Beobachtetes Signal · 15. Juli 2026 · Market Signal · Quelle: AGF Videoforschung · Relevanz: 3/5
AGF-Plattformstudie 2026: Wie Zuschauer heute Bewegtbildangebote finden
Die erweiterte AGF-Plattformstudie verbindet erstmals technische Rahmenbedingungen mit dem tatsächlichen Navigationsverhalten der Zuschauerinnen und Zuschauer im modernen Medienökosystem. Im Fokus stehen die veränderten Nutzungsstrukturen über verschiedene Endgeräte, Plattformen und Aggregatoren hinweg, insbesondere im Bereich Connected TV und Streaming. Die Untersuchung liefert tiefgehende Einblicke, wie Relevanz und Auffindbarkeit von Bewegtbildinhalten durch Benutzeroberflächen, Empfehlungs-Algorithmen und plattformübergreifende Distribution beeinflusst werden. Für Sender, Plattformbetreiber und Werbetreibende bietet die Studie eine datenbasierte Grundlage, um die Reichweitenmessung und die strategische Platzierung von Inhalten in einem zunehmend fragmentierten Markt optimal auszurichten und auf veränderte Konsumgewohnheiten adäquat zu reagieren.
Die Studie liefert essenzielle Einblicke in die veränderte Content-Auffindbarkeit im Connected TV, was für die strategische Mediaplanung und die Optimierung von Bewegtbild-Kampagnen von entscheidender Bedeutung ist.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Erweiterte Verknüpfung von technischer Infrastruktur und Nutzungsverhalten
- Fokus auf Discovery und Navigation im Connected TV
- Analyse der Relevanz von Benutzeroberflächen und Aggregatoren
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Ex-Telekom-Media-Chef: Werbetreibende müssen Bots einpreisen
Beim AGF-Forum in Frankfurt demonstrierte Norman Wagner, Managing Director von Pion3ers und ehemaliger Media-Chef der Deutschen Telekom, live, wie einfach es ist, ein vollständig KI-generiertes Magazin zu erstellen und mit Bots künstlichen Traffic zu erzeugen. Er argumentierte, dass ein Großteil der Online-Inhalte und des Traffics inzwischen von Bots stammt, was es für Werbetreibende extrem schwierig macht, echte Reichweite und Wirksamkeit zu messen. Wagner glaubt, dass Technologie allein das Problem nicht lösen kann, und plädiert stattdessen für 'gesunden Menschenverstand' und unabhängige Messungen. Er schlägt vor, dass Walled Gardens, die keine unabhängige Verifizierung zulassen, mit einem Preisabschlag belegt werden sollten. Er hob auch das Potenzial von KI für kontextuelle Brand Safety hervor und merkte an, dass keyword-basierte Negativlisten 70 % der News-Umfelder fälschlicherweise als ungeeignet einstufen.
Streaming-UX entscheidet über Abo-Kündigungen
Eine neue Analyse zeigt, dass eine schlechte User Experience (UX) ein Haupttreiber für Kündigungen von Streaming-Abonnements ist. Laut einer Studie von CTAM und Hub Entertainment Research haben 36% der Zuschauer bereits ein Abo wegen UX-Frustration gekündigt, bei den unter 25-Jährigen sind es sogar 43%. Gracenote-Daten zeigen, dass Nutzer durchschnittlich 14 Minuten mit der Suche nach Inhalten verbringen, und 49% würden kündigen, wenn die Suche dauerhaft zu mühsam bleibt. Die Deloitte Digital Media Trends 2026 berichten, dass 39% der US-Nutzer in den letzten sechs Monaten ein Abo gekündigt haben, weil sie Inhalte nicht schnell genug fanden. Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs wird Anbietern empfohlen, Content Discovery, Personalisierung und Navigation zu verbessern, um die Churn-Rate zu senken, die 2026 im Monatsdurchschnitt bei 6,3% liegt.
The Voice mit Streaming-Rekord, Babylon Berlin stark
Die Programmmarken-Ausweisung der AGF für die Kalenderwoche 39 (21.-27. September 2026) zeigt, dass 'The Voice of Germany' mit 511.000 eindeutigen Zuschauern auf Joyn einen neuen Streaming-Rekord aufgestellt hat und damit erstmals seit Einführung der Kennzahl im Jahr 2024 die Halbmillionen-Marke überschritt. Es war die stärkste Joyn-Marke der Woche. Unterdessen führte die ARD-'Sportschau' mit 1,767 Millionen Zuschauern das gesamte Streaming-Ranking an, begünstigt durch das Länderspiel der deutschen Nationalelf gegen Griechenland, dicht gefolgt von 'Babylon Berlin' mit 1,75 Millionen, das weiterhin das gefragteste Fiction-Angebot blieb. Auch RTLs 'Oktagon MMA' meldete außerhalb der Top 20 einen Streaming-Bestwert. Die Daten umfassen Streaming auf den eigenen Plattformen der Anbieter, ohne YouTube und soziale Netzwerke, und stellen Nettoreichweiten dar, nicht durchschnittliche Sehbeteiligung.
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