Beobachtetes Signal · 12. Juli 2024 · Business Exit · Quelle: CMSWire · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Oracle steigt nach starkem Umsatzrückgang aus dem Werbegeschäft aus
Oracle hat die Schließung seines Werbegeschäfts angekündigt, um den strategischen Fokus verstärkt auf Cloud-Dienste, Enterprise Software und Datenmanagement zu legen. Der Umsatz von Oracle Advertising brach von zwei Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 auf rund 300 Millionen US-Dollar im Geschäftsjahr 2024 ein. Der Rückzug folgt auf eine Reihe historischer Akquisitionen wie BlueKai, Datalogix und AddThis. Ausschlaggebend für die Entscheidung waren Integrationsprobleme, der verschärfte Wettbewerb durch große Walled Gardens wie Google, Meta und Amazon, strengere Datenschutzvorgaben sowie der schwindende Zugriff auf Third-Party Data. CEO Safra Catz bestätigte den Schritt während der Bilanzkonferenz zum vierten Quartal, der Entlassungen in der Division zur Folge haben wird. Branchenexperten werten den Schritt als Beleg für den strukturellen Wandel hin zu konsensbasiertem First-Party Advertising sowie als Chance für KI-getriebene Start-ups im AdTech-Ökosystem.
Oracles Rückzug aus dem Werbemarkt markiert eine Zäsur in der AdTech-Landschaft und unterstreicht den Niedergang traditioneller Third-Party-Datenanbieter infolge verschärfter Datenschutzregulierung und der Marktmacht von Walled Gardens, was Vermarkter und das gesamte Ökosystem nachhaltig beeinflusst.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Oracle hat im Geschäftsjahr 2024 den vollständigen Rückzug aus dem Werbegeschäft beschlossen.
- Der Umsatz von Oracle Advertising sank von zwei Milliarden US-Dollar in 2022 auf etwa 300 Millionen US-Dollar im Geschäftsjahr 2024.
- Das frühere Oracle Data Cloud stützte sich auf die strategischen Übernahmen von BlueKai, Datalogix und AddThis.
- CEO Safra Catz bestätigte den Ausstieg offiziell während des Earnings Call zum vierten Quartal 2024.
- Die Einstellung des Geschäftsbereichs führt zu Entlassungen; betroffene Teams von Data-Science-Ingenieuren orientieren sich neu.
Verknüpfte Unternehmen
6 verknüpfte Unternehmen“Oracle's decision to shut down its advertising business reflects a strategic pivot away from the competitive digital advertising market....”
“Oracle faced competition from industry leaders such as Google and Facebook....”
“Meta cut off third-party access to its user data after Cambridge Analytica, impacting Oracle's advertising insights....”
“Advertisers shifted toward first-party data from major platforms like Amazon....”
“Apple's privacy changes, such as killing IDFA, further impacted third-party advertising solutions....”
“Kevin Marcus, CTO at Versium, an omnichannel marketing platform provider, commented on Oracle's exit....”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
AWNY & Jupiter Fest: Agentic Ads und Open Web im Fokus
Die Advertising Week New York und das erste Jupiter Festival Miami zeigten die Branchenentwicklung hin zu agentischer Werbung und die Besorgnis über die Zukunft des Open Web. Zu den wichtigsten Ankündigungen gehörten Tiktoks Off-Platform-Werbeexpansion und ein neuer KI-Einkaufsagent, Metas Test eines KI-Kampagnenassistenten und die Einführung visueller Anzeigen durch OpenAI. Die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount im Wert von 110 Milliarden Dollar wurde abgeschlossen und bildet nun Skydance. Zentrale Themen waren die Bedrohung des Publisher-Traffics durch KI, der Aufstieg von KI-Sichtbarkeitstools, das frühe Stadium des agentischen Medienkaufens, ungelöste Cross-Platform-Messung und der boomende Sport- und Retail-Media-Sektor. Zu den Deals gehörten PubXs Übernahme von Compliant und eine 5-Millionen-Dollar-Series-A sowie OpenAIs gemeldete 30-Milliarden-Dollar-Runde mit BlackRock und Investoren aus den VAE.
ICANN erhält 1.615 Anträge für neue Top-Level-Domains
Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hat erstmals seit 2012 wieder Anträge für neue generische Top-Level-Domains (gTLDs) angenommen. Insgesamt wurden 1.615 Anträge von 481 Antragstellern eingereicht, mit einem starken Fokus auf KI-bezogene Domains. Zehn Unternehmen, darunter Meta und OpenAI, bewarben sich um .agent, sieben um .agi und sechs um .asi. Meta reichte 21 Anträge ein, darunter .instagram und .threads, während OpenAI 15 Anträge stellte, darunter .chatgpt und .codex. Auch deutsche Unternehmen wie Adidas, Biontech und Allianz bewarben sich um markenbezogene Domains. Die Antragsgebühr kann bis zu 227.000 US-Dollar pro Domain betragen. Der Artikel hebt auch den finanziellen Erfolg von Ländercode-Domains wie .ai hervor, die Anguilla bis November 2025 rund 59 Millionen Euro einbrachte.
Musk's Grok Bot nutzt künftig Claude und andere Konkurrenz-KI
Elon Musk hat angekündigt, dass der KI-Agent Grok Bot nicht mehr ausschließlich auf die hauseigenen Grok-Modelle setzen wird, sondern für jede Aufgabe das beste Backend-Modell verwenden soll. Als Beispiele nannte er Claude Opus 5.5 von Anthropic, den Bildgenerator Midjourney und den Musikgenerator Suno. Die Ankündigung, die zuerst von The Information berichtet wurde, markiert eine strategische Wende für Musks KI-Einheit, die Milliarden in das Training eigener Modelle investiert hat. Dieser Schritt spiegelt einen breiteren Branchentrend des Model-Routings wider, wie ihn Microsoft mit Anthropic-Modellen in Copilot und Perplexity mit der Auswahl von Modellen demonstriert. Die Entscheidung erfolgt nach Nutzerbeschwerden über die Erreichbarkeit der Grok-App. Musks KI-Einheit, die nun Teil von SpaceX ist und kürzlich umbenannt wurde (SpaceXAI, dann SpaceXSI), scheint damit anzuerkennen, dass die eigenen Modelle nicht in allen Bereichen führend sind, da Claude Opus 5.5 im Artificial-Analysis-Ranking vor der Konkurrenz liegt.
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