Beobachtetes Signal · 20. Juli 2026 · Interview · Quelle: VideoWeek · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Perion-CEO: KI-Entlassungen sind reine Kostensenkungen und kein Ersatz
In einem Interview erklärte Tal Jacobson, CEO und Director von Perion, dass KI-bezogene Entlassungen bei Agenturen und Tech-Unternehmen primär Kostensenkungsmaßnahmen darstellen. Sie sollen Kapital für künftige Investitionen in KI-Infrastruktur freisetzen, anstatt zu belegen, dass KI skalierte Teams vollständig ersetzen kann. Jacobson beschreibt Perions unified ad tech platform, die Media über Kanäle wie Connected TV, DOOH, Social Media und das Web misst und optimiert. Er merkt an, dass KI-Empfehlungen derzeit noch von Menschen überprüft werden, und skizziert Produktformate wie Picture-in-Picture für Live Connected TV sowie kombinierte OOH- und Connected TV-Targeting- und Messfunktionen.
Bietet die Perspektive eines AdTech-Anbieters auf KI-getriebene Entlassungen, Cross-Channel-Messung und CTV-/DOOH-Formate, jedoch ohne grundlegende Plattformrichtlinien oder industrieumwälzende technische Releases.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Tal Jacobson, CEO und Director von Perion, erklärte, dass KI-bezogene Entlassungen nichts weiter als Kostensenkungsmaßnahmen sind, um in KI-Infrastruktur zu investieren, und dass KI skalierte Teams derzeit nicht vollständig ersetzen kann.
- Perion bietet eine Single Platform für den Zugriff auf und die Optimierung von Werbung über mehrere Kanäle hinweg, darunter Connected TV, DOOH, Social Media und Web, und bedient Kunden in 40 Ländern.
- Perions KI-gestützte Empfehlungen werden derzeit von Menschen überprüft, bevor Mediabudgets eingesetzt werden; vollständig autonome Entscheidungen gibt es noch nicht.
- Perion bietet Live Connected TV-Formate wie Picture-in-Picture an und verknüpft OOH-Targeting mit Connected TV und Audio zur Messung des geografischen Werbeeffekts.
- Perion verzeichnete unerwartete Nachfrage von Lifestyle- und Make-up-Marken beim Super Bowl, die auf breitere Zielgruppenverschiebungen zurückgeführt wird.
Verknüpfte Unternehmen
7 verknüpfte Unternehmen“Tal Jacobson, CEO and Director of Perion, says these layoffs are “nothing more” than cost-cutting measures carried out in order to invest in...”
“But to be honest, when you’re running on Meta or TikTok or YouTube, and using their advertising platforms, AI is doing that, and no human is...”
“But to be honest, when you’re running on Meta or TikTok or YouTube, and using their advertising platforms, AI is doing that, and no human is...”
“Maybe you should do less YouTube and more Meta, or whatever it is....”
“We can also use audio to target Spotify ads in that specific area, so it’s pretty cool when you listen to music, you can hear an ad, and you...”
“And if you also have a Costco or Walmart next to you, and they’re advertising a specific promotion, it feels very targeted....”
“And if you also have a Costco or Walmart next to you, and they’re advertising a specific promotion, it feels very targeted....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Perion Shifts Focus: AI Beyond the Hype Cycle
Perion CEO Tal Jacobson criticized AI hype while describing how the company is rebuilding around AI-driven media trading. Perion is centering its strategy on Outmax, an AI media trading agent that allocates budgets across CTV, digital-out-of-home, retail media, YouTube, Meta and TikTok. The company last year paid $65 million to acquire Greenbids, an AI-powered media optimization tool, and cites outcomes-based optimization as the primary objective of its systems. Jacobson said Perion has applied machine learning for years and emphasized that manual ad-ops work is likely to decline as automation increases. The interview also touched on Perion’s company evolution (founded in 1999 as IncrediMail), a solid recent Q4 performance, and growing demand in digital out-of-home inventory.
Entlassungswelle im Tech-Sektor: KI oft nur Vorwand für Kostensenkungen
Im März 2026 wurden im Technologiesektor über 45.000 Stellen abgebaut, wobei viele Unternehmen KI als Haupttreiber anführten. Ein genauerer Blick auf die Zahlen relativiert diese Begründung jedoch: Lediglich rund 9.200 Entlassungen lassen sich tatsächlich auf KI und Automatisierung zurückführen. Der überwiegende Großteil resultiert aus Restrukturierungen, Korrekturen früherer Überkapazitäten und anhaltendem Margendruck. Während Oracle den Abbau von bis zu 45.000 Stellen plant, begründete Atlassian den Abbau von 1.600 Positionen damit, eigene Investitionen in KI und den Enterprise-Vertrieb „selbst zu finanzieren“, obwohl sich die benötigten Skillsets kaum verändert haben. Die Analyse kritisiert dieses Phänomen als „AI Washing“: Unternehmen framen klassische Sparmaßnahmen als strategische KI-Transformationen, um Kapital für zukünftige Infrastrukturinvestitionen freizusetzen, anstatt auf reale Produktivitätsgewinne durch bestehende KI-Lösungen zu reagieren.
KI verursacht oft höhere Kosten als die ersetzten Mitarbeiter
Zahlreiche Berichte zeigen, dass die wachsende Einführung von Enterprise AI zu hohen Inferenz- und Lizenzkosten führt, die in vielen Fällen die Einsparungen bei den Lohnkosten übersteigen. Dies treibt Restrukturierungen und Entlassungen voran. Beispiele hierfür sind Metas Pläne zum Abbau von rund 10 Prozent der Belegschaft bei gleichzeitiger Verlagerung von 7.000 Mitarbeitern in KI-Rollen und Streichung von 6.000 offenen Positionen. Amazon fordert Berichten zufolge von über 80 Prozent seiner Entwickler die wöchentliche KI-Nutzung, was zu einer Manipulation der Nutzungsmetriken geführt hat. Microsoft erwog die Kündigung von Anthropic Claude Code Lizenzen aus Kostengründen. Ubers COO erklärte, dass KI-Ausgaben bisher nicht zu messbaren Produktivitätssteigerungen geführt haben, während Cloudbees vor Entlassungen als Hebel zur Kompensation steigender KI-Rechnungen warnt. Dieses Muster wirft Fragen zum unklaren ROI, zur Tool-Governance und zu den Auswirkungen auf die Budgetierung auf.
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