Beobachtetes Signal · 1. Sept. 2026 · Analysis · Quelle: Adweek · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Retail Media als unterschätzter Treiber für nachhaltigen Markenaufbau
Entgegen der gängigen Wahrnehmung als reiner Performance-Kanal erweist sich Retail Media zunehmend als wirkungsvolles Instrument für den Markenaufbau. Der Beitrag widerspricht der Kritik traditioneller Marketer und stützt sich auf Erkenntnisse von Binet & Fields sowie Ebiquity, wonach 55 bis 60 Prozent der Werbebudgets in Brand Building fließen sollten – während die Praxis oft von kurzfristiger Performance dominiert wird. Retail Media bietet signifikante Reichweite, fördert mentale Verfügbarkeit und liefert überdurchschnittliche ROI-Werte. Emarketer-Daten belegen wachsende Marktanteile über diverse Mediengattungen hinweg. Zudem verdoppelte Procter & Gamble seine Off-Site-Retail-Media-Investitionen innerhalb eines Jahres. Werbetreibenden wird empfohlen, Budgets aus ineffizienten Performance- und Black-Box-KI-Lösungen abzuziehen und in Retail Media zu reallozieren. Kausale Modellierungen zeigen den wahren Wert des Kanals dabei deutlich präziser als klassische Marketing-Mix-Modelle (MMM). Retail Media fungiert somit als komplementäre Ergänzung zu TV.
Der Diskurs liefert datengestützte Argumente für das Brand-Building-Potenzial von Retail Media und treibt die strategische Reallokation von Mediabudgets auf C-Level-Ebene voran.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Laut Emarketer-Daten entfallen auf Retail Media 29 % der Search-, 11 % der Programmatic-Display/Video-, 6 % der Social-, 16 % der CTV- und 15 % der DOOH-Werbeausgaben.
- Daten von Sensor Tower zeigen, dass Procter & Gamble seine Investitionen in Off-Site Retail Media im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt hat.
- Rund 70 % der Marketer geben an, dass ihre aktuellen Marketing-Mix-Modelle Retail Media nicht adäquat abbilden.
- Die Forscher Binet und Fields empfehlen, 55 bis 60 % des Werbebudgets für langfristigen Markenaufbau zu allozieren.
- Kausale Modellierungsansätze weisen Retail Media Networks konsistent als Kanäle mit dem höchsten ROI aus.
Verknüpfte Unternehmen
6 verknüpfte Unternehmen“Untersuchungen zur Marketing-Effektivität von Binet, Fields und Ebiquity belegen, dass der Markenaufbau 55 bis 60 Prozent der Werbeausgaben ...”
“Laut Emarketer macht Retail Media einen signifikanten Prozentsatz jeder großen Werbeausgabenkategorie aus.”
“Sensor Tower-Daten zeigen, dass die Off-Site-Investitionen von P&G im Bereich Retail Media im letzten Jahr um mehr als das Doppelte gestiege...”
“Insbesondere im Hinblick auf Black-Box-KI-Tools wie Google Performance Max.”
Ontologie & Marktkonzepte
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Retail Media ist kein Markenaufbau
Der Artikel argumentiert, dass Retail Media – exemplifiziert durch Walmart Connect und die Werbeaktivitäten anderer Händler – ein hochprofitabler, schnell wachsender Lower-Funnel-Kanal ist, der nicht mit Brand-Building verwechselt werden darf. Er verweist auf Walmarts jüngste Werbeumsatzsteigerungen und den breiteren Retail-Media-Boom (Target, Instacart, DoorDash, Amazon), warnt jedoch vor inkonsistenten ROI-Messungen über verschiedene Händler hinweg. Zudem stammt ein Großteil der Retail-Media-Budgets aus Umschichtungen bestehender Markenbudgets und ist nicht inkrementell. Der Autor empfiehlt, Retail Media als defensive, handelsnahe Investition zur Sicherung der Distribution zu betrachten und nicht als Ersatz für breite Markenbekanntheitskampagnen.
Retail Media 3.0: Warum das digitale Regal jetzt entscheidet
Der Artikel beschreibt die Evolution von Retail Media von einem taktischen Commerce-Werkzeug hin zu einem strategischen, vollwertigen Medienkanal – „Retail Media 3.0“. Angetrieben wird diese Entwicklung durch First-Party-Transaktionsdaten von Händlern und verbesserte Messbarkeit. Im Fokus stehen Retail Media Networks (RMNs), die wachsende Bedeutung digitaler Medien am Point of Sale im stationären Handel sowie die Kombination aus OOH-Branding und Retail-Aktivierung. CMOs werden empfohlen, in die Dateninfrastruktur inklusive Clean Rooms zu investieren, organisationale Silos zwischen E-Commerce, Trade Marketing und Mediaplanung aufzubrechen und strategische Partnerschaften mit ausgewählten RMNs einzugehen. Dabei sollen standardisierte Metriken helfen, Retail Media direkt mit klassischen Kanälen zu vergleichen.
Der vollständige Gaming-Umsatz: PC- und Konsolen-Add-on-Ausgaben im Fokus
Erfahren Sie mehr über die neuesten Erweiterungen der Video Game Insights Plattform, die nun auch detaillierte Einblicke in die Ausgaben für Konsolen-Add-ons ermöglichen und somit ein ganzheitliches Bild der Monetarisierung im Gaming-Sektor schaffen. Diese neuen Datenquellen bieten Publishern, Entwicklern und Werbetreibenden präzise Messwerte zur Optimierung ihrer Strategien im Bereich In-Game-Käufe und DLCs. Durch die Verknüpfung von PC- und Konsolenmetriken entsteht eine umfassende Transparenz über das tatsächliche Ausgabeverhalten der Nutzer. Marktteilnehmer erhalten dadurch wertvolle Entscheidungsgrundlagen, um Zielgruppen noch zielgerichteter anzusprechen und Umsätze über verschiedene Plattformen hinweg nachhaltig zu maximieren.
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