Beobachtetes Signal · 22. Okt. 2025 · Product Launch · Quelle: Adzine · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Otto Advertising startet eigene Demand-Side-Platform mit First-Party-Daten
Otto Advertising, der Retail-Media-Arm der Otto Group, hat eine eigene Demand-Side-Platform (DSP) eingeführt. Die Eigenentwicklung ermöglicht Werbetreibenden und Mediaagenturen den kanal- und publisherübergreifenden Einkauf digitaler Inventare im Self-Service- und Managed-Service-Modus. Neben Marken aus dem Otto-Ökosystem richtet sich das Angebot auch an nicht-endemische Werbetreibende. Die DSP nutzt exklusive First-Party-Daten von über 31 Millionen aktiven Nutzerkonten der Otto Group für datengetriebenes Targeting auf Premium-Websites und Digital-Out-of-Home-Screens, wobei das Inventar weiter ausgebaut werden soll. Die Infrastruktur wurde intern aufgebaut, um auf externe Tech-Provider und Third-Party-Daten zu verzichten und so die Transparenz sowie die Kosteneffizienz auf Einkaufs- und Verkaufsseite zu steigern. Mediaplus testete die Plattform als erste Agentur bei einer Herbstkampagne für einen Tourismus-Kunden und berichtete von präzisem Targeting und starken Ergebnissen. Die Roadmap sieht für das kommende Jahr die Integration weiterer conversion-fokussierter Self-Service-Funktionen vor.
Der Start einer eigenen DSP durch Otto Advertising unter Nutzung exklusiver First-Party-Daten setzt neue Maßstäbe im Retail Media und hat das Potenzial, den programmatischen Markt sowie die Transparenz in der Wertschöpfungskette nachhaltig zu beeinflussen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Otto Advertising hat eine eigene Demand-Side-Platform (DSP) gelauncht.
- Die DSP unterstützt den Self-Service- und Managed-Service-Einkauf über Channels und Publisher hinweg, darunter Premium-Websites und Digital-Out-of-Home (DOOH).
- Für das Targeting werden exklusive First-Party-Daten von über 31 Millionen aktiven Nutzerkonten der Otto Group genutzt.
- Mediaplus testete die Plattform als erste Agentur in einer Herbstkampagne für einen Touristik-Kunden und erzielte präzise Ergebnisse.
- Die Plattform wurde eigenentwickelt, um durch den Verzicht auf externe Tech-Provider und Third-Party-Daten die Transparenz und Kosteneffizienz zu erhöhen.
Verknüpfte Unternehmen
2 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
CMO-Amtszeit sinkt seit 2010 um 35 %
Eine Studie mit 13.000 US-Marketingfachleuten zeigt, dass die durchschnittliche Amtszeit von CMOs seit 2010 um 35 % gesunken ist – von vier Jahren auf 2,6 Jahre für diejenigen, die nach 2022 begonnen haben. Die Umfrage von Findem und CMO Huddles zeigt, dass nur noch 36 % der Fortune-500-Unternehmen den Titel CMO verwenden, ein deutlicher Rückgang gegenüber 55 % im Jahr 2024. CMOs berichten oft an andere als den CEO, und der Marketinganteil am Umsatz ist von 11,2 % im Jahr 2018 auf 7,8 % gefallen. Kurze Amtszeiten führen zu inkonsistenter Führung und häufigen Agentur-Pitches, wobei Agentur-Kunden-Beziehungen im Durchschnitt nur 3,7 Jahre dauern. Experten führen den Trend auf falsche Erwartungen und den gesunkenen Einfluss der CMOs zurück.
Serviceplan Boosting Health ernennt Christian Necker zum Co-Geschäftsführer
Serviceplan Boosting Health, die spezialisierte Healthcare-Agentur der Serviceplan Group, stellt ihre Führung neu auf und etabliert eine Doppelspitze. Christian Necker übernimmt an der Seite von Dörthe Besse die Co-Geschäftsführung. Necker, der in den vergangenen sechs Monaten als freiberuflicher Marketing- und Kommunikationsberater tätig war, bringt bereits Vorerfahrung aus der Serviceplan-Gruppe mit. In seiner neuen Rolle soll er insbesondere die Initiativen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) agenturweit vorantreiben. Die Personalie unterstreicht das strategische Ziel von Serviceplan, sein Healthcare-Portfolio durch den gezielten Ausbau von KI-Kompetenzen und datengetriebenen Lösungen zukunftssicher aufzustellen und bestehende Synergien innerhalb des Agenturnetzwerks weiter zu stärken.
Omnicom Media dominiert deutsches Neugeschäft-Ranking im ersten Halbjahr 2026
Das COMvergence New Business Barometer verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 in Deutschland 77 Pitches mit einem Nettovolumen von 844 Millionen USD. Omnicom Media führte das Ranking der Agenturgruppen mit einem Nettogewinn von 188 Millionen USD an, wozu 148 Millionen USD aus elf Neukundengewinnen sowie verteidigte Etats von Dyson und IBM beitrugen. Die unabhängige Pilot Gruppe sicherte sich mit einer Retention Rate von 80 Prozent und einem Nettovolumen von 126 Millionen USD den zweiten Platz. Mediaplus (Serviceplan Group) folgte auf Rang drei mit neun Neukunden und einem Nettovolumen von 37 Millionen USD. Die drei volumenstärksten Pitches entfielen auf Jaguar Land Rover, die Deutsche Postcode Lotterie und Dyson, die zusammen 230 Millionen USD ausmachten. Infolge der Übernahme von IPG Mediabrands konsolidierte Omnicom seine Neugeschäftszahlen ab Q1 2026.
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