Beobachtetes Signal · 15. Aug. 2019 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Microsoft bestätigt manuelle Auswertung von Skype- und Cortana-Sprachdaten
Microsoft hat seine Datenschutzerklärung aktualisiert, um explizit klarzustellen, dass Mitarbeiter Transkripte von Cortana und Skype Translator zur Verbesserung der Dienste einsehen können. Die überarbeitete Richtlinie beschreibt, dass die Datenverarbeitung sowohl automatisierte, KI-gestützte Verfahren als auch manuelle Prozesse umfasst, bei denen menschliche Prüfer kurze, anonymisierte Sprachproben analysieren, um die Spracherkennung und Übersetzung zu optimieren. Ein Unternehmenssprecher betonte, diese Anpassungen und Aktualisierungen der FAQs dienten einer größeren Transparenz, während weitere Schritte geprüft würden. Der Vorfall weckt branchenweit datenschutzrechtliche Bedenken, insbesondere im Vergleich zu ähnlichen Enthüllungen bei konkurrierenden Tech-Konzernen wie Apples Siri. Nutzer sollten sich demnach bewusst sein, welche Sprachinhalte in der Nähe von sprachgesteuerten Diensten verarbeitet werden, und die jeweiligen Einstellungen zur Datenfreigabe kritisch überprüfen, um den Schutz ihrer Privatsphäre zu gewährleisten.
Politik-Update von Microsoft bezüglich der Datenschutzpraktiken mit moderaten Auswirkungen auf die Transparenz der Datenverarbeitung bei Sprachdiensten.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Microsoft hat die Datenschutzerklärung aktualisiert, um die manuelle Auswertung von Cortana- und Skype Translator-Transkripten explizit zu gestatten.
- Die Datenverarbeitung kombiniert automatisierte KI-Methoden mit manuellen Prüfprozessen zur Verbesserung der Technologie.
- Die menschliche Überprüfung erfolgt anhand kurzer, anonymisierter Sprachproben zur Verfeinerung von Erkennungs- und Übersetzungsfunktionen.
- Laut Microsoft sorgen die angepassten Richtlinien und FAQs für mehr Transparenz, wobei kontinuierlich weitere Maßnahmen geprüft werden.
- Berichte über ähnliche Praktiken bei anderen Tech-Konzernen wie Apples Siri verstärken die datenschutzrechtlichen Bedenken der Öffentlichkeit.
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„Project Lilly“: OpenAI lässt reale ChatGPT-Nutzerdialoge durch Freelancer manuell prüfen
Interne Dokumente, die 404 Media vorliegen, enthüllen, dass OpenAI im Rahmen der Qualitätssicherungsinitiative „Project Lilly“ hunderte Freelancer einsetzt, um reale ChatGPT-Nutzerunterhaltungen manuell zu analysieren. Die Prüfer bewerten Benutzereingaben, fassen die mutmaßliche Intention zusammen und beurteilen die KI-Antworten mit dem Ziel, den Chatbot weniger kriecherisch sowie „smart, aber bescheiden“ zu gestalten. Während das Programm die Sicherheit verbessern soll, äußern Datenschutzexperten massive Bedenken, da Nutzer nicht ausreichend darüber informiert werden, dass menschliche Prüfer potenziell intime Chats mitlesen. OpenAI betont, dass persönliche Daten gefiltert und Nutzernamen unkenntlich gemacht werden, räumt jedoch ein, dass Fehler auftreten können. Vergleichbare manuelle Review-Verfahren sind auch bei Wettbewerbern wie Google und Anthropic gängige Praxis.
Microsoft veröffentlicht verbindlichen Verhaltenskodex für KI-Modelle und autonome Agenten
Microsoft hat einen neuen Verhaltenskodex („Code of Conduct“) für seine KI-Modelle vorgestellt, der klare Vorgaben für Chatbots und autonome Agenten definiert. Das Regelwerk etabliert eine strikte Instruktionshierarchie, bei der Sicherheitsrichtlinien stets Vorrang vor Betreiberanpassungen und Nutzerpräferenzen haben. Zu den Kernverboten gehören die Unterstützung bei der Entwicklung von Waffen, offensive Cyberangriffe sowie die manipulative Beeinflussung menschlichen Verhaltens im großen Maßstab. Zudem werden KI-Systeme verpflichtet, Notsituationen zu erkennen und betroffene Nutzer an Fachpersonal wie Mediziner oder Psychologen zu verweisen. Die Generierung pornografischer oder gewalttätiger Inhalte ist strikt untersagt. Das Regelwerk liegt derzeit als Entwurf vor und durchläuft eine sechswöchige öffentliche Feedbackphase, bevor finale Anpassungen erfolgen. Microsoft reagiert damit auf wachsende Sicherheitsbedenken im Rahmen der rasanten technologischen Entwicklung.
Microsoft Xbox gründet neue Sparte für Filme, Serien und Freizeitparks
Die Gaming-Sparte Xbox von Microsoft hat die Gründung einer neuen Geschäftseinheit für Filme, Serien und Themenpark-Attraktionen angekündigt. Dieser Schritt signalisiert eine Expansion in den Unterhaltungs- und Erlebnisbereich über Videospiele hinaus und nutzt das geistige Eigentum von Xbox. Diese strategische Diversifizierung ist Teil von Microsofts breiteren Ambitionen, seine Medien- und Unterhaltungsaktivitäten auszubauen, einem Branchentrend folgend. Die neue Sparte wird sich auf die Entwicklung und Produktion von Inhalten auf Basis von Xbox-Franchises konzentrieren und potenziell neue Einnahmequellen für das Unternehmen erschließen. Finanzielle Details oder ein Zeitplan für den Betrieb der Sparte wurden nicht bekannt gegeben.
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