Beobachtetes Signal · 3. Feb. 2026 · Policy Update · Quelle: AdExchanger · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ

Microsoft beendet kostenloses Caching für Prebid-Videodateien

Zusammenfassung des Signals

Microsoft Advertising stellt die Bereitstellung des kostenlosen Cachings für Prebid-Videoanzeigendateien zum 30. April ein. Dieser Schritt, der auf die geplante Abschaltung des Xandr DSP folgt, macht Prebid-Videocaching zu einer kostenpflichtigen Ad-Tech-Funktion. Publisher, die Prebid mit Google Ad Manager (GAM) einsetzen, sind auf einen Zwischencache angewiesen, um Video-Creatives während der finalen GAM-Auktion zu hosten. Ohne Microsofts Cache drohen bei vielen Prebid-zu-GAM-Video-Impressions VAST-Fehler und Auslieferungsausfälle. Microsoft hatte die Frist vom 31. Januar auf den 30. April verschoben und verwies darauf, dass Prebid.js nun lokales Caching unterstützt. Zu den Alternativen gehören kostenpflichtige Cache-Dienste von SSPs und Exchanges (darunter Magnite, PubMatic, Mediavine und JW Player) oder das von Raptive und frühen Testern entwickelte Prebid Local Cache (ein BLOB- bzw. lokaler Ansatz). Branchenschätzungen zufolge wickelte der Microsoft-Cache die Mehrheit des Prebid-zu-GAM-Videotraffics ab, weshalb nun signifikante Integrationsaufwände und Hosting-Kosten auf Publisher zukommen.

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Hohe Konfidenz

Die Einstellung des weitverbreiteten, kostenlosen Caching-Dienstes durch Microsoft Advertising – der über 60 % der Prebid-zu-GAM-Video-Impressions abdeckte – führt zu zeitkritischen Ad-Serving-Ausfällen, erfordert technische Umstellungen bei Publishern und erhöht die Vendor-Hosting-Kosten.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Microsoft Advertising stellt die kostenlose Bereitstellung von Caching-Diensten für Prebid-Videodateien nach dem 30. April ein; Caching wird kostenpflichtig.
  • Microsoft hatte Xandr (zuvor AppNexus) im Jahr 2021 übernommen; AppNexus/Xandr bot diesen Caching-Dienst historisch an.
  • Dem The-Trade-Desk-Entwickler Ian Meyers zufolge wickelte der Microsoft-Advertising-Cache schätzungsweise über 60 % der Prebid-zu-GAM-Video-Impressions ab.
  • Prebid entwickelt derzeit ein Prebid Local Cache (unter Verwendung eines BLOB-/lokalen Caching-Ansatzes) unter der Leitung von Raptive und mit frühen Testern wie Freestar und CrazyGames.
  • Mehrere SSPs und Video-Networks (Magnite, PubMatic, Mediavine, JW Player) bieten Prebid-Videocaching bereits als kostenpflichtige Option an; Publisher müssen ihre Prebid/GAM-Setups entsprechend anpassen.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: AdExchanger•Veröffentlicht: 3. Feb. 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Microsoft To Stop Caching Prebid Video Files, Leaving Publishers With A Major Ad Serving Problem”

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Wachsender Einfluss: Wie Prebid die Zukunft von AdTech prägt

Der Einfluss von Prebid im Open-Source-AdTech-Ökosystem nimmt rasant zu. Drei Kernentwicklungen treiben diesen Trend voran: Amazon entwickelt einen Adapter für den Prebid-Wrapper, was die Komplexität für Publisher reduziert und eine stärkere Buy-Side-Unterstützung signalisiert. Zudem könnte ein vorgeschlagenes kartellrechtliches Heilmittel Google zur Integration mit Prebid verpflichten, was die Bedeutung des Frameworks gegenüber Big Tech unterstreicht. Gleichzeitig verdeutlicht Microsofts Stopp des Cachings von Videodateien für Prebid-Auktionen den Druck hoher Rechenzentrumskosten nach dem Umbau der eigenen AdTech-Assets (inklusive der Einstellung von Microsoft Invest). Darüber hinaus übernimmt Prebid im Rahmen der AdCP-Initiative die Governance für einen standardisierten, quelloffenen Sell-Side AI Agent. Zusammengenommen belegen diese Initiativen, dass Prebid zunehmend zur zentralen Code- und Governance-Instanz für die gesamte programmatische Industrie avanciert.

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