Beobachtetes Signal · 1. Juli 2026 · Deprecation · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Neutral
SRG Deutschschweiz stellt gedrucktes Mitgliedermagazin Link Ende 2026 ein
Die SRG Deutschschweiz hat angekündigt, ihr gedrucktes Mitgliedermagazin Link zum Jahresende 2026 einzustellen. Nach rund 30 Jahren Laufzeit wird die Publikation, die bisher fünfmal jährlich an die Mitglieder verschickt wurde, eingestellt. Ausschlaggebend dafür sind anhaltende finanzielle Belastungen, steigende Produktions- und Portokosten sowie veränderte Mediennutzungsgewohnheiten. Zudem fliesst das unternehmensweite Sparprogramm der SRG in die Entscheidung ein. Künftig will die Trägerorganisation den Dialog mit den Mitgliedern über regionale Veranstaltungen sowie verstärkt über digitale Kanäle wie den Newsletter „SRG aktuell“, die Website und Social Media aufrechterhalten und ausbauen. Dieser Schritt verdeutlicht den anhaltenden Wandel weg von klassischen Printmedien hin zu kosteneffizienteren, digitalen Kommunikationsformaten in Medienorganisationen.
Die Entscheidung einer regionalen Medienorganisation, ein gedrucktes Mitgliedermagazin einzustellen, verdeutlicht den generellen Trend zur Verlagerung von Print auf digital, hat jedoch nur begrenzte direkte Auswirkungen auf den breiteren AdTech- und MarTech-Markt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die SRG Deutschschweiz stellt das gedruckte Mitgliedermagazin Link Ende 2026 ein.
- Das Magazin existierte rund 30 Jahre lang und erschien fünfmal jährlich im Printformat.
- Als Gründe für das Aus wurden finanzielle Engpässe, steigende Produktions- und Versandkosten sowie veränderte Mediennutzung genannt.
- Die Mitgliederkommunikation soll künftig über regionale Events und digitale Kanäle wie den Newsletter „SRG aktuell“, die Website und Social Media erfolgen.
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Ringier dementiert Einstellung des SonntagsBlick und prüft operative Anpassungen
Ringier Medien Schweiz hat Berichte über ein bevorstehendes Aus des traditionsreichen SonntagsBlick dementiert. In einem internen Memo stellt das Medienhaus klar, dass der Titel ein eigenständiges redaktionelles Wochenendprodukt bleibe, während zeitgleich operative Anpassungen evaluiert werden. Intern prüft Ringier, ob die Zustellung vom Sonntag auf den Samstag verlegt und der Titel entsprechend umbenannt werden soll. Ein finaler Beschluss oder ein konkreter Zeitplan existiert laut Verlag bislang nicht. Zuvor hatten CH Media und SRF unter Berufung auf interne Dokumente über Vorstudien zu einer früheren Produktion, eine mögliche Konsolidierung mit der Blick-Samstagsausgabe sowie strikte Geheimhaltungsvereinbarungen berichtet. Das Onlinemagazin Republik meldete hingegen die Einstellung bis Ende 2026. Eine Abkehr vom Sonntagstermin für das 1969 gegründete Blatt (Auflage rund 75.000) hätte zudem erhebliche Auswirkungen auf die bestehenden Vertriebs- und Kostenallianzen mit der SonntagsZeitung und der NZZ am Sonntag.
Queeres Magazin Mannschaft stellt Betrieb im Juni 2026 ein
Das Schweizer LGBTIQ-Magazin Mannschaft stellt nach 16 Jahren und 125 Print-Ausgaben im Juni 2026 den Betrieb ein. Das 2010 als Monatsmagazin für schwule Männer gegründete Medium expandierte 2015 nach Deutschland und 2020 nach Österreich, stellte während der Pandemie auf einen vierteljährlichen Rhythmus um und öffnete sich für die gesamte LGBTIQ-Community. Als Gründe für das Aus nennt der Verlag rückläufige Werbeumsätze, strukturelle Branchenveränderungen sowie ein gewandeltes Mediennutzungsverhalten. Die letzte Print-Ausgabe erscheint am 18. Juni 2026, während die Website bis Ende 2026 online bleibt. Mitgründer Greg Zwygart betonte, dass die Entscheidung bewusst getroffen wurde und das Team Entlassungen vermeiden konnte.
SRG senkt Sparvorgabe für 2027 auf 80 Millionen Franken
Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) hat ihr Sparziel für 2027 von 125 Millionen auf 80 Millionen Franken gesenkt, hält aber an der Gesamteinsparung von 270 Millionen Franken bis 2029 fest. Grund für die Anpassung sind striktere Einstellungsstopps und stabilisierte Werbeumsätze. Bis Ende 2027 sollen 257 bis 316 Vollzeitstellen wegfallen, bis 2029 rund 300 weitere, womit sich die Zahl der abgebauten Stellen inklusive früherer Schritte auf etwa 900 summiert. Grösster Einzelfaktor sind Einsparungen von 35,2 Millionen Franken durch schlankere Führungsstrukturen, Immobilienoptimierungen und den Umzug der Direktion nach Bern. Zudem verzichtet die SRG ab der Saison 2027/28 auf die Übertragung der UEFA Champions League und zieht sich nach Vertragsablauf im Sommer 2027 aus der technischen Produktion bestimmter Eishockey- und UEFA-Spiele zurück. Die Gewerkskammer SSM verwies auf die solide Bilanz und forderte, Entlassungen durch Fluktuation und Umschulungen zu vermeiden.
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