Beobachtetes Signal · 6. Mai 2026 · Funding · Quelle: techcrunch · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
QuTwo erreicht nach Angel-Runde 380 Mio. USD Bewertung
QuTwo, ein vom finnischen Gründer Peter Sarlin ins Leben gerufenes KI-Labor, hat eine Angel-Runde über 25 Millionen Euro (ca. 29 Mio. USD) abgeschlossen, womit das Unternehmen mit 325 Millionen Euro (rund 380 Mio. USD) bewertet wird. Das Startup, das sich als KI-Unternehmen mit starken Verbindungen zur Quantencomputing-Forschung positioniert, vertreibt QuTwo OS. Dabei handelt es sich um eine Orchestrierungsschicht, die Workloads an klassische, Quanten- oder Hybrid-Architekturen weiterleitet und „quanteninspirierte“ Berechnungen auf klassischer Hardware fördert. QuTwo verzeichnet nach eigenen Angaben rund 23 Millionen USD an zugesagten Umsätzen aus Design-Partnerschaften, unter anderem mit Zalando, expandierte kürzlich nach Schweden und beschäftigt etwa 50 Quanten- und KI-Wissenschaftler. Die Investorengruppe umfasst prominente europäische Geldgeber und Gründer. Sarlin zufolge bewahrt dieser Finanzierungsansatz die langfristige strategische Freiheit und unterstützt ambitionierte F&E-Aktivitäten in den Branchen Automotive, Life Sciences und Gaming.
Das Signal verdeutlicht das anhaltende Investoreninteresse an in Europa ansässigen KI- und Quanten-Startups und stattet QuTwo mit Kapital sowie strategischen Netzwerken für langfristige F&E aus, wobei die Bewertung im Vergleich zu Blockbuster-KI-Finanzierungen jedoch moderat ausfällt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- QuTwo hat eine Angel-Runde über 25 Millionen Euro abgeschlossen und wird nun mit 325 Millionen Euro bewertet.
- Das Kernprodukt ist QuTwo OS, eine Orchestrierungsschicht zur Steuerung von Aufgaben in klassischen, Quanten- oder Hybrid-Compute-Architekturen.
- Das Unternehmen weist rund 23 Millionen USD an zugesagten Umsätzen aus Design-Partnerschaften auf, darunter Arbeiten für den Retailer Zalando.
- QuTwo hat etwa 50 Quanten- und KI-Wissenschaftler eingestellt und kürzlich nach Schweden expandiert.
- Die Angel-Investoren umfassen namhafte Persönlichkeiten wie Yuri Milner, Xavier Niel, Nico Rosberg, Dieter Schwarz und Niklas Zennström.
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Qutwo bereitet Unternehmen auf KI im Quantenzeitalter vor
Das von dem finnischen Unternehmer Peter Sarlin mitgegründete KI-Startup Qutwo entwickelt eine Orchestrierungsplattform namens Qutwo OS, die Unternehmen beim nahtlosen Übergang von KI-Workloads von klassischen zu Quanten- und Hybrid-Computing-Umgebungen unterstützen soll. Vollständig finanziert durch Sarlins Family Office PostScriptum, arbeitet das Unternehmen bereits mit namhaften Enterprise-Kunden wie dem Modehändler Zalando an sogenannten Lifestyle-Agenten sowie mit dem Finanzdienstleister OP Pohjola an einer gemeinsamen Forschungsinitiative für Quanten-KI. Qutwo setzt dabei auf quanteninspirierte Ansätze, die bereits heute auf klassischer Hardware laufen, sich jedoch flexibel auf künftige Quanten-Chips anpassen lassen. Das Team vereint über 30 Quanten- und KI-Wissenschaftler sowie hochkarätige Board-Mitglieder wie Kuan Yen Tan (Mitgründer von IQM), Antti Vasara, Kaj-Mikael Björk und den ehemaligen Nokia-CEO Pekka Lundmark.
Quantonation schließt 220-Millionen-Euro-Fonds für Quantum- und Physik-Startups
Quantonation Ventures hat das Closing seines überzeichneten zweiten Fonds bei 220 Millionen Euro (rund 260 Millionen US-Dollar) abgeschlossen. Das Volumen übertrifft den Erstlingsfonds um mehr als das Doppelte und unterstreicht das robuste Investoreninteresse an Quantum- und Physik-Startups. Die Risikokapitalgesellschaft mit Doppelhauptsitz in Paris und New York hat bereits in zwölf Startups investiert und strebt ein Portfolio von rund 25 Unternehmen an. Der Investitionsfokus liegt auf Quanten-Hardware, Software sowie angrenzenden Physik-Technologien wie Photonik und Laser. Zu den wiederkehrenden Limited Partners zählen Vertex Holdings und Bpifrance; als neue LPs treten unter anderem der Europäische Investitionsfonds, Grupo ACS, Novo Holdings, Planet First Partners und Toshiba auf. Quantonation-Partner Will Zeng verweist auf ein zunehmend reifendes Ökosystem mit wachsenden „Picks and Shovels“-Infrastrukturchancen, während Tech-Schwergewichte wie Nvidia und Google die Marktdynamik für Quantum-Fortschritte weiter antreiben.
Finnisches Quanten-Einhorn IQM strebt via SPAC-Deal an die Börse
Das finnische Quantencomputing-Unternehmen IQM hat Pläne bekannt gegeben, im Rahmen einer SPAC-Transaktion an die Börse zu gehen. Die Bewertung des Unternehmens beläuft sich dabei auf rund 1,8 Milliarden US-Dollar. Das 2018 als Ausgründung der Aalto-Universität und des Forschungszentrums VTT entstandene Unternehmen vertreibt On-Premises-Quantencomputer sowie eine Cloud-Zugangsplattform an akademische und industrielle Kunden. Für das Jahr 2025 meldete IQM einen Umsatz von 35 Millionen US-Dollar sowie Buchungen von über 100 Millionen US-Dollar. Nach Abschluss der Transaktion wird eine Liquidität von über 450 Millionen US-Dollar erwartet. Bislang hat IQM rund 569,1 Millionen US-Dollar eingeworben, darunter eine Series-B-Finanzierung in Höhe von 320 Millionen US-Dollar unter Leitung von Ten Eleven Ventures. Als SPAC-Fahrzeug dient die an der Nasdaq notierte Real Asset Acquisition Corp. IQM prüft zudem die Notierung von American Depositary Shares in den USA sowie ein paralleles Listing an einer nordischen Börse.
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