Beobachtetes Signal · 9. Sept. 2020 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
850-Millionen-US-Dollar-Fusion von Outbrain und Taboola abgesagt
Die im Oktober 2019 angekündigte Fusion der Native-Advertising-Größen Outbrain und Taboola mit einem Volumen von rund 850 Millionen US-Dollar wurde offiziell abgesagt. Das kombinierte Unternehmen sollte unter der Marke Taboola firmieren und global über 2.000 Mitarbeiter an 23 Standorten beschäftigen. Als Hauptgrund für das Scheitern nennen die Unternehmen veränderte Marktbedingungen infolge der COVID-19-Pandemie. Neben den pandemiebedingten wirtschaftlichen Verwerfungen spielten offenbar auch kulturelle Integrationshürden sowie regulatorische Bedenken beziehungsweise kartellrechtliche Prüfungen in Großbritannien und Israel eine Rolle, obwohl die US-Freigabe bereits vorlag. Ausgleichszahlungen (Break Fees) fallen nach Angaben der Beteiligten nicht an. Das Platzen dieses prominenten M&A-Vorhabens markiert eine bemerkenswerte Zäsur für die Konsolidierungsdynamik im globalen AdTech-Markt.
Das Scheitern dieser hochkarätigen M&A-Transaktion im AdTech-Sektor verdeutlicht, wie stark makroökonomische Krisen und regulatorische Hürden die Marktkonolidierung beeinflussen können.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Outbrain und Taboola hatten im Oktober 2019 eine geplante Fusion bekannt gegeben.
- Das Transaktionsvolumen wurde auf rund 850 Millionen US-Dollar beziffert.
- Das fusionierte Unternehmen sollte unter der Marke Taboola operieren und über 2.000 Mitarbeiter in 23 Büros umfassen.
- Die Transaktion wurde aufgrund der durch die COVID-19-Pandemie veränderten Marktbedingungen abgebrochen.
- Kartellrechtliche Prüfungen in Großbritannien und Israel galten neben den Marktverschiebungen als Hindernisse, während die US-Freigabe vorlag.
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Vereinfachung des CTV-Zugangs entscheidend bei gleichem Inventarzugang
Auf der DMEXCO 2026 sprach Bastian Sarott, CTV Business Lead EMEA bei Teads, über den sich entwickelnden CTV-Markt und stellte fest, dass die meisten Ad-Tech-Akteure ähnlichen Zugang zu In-Stream-Inventar haben, was die Differenzierung erschwert. Er betonte, dass der Schlüssel zur Differenzierung darin liegt, den Zugang zu Inventar für Käufer zu vereinfachen und die seit langem bestehenden Fragmentierungsprobleme anzugehen. Diese Herausforderungen erstrecken sich auch auf den wachsenden Home-Screen-Markt, in dem TV-Hersteller verschiedene Technologien einsetzen. Sarott hob hervor, dass die Reduzierung von Komplexität entscheidend für Wachstum und Käuferzufriedenheit in der CTV-Werbung ist.
Whale TV und Teads machen CTV-Inventar weltweit verfügbar
Das Adtech-Unternehmen Teads erweitert sein Connected-TV-Angebot um weiteres Homescreen-Inventar von Whale TV. Werbetreibende können die Werbeflächen von Whale TV nun in über 100 Ländern über den Teads Ad Manager einkaufen. Damit weiten die beiden Unternehmen ihre seit 2024 bestehende Zusammenarbeit global aus. Whale TV, früher bekannt als Zeasn, meldet 47,5 Millionen monatlich aktive TV-Geräte weltweit, davon 35% in Europa. Das Unternehmen arbeitet mit über 400 TV-Marken zusammen, darunter Philips, TCL und Sharp. Teads hat nun direkten Zugang zu über 500 Millionen adressierbaren TV-Geräten für Homescreen-Werbung und hat seit 2023 mehr als 6.000 Homescreen-Kampagnen ausgeliefert. Das Angebot umfasst Homescreen-Mastheads und native Display-Formate, die sich zu Fullscreen-Video erweitern lassen.
Teads dockt an Koddis Commerce-Media-Infrastruktur an
Teads und Koddi haben eine neue Integration angekündigt, die Teads' Ad Manager mit Koddis Commerce-Media-Infrastruktur verbindet. Diese Partnerschaft ermöglicht Werbetreibenden den Kauf von Onsite-Retail-Inventar aus Koddi-Netzwerken in den USA und Europa, einschließlich Sponsored Product Ads und Display-Platzierungen auf Händler- und Commerce-Plattformen. Die Integration nutzt den OpenRTB-Standard, um den automatisierten Austausch zwischen Demand- und Sell-Side zu erleichtern und proprietäre Integrationen zwischen Teads und einzelnen Händlern überflüssig zu machen. Zu den angebundenen Netzwerken gehören unter anderem Wolt Ads, Gopuff UK und Hopper. Händler behalten die Kontrolle über Inventar, Preisgestaltung und Qualitätsvorgaben durch Koddis SSP. Dieser Schritt erweitert Teads' programmatisches Retail-Media-Angebot und ermöglicht Werbetreibenden die Planung und Aktivierung von Retail Media zusammen mit anderen Kanälen im Teads Ad Manager.
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