahr 2013 – sowie einen Primetime-Anteil von 44,2 Prozent. Die nationalen Sender von CH Media erreichten im April 2026 täglich 929.000 Zuschauer und einen Primetime-Marktanteil von 16,7 Prozent in der Zielgruppe der 15- bis 59-Jährigen, was einem Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Regionale Sender wie TeleZüri, Tele M1, Tele 1 und TVO vermeldeten ebenfalls Rekordwerte, während das Bakom bestätigte, dass die geforderten Quoten für lokale Information übertroffen wurden.
Fög-Studie: Junge Schweizer fordern SRG-Präsenz auf Social Media
Eine Studie des Forschungsbereichs Öffentlichkeit und Gesellschaft (Fög) der Universität Zürich zeigt, dass eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung öffentlich-rechtliche Medien wie die SRG unterstützt, die Erwartungen an die Online-Präsenz je nach Altersgruppe jedoch stark divergieren. Während 69,9 Prozent der 18- bis 24-Jährigen eine SRG-Präsenz auf Social Media fordern, sind es bei den über 55-Jährigen lediglich 23,8 Prozent. Generell schätzt die Bevölkerung die eigenen Kanäle der SRG: 69,6 Prozent betonen die Präsenz im Fernsehen und 47 Prozent nennen Websites beziehungsweise Apps. Die Untersuchung soll in die neue SRG-Konzession ab 2029 einfließen, in der der Bund plant, Online-Aktivitäten stärker auf Audio und Video zu fokussieren. Die Ergebnisse legen nahe, dass ein Rückzug von Drittplattformen vor allem jüngere Zielgruppen treffen würde, weshalb die Autoren pauschale Regulierungen für bestimmte Online-Formate ablehnen.
Digital News Report 2026: Schweiz behauptet sich über dem globalen Durchschnitt
Der vom fög der Universität Zürich analysierte Reuters Institute Digital News Report 2026 zeigt weltweit ein Rekordtief beim Journalismusvertrauen von 37 Prozent. Global haben Plattformen Nachrichtenseiten als wichtigste Zugangswege abgelöst. Die Schweiz steht verhältnismässig besser da: Das allgemeine Medienvertrauen liegt bei 42 Prozent, wobei Nachrichtenseiten weiterhin die primäre Quelle bilden und 20minuten.ch als Top-Online-Marke führt. Rund 10 Prozent der Schweizer nutzen KI-Chatbots wie ChatGPT oder Perplexity für Nachrichten, wobei das Vertrauen hier am geringsten ist. Etwa 19 Prozent zahlten im vergangenen Jahr für Online-News, wobei jüngere Kohorten eine höhere Zahlungsbereitschaft zeigen. Sinkendes Nachrichteninteresse und wachsende Plattformabhängigkeit bleiben zentrale strukturelle Risiken für Medienhäuser.
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