Beobachtetes Signal · 16. Juli 2026 · Study Release · Quelle: Meedia · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
Rekord-Bildschirmzeit: Aufmerksamkeit statt Reichweite steuert Werbewirkung
Eine Studie von BurdaVerlag und YouGov zeigt, dass die tägliche Nutzung von Bewegtbild in Deutschland einen neuen Höchstwert von 4 Stunden und 33 Minuten erreicht hat. Klassisches lineares TV bleibt mit 65 Prozent monatlicher Reichweite vorn, dicht gefolgt von Streaming-Abos mit 60 Prozent und YouTube mit 41 Prozent. Insbesondere bei über 50-Jährigen wächst die Streaming-Nutzung deutlich. Allerdings lenkt die parallele Nutzung von Second Screens bei zwei Dritteln der Befragten die Aufmerksamkeit von der Werbung ab. Während personalisierte Werbung nur von sieben Prozent als störend empfunden wird, belasten lange Werbeblöcke und häufige Wiederholungen die Markenwahrnehmung massiv. Die Studie verdeutlicht, dass Werbetreibende angesichts dieser Entwicklung den Fokus von reiner Reichweite auf die Qualität und Aufmerksamkeit der Werbekontakte verlegen müssen.
Die von einem Publisher beauftragte Verbraucherstudie zu Rekord-Bildschirmzeiten und dem Paradigmenwechsel hin zu mehr Aufmerksamkeit beeinflusst die Mediaplanung, Messung und Kreativstrategie im Bewegtbild-Markt und ist für Werbetreibende, Publisher und Vermarkter von hoher Relevanz.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die durchschnittliche tägliche Bewegtbild-Nutzung in Deutschland stieg im Jahresvergleich um 18 Minuten auf 4 Stunden und 33 Minuten.
- Die neunte Ausgabe der Studie 'Screens in Motion' wurde von BurdaVerlag / TV Spielfilm Plus in Auftrag gegeben; YouGov befragte dafür 2.000 Personen ab 16 Jahren.
- Monatliche Nutzung: lineares TV 65 Prozent, Streaming-Abos 60 Prozent, YouTube 41 Prozent; Streaming wächst stark bei über 50-Jährigen, während Mediatheken leicht rückläufig sind.
- Zwei Drittel der Befragten nutzen regelmäßig einen Second Screen, wodurch die Werbeaufmerksamkeit sinkt.
- Nur 7 Prozent empfinden personalisierte Werbung als störend; lange Werbeblöcke und hohe Wiederholungsraten schaden hingegen der Markenwahrnehmung.
Verknüpfte Unternehmen
8 verknüpfte Unternehmen“for which YouGov surveyed 2,000 people aged 16 and over for the investigation commissioned by Burda....”
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Ontologie & Marktkonzepte
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Study: Ad market shifts between TV, streaming and YouTube
The ninth edition of the Screens in Motion study from TV Spielfilm Plus (Burda Verlag), based on an online survey of 2,000 Germans aged 16+ conducted by YouGov in March 2026, finds daily video consumption at a new high of 4 hours 33 minutes. Linear TV remains the most used channel (65% monthly) but is losing reach among younger viewers, while streaming subscriptions reach 60% monthly. YouTube is described as a hybrid between streaming and social media with 41% monthly usage. Attention varies by channel (TV 65% attentive, social media 55%), two-thirds of respondents often use a second screen, and personalized ads are least perceived as disturbing (7%). The study highlights market diversification and the need for advertisers to account for context, second-screen behavior and relevancy.
Studie: Starke Performance-Unterschiede bei Bewegtbildkanälen
Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass der tägliche Bewegtbild-Konsum in Deutschland einen neuen Höchstwert von 4 Stunden und 33 Minuten erreicht hat, was einem Anstieg von 18 Minuten im Vorjahresvergleich entspricht. Die Erhebung liefert fundierte Kennzahlen zur Kontaktqualität einzelner Video-Kanäle, zum Nutzungsverhalten auf dem Second Screen sowie zu werblichen Störfaktoren. Dabei wird YouTube als ein „unterschätztes Drittel“ innerhalb der Bewegtbildlandschaft charakterisiert. Der Fachbeitrag stützt sich zudem auf branchenweite Analysen und Reports renommierter Organisationen wie AGF, Vaunet, OMD, Eye Square, Deloitte und Adobe. Für Media-Planer und Werbetreibende bietet die Studie wertvolle Orientierungspunkte zur Einschätzung von Werbewirkung und Mediaplanung, wenngleich sie keine grundlegenden Plattform-Richtlinienänderungen oder disruptiven Marktverschiebungen ankündigt.
Streaming-Werbung übertrifft Social Media bei der Zuschaueraufmerksamkeit deutlich
Eine neue Studie des Messunternehmens Amplified und des Video Futures Collective (VFC) zeigt, dass Werbung auf Streaming-Plattformen deutlich mehr Aufmerksamkeit bindet als Anzeigen in Social-Media-Feeds. Laut den Untersuchungsergebnissen hält Streaming-Werbung den Fokus der Zuschauer über fast 80 Prozent der Laufzeit, während der Wert in anderen digitalen Umgebungen bei rund 20 Prozent liegt. Bei scrollbaren Social-Feeds sinkt die Aufmerksamkeit bereits nach vier Sekunden auf etwa 25 Prozent. VFC-Vertreter Toby Dewar führt diese Diskrepanz auf das Plattformdesign zurück: Social-Feeds laden zum schnellen Wechsel ein, während Streaming ein intensiveres Seherlebnis bietet. Diese Erkenntnisse stellen reine View-Metriken infrage und legen nahe, dass Werbetreibende die Aufmerksamkeitsqualität gewichten sollten, um Streuverluste bei flüchtigen Blicken zu minimieren.
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