Beobachtetes Signal · 12. März 2026 · Earnings Report · Quelle: VideoWeek · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
RTL nähert sich Streaming-Profitabilität für 2026
Die RTL Group hat ihre Bilanz für das Gesamtjahr vorgelegt: Der Gesamtumsatz sank um 3,8 Prozent auf 6,02 Milliarden Euro, bedingt durch schwächere lineare TV-Werbemärkte. Das Streaming-Geschäft näherte sich Ende 2025 der Profitabilität und soll im Laufe des Jahres 2026 schwarze Zahlen schreiben. Die Zahl der Streaming-Abonnenten stieg 2025 auf 8,06 Millionen (nach 6,76 Millionen im Vorjahr); für das Jahresende 2026 prognostiziert RTL rund 9 Millionen. Die Streaming-Umsätze kletterten 2025 auf 517 Millionen Euro und sollen 2026 zwischen 600 und 650 Millionen Euro erreichen – womit frühere Ziele verfehlt werden. Zudem erwartet RTL den Abschluss der Übernahme von Sky Deutschland im ersten Halbjahr 2026, was die deutsche Streaming-Reichweite sowie die Werbevermarktung stärken und RTL womöglich auf den dritten Platz im deutschen Streaming-Markt hinter Netflix und Prime Video heben könnte.
RTLs bevorstehende Streaming-Profitabilität und die geplante Übernahme von Sky Deutschland verändern die CTV-Werbeinventarverfügbarkeit, die Werbereichweite sowie die Wettbewerbsstrukturen im europäischen Streaming-Markt nachhaltig.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Gesamtumsatz der RTL Group sank im Jahresvergleich um 3,8 Prozent auf 6,02 Milliarden Euro.
- Das Streaming-Geschäft von RTL stand Ende 2025 kurz vor der Profitabilität und soll 2026 profitabel werden.
- Streaming-Abonnenten wuchsen 2025 auf 8,06 Millionen (Vorjahr: 6,76 Millionen); Prognose für Ende 2026 liegt bei ~9 Millionen.
- Streaming-Umsätze beliefen sich 2025 auf 517 Millionen Euro (2024: 403 Millionen Euro); die Prognose für 2026 beträgt 600–650 Millionen Euro.
- RTL erwartet im ersten Halbjahr 2026 den Abschluss der Sky Deutschland-Übernahme zur Stärkung von deutscher Streaming-Skalierung und Ad Sales.
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RTL+ wird profitabel: Streaming trägt 100 Millionen Euro bei
Die RTL Group hat bekannt gegeben, dass ihr Streaming-Dienst RTL+ im ersten Halbjahr 2026 die Profitabilität erreicht hat und im Gesamtjahr rund 100 Millionen Euro zum operativen Gewinn beitragen wird. Das bereinigte EBITA der Gruppe (ohne Berücksichtigung der Sky Deutschland-Akquisition) stieg um 18 Millionen Euro, während der Gesamtumsatz im Jahresvergleich um 3,9 Prozent auf 2,890 Milliarden Euro kletterte. Nach dem Vollzug der Übernahme von Sky Deutschland am 1. Juni 2026 hob RTL seine Gesamtjahresumsatzprognose auf 7,1 bis 7,2 Milliarden Euro an. Als wesentliche Treiber für das Streaming-Wachstum und Kosteneinsparungen nannte das Unternehmen das starke Wachstum der digitalen Werbeumsätze, europaweite Bündelungs- und Vermarktungspartnerschaften sowie erfolgreiche Plattformmigrationen zur Bedrock-Technologie.
RTL Group erzielt im ersten Quartal erstmals Profitabilität im Streaming-Geschäft
Die RTL Group hat die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vorgelegt und einen Gesamtumsatz von 1,3 Milliarden Euro bei einem organischen Wachstum von 2,5 Prozent verzeichnet. Die Werbeerlöse sanken insgesamt um 3,2 Prozent auf 663 Millionen Euro, wobei das klassische TV-Werbegeschäft um 6,5 Prozent nachgab, während die digitalen Werbeumsätze auf 118 Millionen Euro anstiegen (+14,6 Prozent). Der Content-Arm Fremantle erwirtschaftete 372 Millionen Euro. Besonders dynamisch entwickelte sich das Streaming-Segment: Die Erlöse wuchsen um 27 Prozent auf 141 Millionen Euro, und die Zahl der zahlenden Abonnenten stieg per Ende März um 18,8 Prozent auf 8,4 Millionen, davon entfielen 7.3 Millionen auf RTL+ Deutschland. Erstmals war das Streaming-Geschäft im ersten Quartal profitabel, was die Jahresziele untermauert. RTL bestätigte den Ausblick für 2026 und kündigte für August ein Update nach der geplanten Integration von Sky Deutschland an.
Disney lizenziert Titelslate an Netflix
Disney und Netflix haben eine Lizenzvereinbarung getroffen, um eine Auswahl an Disney-eigenen TV-Serien und Filmen zu Netflix zu bringen. Das Programm umfasst beliebte Franchises wie Percy Jackson und die Olympier und die Ice-Age-Filme sowie Titel wie Will Trent, Shifting Gears und Felicity. Der Deal zielt darauf ab, kommende Staffeln auf Disney+ und Kinostarts zu bewerben, indem Inhalte für begrenzte Zeit auf Netflix verfügbar sind. Staffel 1 und 2 von Percy Jackson werden ab dem 4. Oktober auf Netflix verfügbar sein, vor der Premiere der dritten Staffel auf Disney+ am 20. November. Die Ice-Age-Filme erscheinen ebenfalls am 4. Oktober, vor dem Kinostart von Ice Age: Boiling Point im Februar 2027. Weitere Titel folgen bis Anfang 2027. Dieser Schritt spiegelt Disneys Strategie wider, die Reichweite von Netflix zu nutzen, um Interesse an eigenen Plattformen und Kinostarts zu wecken.
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