Beobachtetes Signal · 26. Okt. 2026 · Opinion / Commentary · Quelle: DWDL · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Negativ
Produzent Moszkowicz wünscht sich Rechte für deutsche Produzenten
In einem Gastbeitrag für DWDL plädiert Martin Moszkowicz, Geschäftsführer der Transcontinental Entertainment Studios, für einen Systemwechsel in der deutschen Film- und TV-Branche. Er kritisiert, dass Produzenten oft nur als Werkvertragsnehmer oder Dienstleister auftreten und Rechte und Erlöse an Sender, Streamer und Verleiher verlieren. Moszkowicz skizziert eine Zukunft, in der Produzenten die Rechte behalten, Inhalte an Sender und Streamer innerhalb definierter Fenster lizenzieren, als Rechteinhaber agieren und eine direkte Beziehung zum Publikum aufbauen. Er betont die Bedrohung durch KI und globale Plattformen, die Produzenten ohne Rechte und Daten zu austauschbaren Zulieferern machen könnten. Als Vorbilder nennt er Frankreich, Großbritannien und Skandinavien, wo Produzenten ihre Stoffe besitzen. Sein Wunsch: In 25 Jahren sollte einer deutschen Produktionsfirma etwas gehören.
Der Artikel ist ein Meinungsbeitrag eines Produzenten, der systemische Änderungen in der deutschen Film- und TV-Branche fordert. Er diskutiert Branchendynamiken, berichtet aber kein konkretes Ereignis, Produkt oder Finanztransaktion. Die Relevanz für AdTech/MarTech ist höchstens indirekt.
Marktsignale zu Netflix in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren Polaris7-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Martin Moszkowicz ist Geschäftsführer der Transcontinental Entertainment Studios.
- Er fordert ein System, in dem Produzenten die Rechte behalten und an Sender und Streamer innerhalb definierter Fenster lizenzieren.
- Er kritisiert die aktuelle Praxis, bei der Sender und Streamer sich über Mitfinanzierung Rechte sichern.
- Er stellt fest, dass 15 der 20 erfolgreichsten deutschen Kinofilme des letzten Jahres auf TikTok viral gegangen sind.
- Er nennt Frankreich, Großbritannien und Skandinavien als Beispiele, wo Produzenten ihre Inhalte besitzen.
Verknüpfte Unternehmen
2 verknüpfte Unternehmen“Der Artikel erwähnt Netflix im Kontext historischer Veränderungen und aktueller Konkurrenz zu YouTube.”
“YouTube wird erwähnt, da Amerikaner dort mehr Fernsehzeit verbringen als mit Netflix.”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
LEONINE-Chef Fred Kogel wünscht sich mehr Zukunftslust
In einem Gastbeitrag für DWDL äußert Fred Kogel, CEO der LEONINE Studios und Vorstandsmitglied der Produktionsallianz, seine Wünsche für die Zukunft der deutschen Medien- und Produktionsbranche. Er reflektiert 45 Jahre Branchenwandel – vom Privatradio bis zu KI – und betont, dass Produzenten Veränderungen annehmen statt fürchten sollten. Er fordert wirksame Investitionsverpflichtungen, wettbewerbsfähige Steueranreize und bessere wirtschaftliche Bedingungen, einschließlich fairer Erlösbeteiligung und Kostendeckung. Kogel plädiert für kurze Entscheidungswege, mehr lokale Autonomie und eine Kultur, die Ausprobieren und entschlossenes Handeln fördert. Er unterstreicht die Bedeutung von Eigenverantwortung, Investitionen in Technologie und Talente sowie Vertrauen als Wettbewerbsvorteil. Zudem hebt er den Wert qualitativ hochwertiger Inhalte und gemeinsamer Erlebnisse in einer fragmentierten Medienlandschaft hervor. Sein zentraler Wunsch: mehr Lust auf Zukunft.
Constantin-Geschäftsführerin fordert bessere Fehlerkultur in der TV-Branche
Laura Machutta, Geschäftsführerin der Constantin Film Produktion GmbH und stellvertretende Vorsitzende der Sektion Fernsehen der Produktionsallianz, hat einen Gastbeitrag verfasst, in dem sie ihre Wünsche für die deutsche Fernsehbranche formuliert. Sie fordert eine faire und respektvolle Zusammenarbeit zwischen Filmschaffenden, Produktionsfirmen und Sendern sowie einen transparenten Dialog über Budgets. Machutta kritisiert die aktuelle Förderpolitik, die internationale Auftragsproduktionen bevorzugt und Deutschland als Produktionsstandort schwächt, was deutsche Produzenten zwinge, ins Ausland auszuweichen. Als positives Beispiel nennt sie die Zusammenarbeit mit dem ZDF beim historischen Film 'Zeit der Wunder'. Zudem plädiert sie für eine bessere Fehlerkultur, wobei sie auf den internen 'Code of Conduct' und Workshops bei Constantin als Vorbild verweist.
Stefan Oelze: Chancen durch Internationalisierung und KI nutzen
In einem Gastbeitrag für die 25-Jahre-Serie von DWDL fordert Stefan Oelze, Geschäftsführer der Rosebank Entertainment AG, die deutsche Film- und TV-Produktionsbranche auf, den größten technologischen und wirtschaftlichen Umbruch ihrer Geschichte zu bewältigen. Er sieht zentrale Chancen in der Internationalisierung, der Nutzung von KI und der Schaffung von Investitionsanreizen wie einem Steueranreizmodell nach dem Vorbild anderer europäischer Länder. Oelze verweist auf das 31-prozentige Wachstum der britischen Spielfilmproduktion auf 3,8 Mrd. US-Dollar im Jahr 2025, das er auf ausländische Investitionen und günstige Rahmenbedingungen zurückführt. Er fordert, die Werte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu verteidigen und sich gleichzeitig an KI-bedingte Veränderungen in Arbeitswelt und Geschäftsmodellen anzupassen. Er betont die Notwendigkeit von Partnerschaften, um die Zukunft der Branche aktiv zu gestalten.
Alle künftigen Signale zu Netflix & Wettbewerbern im Briefing erhalten
Verpassen Sie keine M&A-Transaktionen, Führungswechsel, Kunden-Etats oder Produkt-Launches mehr. Polaris7 überwacht über 20.000 Primärquellen rund um die Uhr und liefert evidenzbasierte Telemetrie direkt in Ihr wöchentliches Executive Briefing.
