Beobachtetes Signal · 21. Apr. 2026 · Leadership Change · Quelle: Manager Magazin · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Ströer-Doppelspitze endet: Gründer Udo Müller übernimmt alleiniges Ruder
Ströer-Mitgründer Udo Müller (63) führt den Kölner Außenwerbekonzern ab Anfang April 2026 wieder allein, da Co-CEO Christian Schmalzl (52) sein Mandat zum 31. März niedergelegt hat. Schmalzl, der das operative Geschäft seit 2012 steuerte und seit neun Jahren gemeinsam mit Müller an der Spitze stand, hatte im Januar seinen Abschied angekündigt. Zudem verlässt CFO Henning Gieseke (55) das Unternehmen zum 4. Juni; ein Nachfolger, der künftig auch die Rolle des COO übernehmen soll, wird bereits gesucht. Wie Großaktionär Müller betonte, dient die Neuordnung der Konzernführung dazu, Ströers Transformation zum Plattformgeschäft zu beschleunigen und Effizienz- sowie Margenpotenziale durch Künstliche Intelligenz gezielt zu heben.
Die Führungskonsolidierung und der Umbau im Vorstand eines führenden Out-of-Home-Vermarkters könnten die strategische Ausrichtung hin zur Plattformtransformation und KI-gestützten Effizienz beschleunigen, besitzen jedoch keinen branchenweiten Disruptionseffekt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Ströer-Mitgründer und Großaktionär Udo Müller (63) führt das Unternehmen seit Anfang April 2026 als alleiniger CEO.
- Christian Schmalzl (52) hat sein Amt als Co-CEO und operativer Leiter nach neun Jahren zum 31. März 2026 niedergelegt.
- CFO Henning Gieseke (55) verlässt den Konzern zum 4. Juni 2026; die Nachfolgesuche läuft bereits.
- Die neu geschaffene Position des Nachfolgers soll sowohl die CFO-Aufgaben als auch die Rolle des COO umfassen.
- Das neue Management soll Ströers Plattformtransformation beschleunigen und KI-basierte Effizienzgewinne realisieren.
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Stefan Mölling wird neuer Chief Commercial Officer bei Ströer
Der deutsche Vermarkter und AdTech-Konzern Ströer strukturiert die Führung seines Mediengeschäfts im Zuge der nächsten Transformationsphase um. Stefan Mölling, derzeit CEO des Audiovermarkters RMS (zuvor Co-CEO bis März 2024), wechselt spätestens zum 1. März 2027 als Chief Commercial Officer (CCO) zu Ströer. In dieser Funktion verantwortet er die kommerzielle Strategie, Sales, Marketing, Portfolio, Pricing sowie die Commercial Operations über die Kanäle OOH, DOOH, Digital Video und Open Web hinweg. Die operative Gesamtverantwortung teilt sich Mölling künftig mit Sven Scheffler, der zusätzlich zu seiner CTO-Rolle zum COO aufsteigt, sowie Alexander Stotz, CEO von Ströer Media Deutschland. Marc Schmitz, CEO der Ströer Content Group, verlässt das Unternehmen. Die Neuaufstellung forciert Ströers Wandel zum integrierten Plattformanbieter und zielt darauf ab, die Kategorie ‚Real World‘ als neue Werbedisziplin zu etablieren.
Ströer ordnet operative Führung des Media-Geschäfts neu: Scheffler wird COO
Der Kölner Außenwerbe- und Medienkonzern Ströer stellt die operative Führung seines Kerngeschäfts neu auf und etabliert ein dreiköpfiges Management-Team für die Steuerung der nationalen sowie internationalen Media-Aktivitäten. Im Zuge dieser Reorganisation übernimmt Sven Scheffler die Position des Chief Operating Officer (COO). Ergänzt wird die neu formierte Führungsriege durch die neu geschaffene Rolle des Chief Commercial Officer (CCO), die künftig von Stefan Mölling verantwortet wird. Mit dieser strukturellen Anpassung bündelt Ströer seine Vermarktungskompetenzen über verschiedene Mediengattungen hinweg und richtet seine Führungsorganisation gezielter auf die Skalierung des datengetriebenen, programmatischen sowie digitalen Außenwerbegeschäfts (DOOH) aus. Die Neuaufstellung soll operative Synergien im In- und Ausland heben und die Marktbearbeitung im zunehmend konvergenten Werbemarkt beschleunigen.
Ströer verzeichnet Rekordumsatz und kündigt KI-Plattformstrategie an
Der Kölner Medienkonzern Ströer hat für das Geschäftsjahr 2025 einen Rekordumsatz von 2,075 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes EBITDA von 626 Millionen Euro gemeldet und damit frühere Höchstwerte trotz schwieriger makroökonomischer Bedingungen übertroffen. Das Management kündigte eine strategische Transformation hin zu einem KI-getriebenen Plattformgeschäft an. Co-CEO und Gründer Udo Müller erklärte, das Unternehmen sehe in den kommenden drei bis fünf Jahren signifikante Effizienzpotenziale, welche die Margen, die Kapitaleffizienz und die Free-Cashflow-Conversion steigern sollen. Die positiven Finanzresultate wurden jedoch von einer internen Kontroverse überschattet: Eine von Udo Müller kommunizierte Homeoffice-Regelung hatte bei den Mitarbeitern für heftigen Unmut gesorgt und wurde später zurückgenommen, wodurch ein reputatorischer Schaden entstanden ist.
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