Beobachtetes Signal · 24. Apr. 2026 · Regulation · Quelle: AdExchanger · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
Chancen des SECURE Data Act auf Verabschiedung im US-Kongress
Republikaner im US-Repräsentantenhaus haben den SECURE Data Act eingebracht – einen föderalen Datenschutzgesetzentwurf, der einen einheitlichen nationalen Standard schaffen und bestehende bundesstaatliche Datenschutzgesetze ablösen soll. Das Gesetz würde für Unternehmen gelten, die bestimmte Schwellenwerte bei Verbraucherdaten und Umsätzen erreichen. Es verankert bekannte Verbraucherrechte wie das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung und das Opt-out für Targeted Advertising, wobei die Federal Trade Commission als Hauptaufsichtsbehörde fungiert und kein privates Klagerecht vorgesehen ist. Rechtsexperten und Branchenvertreter bewerten den Entwurf als wirtschaftsfreundlich, sehen jedoch in der Verdrängung der Bundesstaatengesetze das größte politische Hindernis – insbesondere durch den Widerstand aus Kalifornien. Während einige Beobachter Fortschritte im Ausschuss für möglich halten, überwiegt die Skepsis hinsichtlich einer Verabschiedung im aktuellen Kongress ohne wesentliche Überarbeitungen.
Ein föderales Datenschutzgesetz, das einzelstaatliche Regelungen ersetzt, würde die Datennutzung, Compliance und Werbeaussteuerung im gesamten US-Ökosystem grundlegend verändern; daher sind die strukturelle Ausgestaltung und die politischen Aussichten für AdTech- und Marketingunternehmen von hoher Relevanz.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Republikaner im Repräsentantenhaus haben den SECURE Data Act vorgelegt, der einen nationalen Datenschutzstandard zur Ablösung von Bundesstaatengesetzen vorschlägt.
- Anwendungsschwellen umfassen unter anderem die Datenerfassung von über 200.000 Verbrauchern und einen Jahresumsatz von mindestens 25 Millionen US-Dollar.
- Das Gesetz weist der Federal Trade Commission die primäre Durchsetzungskompetenz zu und schließt private Klagen aus.
- Es kodifiziert gängige Datenschutzprinzipien und Verbraucherrechte wie Zugriff, Berichtigung, Löschung und das Opt-out für Targeted Advertising.
- Branchenverbände wie das IAB reagierten positiv, während Kalifornien und andere Bundesstaaten aufgrund von Bedenken zur Gesetzesvorherrschaft Gegner bleiben.
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Kongress bringt Gesetzesentwürfe zur Ablösung von Landesdatenschutzgesetzen ein
Zwei zusammenhängende Gesetzesentwürfe – der technologieorientierte SECURE Data Act und der auf Finanzdienstleistungen fokussierte GUARD Financial Data Act – wurden vorgelegt, um einen nationalen Datenschutzstandard zu schaffen, der fast zwei Dutzend bundesstaatliche Datenschutzgesetze ersetzen würde. Unterstützt von den Ausschussvorsitzenden Brett Guthrie und French Hill gewähren die Maßnahmen Verbrauchern Rechte auf Zugriff, Berichtigung und Löschung personenbezogener Daten sowie Widerspruchsrechte gegen zielgerichtete Werbung und Datenverkäufe. Private Klagen wegen Datenschutzverstößen sind in den Entwürfen ausgeschlossen. Die republikanischen Ausschussvorsitzenden koordinieren sich intern, um vor einer breiteren bipartisanen Unterstützung Stimmen im Ausschuss zu sichern; erste Abstimmungen werden bereits im kommenden Monat erwartet. Ziel der Initiativen ist es, die fragmentierten bundesstaatlichen Vorschriften durch einen einheitlichen föderalen Rahmen abzulösen und die Compliance-Strukturen im gesamten Werbeökosystem zu harmonisieren.
KI treibt Werbung zurück in die physische Welt
KI treibt Werbung zurück in physische Räume, da das Vertrauen in Online-Inhalte sinkt, KI-Antwortmaschinen Websites umgehen und agentische KI wächst. Out-of-Home (OOH) und digitale Out-of-Home-Werbung (DOOH) gewinnen wieder an Bedeutung: Die US-OOH-Umsätze stiegen im Q2 um 10,7 % auf 3,16 Mrd. USD, DOOH sogar um 18,5 % und macht fast 40 % der Kategorieumsätze aus. Diese Entwicklung spiegelt eine Verschiebung wider, da physische Räume für Werbetreibende wertvoller werden, mit überspringbaren Formaten und programmatischer Steuerung. Es gibt jedoch Bedenken hinsichtlich der Opt-out-Möglichkeiten und der zunehmenden Kommerzialisierung öffentlicher Räume, wie Ezra Klein anmerkt.
Novig vervierfacht Bewertung auf 2 Mrd. Dollar
Die Sportwetten-Börse Novig aus New York will ihre Bewertung auf rund 2 Milliarden Dollar vervierfachen, wie Front Office Sports berichtet. Das 2021 gegründete Startup betreibt einen Prediction Market, bei dem Nutzer untereinander Kontrakte auf Sportereignisse handeln. Nach einer Finanzierungsrunde im Februar über 75 Millionen Dollar bei 500 Millionen Dollar soll die neue Runde bis zum Winter abgeschlossen sein. Im Juni erhielt Novig die CFTC-Zulassung als regulierte Börse und darf nun in allen 50 US-Bundesstaaten operieren. Trotz des Wachstums ist Novig kleiner als die Konkurrenz: Kalshi wird mit 40 Milliarden Dollar, Polymarket mit 21 Milliarden Dollar bewertet. Regulatorische Risiken bleiben: New York verklagt beide Plattformen, Spanien hat sie gesperrt, und die ESMA warnt vor dem Verbot binärer Optionen. Für Novig entscheidend ist, ob die Bundeslizenz gegen Klagen der Bundesstaaten schützt.
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