Beobachtetes Signal · 22. Juni 2023 · Funding · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
Mistral AI sammelt 105 Millionen Euro für europäisches LLM ein
Das erst vier Wochen alte Pariser Startup Mistral AI hat in einer Seed-Finanzierungsrunde 105 Millionen Euro eingesammelt, um ein wettbewerbsfähiges europäisches Large Language Model zu entwickeln. Zu den Investoren gehören namhafte Fonds wie Lightspeed Venture Partners, Motier Ventures, La Famiglia, Headline, Exor Ventures, Sofina, firstminute capital und Bpifrance sowie prominente Privatinvestoren wie Xavier Niel, Eric Schmidt und Rodolphe Saadé. Das Team, das von ehemaligen Forschern von DeepMind und Meta angeführt wird, will der US-amerikanischen Dominanz im Bereich der künstlichen Intelligenz entgegentreten. Im Vergleich zu den milliardenschweren Finanzierungsrunden von US-Konkurrenten wie OpenAI und Anthropic wird das Kapital als eher moderat eingeschätzt. Das Unternehmen plant, die Mittel gezielt in die notwendige Infrastruktur und die Gewinnung von Top-Talenten zu investieren, um technologisch aufzuschließen.
Eine bedeutende Seed-Finanzierung für ein europäisches AI-Startup, das antritt, um mit den US-amerikanischen Tech-Giganten im Bereich der Large Language Models zu konkurrieren.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Mistral AI hat 105 Millionen Euro an Seed-Kapital eingeworben.
- Das Startup wurde nur vier Wochen vor der Finanzierungsrunde gegründet.
- Zu den Investoren zählen Lightspeed Venture Partners, Motier Ventures, La Famiglia, Headline, Exor Ventures, Sofina, firstminute capital, Bpifrance sowie prominente Business Angels.
- Das Gründerteam besteht aus ehemaligen Forschern von DeepMind und Meta.
- Das Kapital soll für die Entwicklung einer europäischen Alternative zu US-amerikanischen Large Language Models eingesetzt werden.
Verknüpfte Unternehmen
15 verknüpfte Unternehmen“Wie können Investor:innen bloß so viel Geld in eine Jungfirma namens Mistral AI stecken...”
Globale Risikokapitalgesellschaft, die Gründer in der Früh- und Wachstumsphase weltweit unterstützt.
“Lightspeed Venture Partners, Motier Ventures, La Famiglia, Headline, Exor Ventures, Sofina, firstminute capital, Bpifrance, der französische...”
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“Lightspeed Venture Partners, Motier Ventures, La Famiglia, Headline, Exor Ventures, Sofina, firstminute capital, Bpifrance, der französische...”
“Ehemaliger Research Scientist bei Meta...”
“Anthropic: 1,5 Mrd.Dollar...”
“OpenAI: +11 Mrd. Dollar...”
“Inflection AI: 225 Mio. Dollar...”
“Ehemaliger Research Scientist bei DeepMind...”
“Synthesia: 156 Mio. Dollar...”
“CEO des französischen Logistikriesen CMA CGM...”
“Deswegen brauchte es am Ende Microsoft als Großinvestor, der satte 10+ Mrd. Dollar investierte...”
“Cohere: 435 Mio. Dollar...”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Ecosia wechselt von Mistral zu chinesischen Open-Source-KI-Modellen
Die europäische Suchmaschine Ecosia hat ihren KI-Anbieter vom französischen Startup Mistral auf offene Modelle umgestellt, darunter chinesische wie Alibabas Qwen, Z.ais GLM und Moonshot AIs Kimi. CEO Christian Kroll zeigte sich enttäuscht von der Qualität der Mistral-Modelle, die etwa ein Jahr hinter der Konkurrenz zurückliegen sollen, sowie von häufigen Serverüberlastungen. Ecosia nutzt nun Modelle über die deutsche Plattform Melious, die offene KI-Modelle auf Servern in der EU betreibt, was die KI-Kosten halbierte und die Leistung verbesserte. Der Wechsel erfolgt, während Mistral Large 4 vorstellt, das stärkste Modell, das in Europa trainiert wurde und dessen Gewichte Ende Oktober veröffentlicht werden sollen. Trotz 38,4 Punkten im Intelligence Index belegt es Platz acht unter offenen Modellen, hinter sieben chinesischen Modellen. Der Fall verdeutlicht das Dilemma der europäischen KI-Souveränität: Top-Open-Modelle stammen überwiegend aus China, auch wenn sie auf europäischen Servern laufen. Mistral hostet selbst chinesische Modelle wie GLM auf seiner Neocloud-Plattform, während CEO Arthur Mensch die Stärken von Large 4 etwa bei der Cyberabwehr betont.
Ecosia wechselt von Mistral zu chinesischen KI-Modellen
Die Berliner Suchmaschine Ecosia hat den französischen KI-Anbieter Mistral fallen gelassen und setzt nun auf offene Modelle, darunter chinesische wie Qwen (Alibaba), GLM (Z.ai) und Kimi (Moonshot AI), wie Politico berichtet. Ecosia-Chef Christian Kroll zeigte sich Berichten zufolge enttäuscht von der Qualität der Mistral-Modelle, die der Konkurrenz rund ein Jahr hinterherhinken, und stellte auch Mistrals Souveränität wegen internationaler Investoren infrage. Die neuen Modelle bezieht Ecosia über die deutsche Plattform Melious, die offene KI-Modelle auf Servern in acht EU-Ländern betreibt; dadurch halbierten sich die KI-Kosten bei gestiegener Leistung. Mistral hat derweil Large 4 veröffentlicht, ein Modell mit einer Billion Parametern, das in europäischen Rechenzentren trainiert wurde, aber im Ranking offener Modelle nur Platz 8 erreicht – alle sieben Modelle davor stammen aus China. Dies verdeutlicht das Souveränitäts-Dilemma: Selbst Mistral hostet inzwischen chinesische Modelle wie GLM in seiner Neocloud.
Forscher werfen OpenAI und Anthropic Ideenklau vor
Mehrere Forscher werfen den KI-Unternehmen OpenAI und Anthropic vor, möglicherweise private Interaktionen mit ChatGPT, Codex oder Claude genutzt zu haben, um unveröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten zu replizieren. Der Mathematiker Tristan Buckmaster von der NYU behauptet, OpenAIs Lösung eines Navier-Stokes-Problems sei seinem Ansatz gefolgt, kurz nachdem er Codex verwendet hatte. Andreas Thom von der TU Dresden sieht Ähnlichkeiten zwischen seinen unveröffentlichten Ergebnissen zur Gruppentheorie und einem Ergebnis von GPT-6 Astra. Der Biologe Mario Rodríguez Mestre wirft Anthropic vor, dass Claude ein Enzymsystem (ART) entdeckt habe, das sein Team bereits kannte, und verweist auf den Zugriff auf seine privaten Dateien. OpenAI und Anthropic weisen die Vorwürfe zurück und betonen, nicht auf Nutzergespräche trainiert zu haben. Experten halten die Bedenken jedoch für berechtigt und warnen vor einem Rückgang offener wissenschaftlicher Zusammenarbeit.
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