Beobachtetes Signal · 26. Aug. 2026 · Policy Update · Quelle: EU-Startups · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Rhine Group gegründet: Initiative will Europas Innovationslücke schließen
Die am 24. August 2026 ins Leben gerufene Rhine Group hat sich zum Ziel gesetzt, Europas wachsende Innovations- und Wettbewerbslücke gegenüber den Vereinigten Staaten zu verringern. Das unter dem Co-Vorsitz von Ex-EZB-Präsident Mario Draghi und Stripe-Mitgründer Patrick Collison stehende Forum versammelt 55 einflussreiche Wirtschaftsführer, Akademiker und ehemalige Entscheidungsträger. Zu den namhaften Mitgliedern zählen Vertreter von Technologie- und VC-Firmen wie Celonis, Klarna, Atomico und General Catalyst. Die Initiative will den Draghi-Report von 2024 in konkrete politische Reformen ummünzen, um strategische Autonomie, Kapitatzugang und das Upscaling von Tech-Unternehmen zu stärken; die erste offizielle Sitzung findet vom 20. bis 23. September 2026 statt. Kritik gab es indes an der mangelnden Repräsentanz aus Mittel- und Osteuropa sowie an der Nutzung US-amerikanischer Webinfrastruktur wie AWS und Webflow, was die anhaltende Technologieabhängigkeit Europas verdeutlicht.
Zwar betrifft die Initiative nicht direkt die Ad-Delivery-Technologie, doch hat ein hochkarätiges, von Stripe, Klarna, Celonis und Venture-Capital-Firmen gestütztes Forum zur Beeinflussung von EU-Tech-Scaling und -Politik mittelfristige Auswirkungen auf das regionale europäische MarTech/AdTech-Investitionsumfeld.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die Rhine Group wurde am 24. August 2026 unter dem Co-Vorsitz von Ex-EZB-Präsident Mario Draghi und Stripe-CEO Patrick Collison gegründet.
- Die 55-köpfige Gruppe versammelt führende Tech- und VC-Persönlichkeiten von Organisationen wie Celonis, Klarna, Atomico und General Catalyst.
- Hauptziel ist es, den Draghi-Report zur Wettbewerbsfähigkeit in konkrete europäische politische Reformen zu übersetzen.
- Die erste offizielle Sitzung des Forums ist für den 20. bis 23. September 2026 terminiert.
- Das Gremium steht in der Kritik, da Vertreter aus Mittel- und Osteuropa fehlen und US-Infrastruktur wie AWS und Webflow genutzt wird.
Verknüpfte Unternehmen
9 verknüpfte Unternehmen“Stripe co-founder and CEO Patrick Collison serving as co-chairs....”
“Its membership includes several figures closely connected to Europe’s technology and venture ecosystem, including Atomico CEO and Founding P...”
“...Celonis co-founder and co-CEO Bastian Nominacher......”
“...Bending Spoons co-founder and CEO Luca Ferrari......”
“...Klarna Co-founder and CEO Sebastian Siemiatkowski......”
“...and Iliad Chairman and Chief Strategy Officer Xavier Niel....”
“Jeannette zu Fürstenberg, President and Managing Director at General Catalyst, is also among the members....”
“...while its website uses technology and infrastructure from US companies including Webflow and Amazon Web Services....”
“...while its website uses technology and infrastructure from US companies including Webflow and Amazon Web Services....”
Ontologie & Marktkonzepte
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EU stellt Plan für technologische Souveränität zur Reduzierung der Big-Tech-Abhängigkeit vor
Die Europäische Kommission hat einen umfassenden Plan zur technologischen Souveränität vorgestellt, um Europas Abhängigkeit von US-amerikanischen und chinesischen Technologieanbietern in den Bereichen Cloud Computing, Künstliche Intelligenz, Halbleiter und Software zu verringern. Das Maßnahmenpaket umfasst Investitionen und regulatorische Anpassungen zur Beschleunigung europäischer Rechenzentren, der Chip-Produktion sowie zur Förderung von Open-Source-Projekten. Ziel ist es, Bedenken hinsichtlich der Kontrolle über kritische Infrastruktur und Datenzugriffe zu adressieren. Während Verbände wie Bitkom und die NCC Group die strategische Ausrichtung begrüßten, kritisierten Grünen-Abgeordnete das Fehlen verbindlicher Maßnahmen und konkreter Finanzierungen. Der Bericht verweist auf erhebliche Marktkonzentrationen – so kontrollieren AWS, Microsoft und Google rund 70 % des europäischen Cloud-Marktes – sowie auf jährliche IT-Dienstleistungsströme von rund 264 Milliarden Euro von Europa in die USA. Der Draghi-Bericht beziffert den zusätzlichen jährlichen Investitionsbedarf auf etwa 800 Milliarden Euro.
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